Auf den ersten Blick scheint die Energiewende auf Erfolgskurs: Ein Zubau-Rekord jagt den nächsten, und der Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung liegt im deutschlandweiten Durchschnitt mittlerweile bei rund 25 Prozent. Doch dieser Schein trügt: Denn der Erfolg der Energiewende bemisst sich nicht allein am Erreichen der ehrgeizigen Ausbauziele. Erneuerbare Energien müssen auch effizient nutzbar und in das Energiesystem integrierbar sein. Hier hakt es noch an vielen Stellen. Dies ist auch keine leichte Aufgabe, denn die je nach Tageszeit, Jahreszeit und Wetterlage unterschiedlich anfallenden Energiemengen können nicht wie in konventionellen Kraftwerken nach dem jeweiligen Bedarf mehr oder weniger produziert werden - sondern die Energie muss bislang dann genutzt werden, wenn sie gerade zur Verfügung steht. Ein zentrales Zukunftsthema und mitentscheidend für das Gelingen der Energiewende sind daher neue Speichertechnologien, um die starken Einspeiseschwankungen der erneuerbaren Energien auszugleichen und für eine sichere und zuverlässige Stromversorgung zu sorgen. Avacon untersucht daher in gleich zwei Forschungsprojekten die Auswirkungen von Speichertechnologie auf die Verteilnetze:

e-Home Energieprojekt

Im e-Home-Energieprojekt testet der Netzbetreiber von April 2014 bis Mai 2017 in 22 Privathaushalten in Stuhr und Weyhe stationäre Batteriespeicher in Verbindung mit Photovoltaik. In diesem Projekt wird der Speicher genutzt, um den Energieverbrauch des Haushalts zu optimieren und beispielsweise die Nutzung von selbst erzeugtem Sonnenstrom auch in den Abendstunden zu ermöglichen - insbesondere, um damit das Elektroauto zu laden, das ebenfalls Bestandteil des Forschungsprojektes ist. Dabei wird untersucht, welche Auswirkungen dieses Verbraucherverhalten auf die Stromnetze hat.

Mehr Informationen zum e-Home Energieprojekt finden Sie hier.

Batteriespeicher in kommunalen Liegenschaften

In einem weiteren Projekt untersucht Avacon von Sommer 2014 bis Herbst 2016 den Einsatz von Batteriespeichern in kommunalen Liegenschaften. Hierfür wurden acht kommunale Gebäude im Netzgebiet, die über eine Photovoltaikanlagen verfügen, mit Batteriespeichern ausgestattet. Untersucht wird in diesem Projekt die Frage, ob solare Speichersysteme in kommunalen Liegenschaften einen Beitrag zu Verbesserung der Systemstabilität und der Spannungsqualität leisten und damit den zeit- und kostenintensiven Netzausbau bei netzdienlicher Betriebsführung verzögern oder sogar vermeiden können.

Mehr zu diesem Projekt erfahren Sie hier.

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