Die zu entrichtenden Entgelte setzen sich aus folgenden Komponenten zusammen:

Netznutzungsentgelt

Das Netznutzungsentgelt richtet sich nach der Entnahmestelle der elektrischen Energie aus dem Netz der Avacon AG. Das Entgelt wird für Vorhaltung, Bau, Instandhaltung und Betrieb von Stromverteilungsanlagen entrichtet. Des Weiteren sind das Entgelt für die Nutzung der vorgelagerten Netze sowie die bei der Übertragung von elektrischer Energie entstehenden Verluste und die Systemdienstleistungen zur Gewährleistung des Netzbetriebes im Netznutzungsentgelt enthalten.

Entgelt für Messung und Abrechnung (inkl. Datenbereitstellung)

Die Entgelte für die Messung und Abrechung (inkl. Datenbereitstellung) richten sich nach den technischen Anforderungen an der Entnahmestelle entsprechend der Stromnetzzugangsverordnung.

Konzessionsabgabe

Die Höhe der Konzessionsabgabe richtet sich nach dem zwischen der Gemeinde, in der sich die Entnahmestelle befindet, und der Avacon AG geschlossenen Konzessionsvertrag in Verbindung mit der Konzessionsabgabenverordnung.

Mehrkosten durch das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG)

Die Mehrkosten durch das KWKG werden zusätzlich in Rechnung gestellt

Umsatzsteuer

Die gesetzliche Umsatzsteuer wird mit dem jeweils gültigen Satz (seit 1.1.2007 19%) auf die Summe der vom dritten Unternehmen bzw. Netzkunden zu entrichtenden Entgelte hinzugerechnet.

Die Avacon AG kann gemäß § 4 Abs. 3 ARegV jeweils zum 1. Januar eines Jahres eine Anpassung der Erlösobergrenze vornehmen. Die daraus resultierende Anpassung der Netzentgelte ist nach § 20 Abs. 1 S. 1 EnWG zum 15. Oktober eines Jahres für das Folgejahr zu veröffentlichen. Sofern dieses noch nicht final möglich ist, sind die Entgelte zu veröffentlichen, die sich voraussichtlich auf Basis der für das Folgejahr geltenden Erlösobergrenze ergeben werden (Indikation).

Bei den nachfolgenden Entgelten handelt es sich um voraussichtlich gültige Netzentgelte. Die Avacon AG weist ausdrücklich darauf hin, dass die Netzentgelte noch nicht verbindlich sind und dass bis zum Jahresende noch Anpassungen sowohl in Form einer Erhöhung, als auch in Form einer Senkung der ab dem 1. Januar 2017 gültigen Netzentgelte vorgenommen werden können.

Die tatsächlich ab dem 1. Januar 2017 geltenden Netzentgelte wird die Avacon AG rechtzeitig vor dem 1. Januar 2017 an dieser Stelle veröffentlichen.

 

 

 

Die Höhe der Netzentgelte im Kalenderjahr 2017 entnehmen Sie bitte den unten aufgeführten Preisblättern. Die Preisblätter 2017 sind Bestandteil des Netznutzungsverhältnisses und bildet die Grundlage für die Abrechnung der Netznutzung ab dem 1. Januar 2017.

Wir weisen darauf hin, dass diese Mitteilung weiterhin unter dem Vorbehalt erfolgt, dass nicht aufgrund von Rechtsvorschriften oder durch behördliche Vorgaben sowie gerichtliche Entscheidungen eine weitere Anpassung der Netzentgelte für das Jahr 2017 erforderlich wird.

Gemäß § 19 Abs. 2 Satz 1 StromNEV ist die Avacon AG verpflichtet, einem Letztverbraucher in Abweichung von § 16 StromNEV ein individuelles Netzentgelt anzubieten.

Die Avacon AG hat die entsprechenden Hochlastzeitfenster für die vier Jahreszeiten je Netzanschlussebene ermittelt.

Hochlastzeitfenster

Die Bundesnetzagentur hat mit Beschluss (BK4-13-739) vom 11.12.2013 die Festlegung zur sachgerechten Ermittlung individueller Netzentgelte nach § 19 Abs. 2 S. 1 StromNEV (BK4-12-1656) vom 12.12.2012 für Vereinbarungen individueller Netzentgeltenach § 19 Abs. 2 S. 1 StromNEV mit erstmaliger Wirkung ab dem 01.01.2014 geändert.

Darüber hinaus hatte sich die Regulierungsbehörde mittels eines Widerrufsvorbehalts die Möglichkeit eingeräumt, zukünftig auch für bereits bestehende individuelle Netzentgeltvereinbarungen Festlegungen zu treffen.

Diesen Widerrufsvorbehalt hat die Beschlusskammer 4 der Bundesnetzagentur mit der Veröffentlichung eines Beschlussentwurfs (BK4-13-739A01) zur Festlegung individueller Netzentgelte am 26. Oktober 2016 genutzt. Dieser Entwurf sieht die Anpassung der Voraussetzungen für individuelle Netzentgelte nach § 19 Absatz 2 Satz 1 StromNEV und hier insbesondere die Anpassung der relativen und absoluten Erheblichkeitsschwelle bezüglich der Lastverlagerung vor. Die Änderung der bisherigen Festlegung BK4-13-739 soll für Vereinbarung § 19 Absatz 2 Satz 1 StromNEV mit Wirkung ab dem 01.01.2017 gelten. Für Vereinbarungen, welche bereits in früheren Jahren mit einer über den 31.12.2016 hinausgehenden Geltungsdauer angezeigt wurden und Anwendung gefunden haben, soll eine Übergangsfrist bis zum 31.12.2017 gelten.

Anträge zur Erstellung einer Vereinbarung für ein individuelles Netzentgelt gemäß § 19 Abs. 2 S. 1 StromNEV richten Sie bitte an das Postfach:

sonderentgelt@avacon.de


 

Veröffentlichung des Preisblattes „Entgelt für dezentrale Einspeisung gemäß § 18 StromNEV" ab 01.01.2017

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) beabsichtigt aufgrund der geänderten Anforderungen an den Strommarkt den schrittweisen Abbau vermiedener Netzentgelte (vNE) und die Schaffung einer Rechtsgrundlage für bundeseinheitliche ÜNB-Entgelte. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde am 04.11.2016 an die Verbände versandt.

Dieser Entwurf sieht in Bezug auf die vermiedenen Netzentgelte bereits mit Wirkung ab 1. Januar 2017 vor, diese auf Basis der vorgelagerten Netzentgelte des Jahres 2015 (Netzentgeltveröffentlichung 2015) zu kalkulieren. Das Inkrafttreten des Gesetzes wird im Laufe des Jahres 2017 erwartet.

Aus diesem Grund stehen die vorläufig veröffentlichten vermiedenen Netzentgelte 2017 (Preisblatt Entgelt für dezentrale Einspeisung gemäß § 18 StromNEV der Avacon AG ab 01.01.2017) unter dem Vorbehalt einer nachträglichen rückwirkenden Anpassung an neue gesetzliche Vorgaben, insbesondere zur Berechnungsgrundlage der vermiedenen Netzentgelte.

Vorlaeufiges_Preisblatt_Avacon_RZ50Hertz_01012017.pdf

Vorlaeufiges_Preisblatt_Avacon_RZTenneT_01012017.pdf