Die EEG-Umlage ist ein fester Bestandteil des Strompreises. Durch sie wird die Einspeisevergütung für Strom aus Erneuerbaren Energien refinanziert und auf die Stromkunden verteilt. Von den Übertragungsnetzbetreibern wird die EEG-Umlage jährlich ermittelt und auf der gemeinsamen Internetplattform www.netztransparenz.de veröffentlicht (i.d.R. am 15. Oktober für das Folgejahr).

Hier finden Sie auch viele weitere Informationen zum Thema EEG-Umlage. Die EEG-Umlagen betragen für Strom in 2014 6,240 Cent/kWh, in 2015 6,170 Cent/kWh, in 2016 6,354 Cent/kWh und in 2017 6,880 Cent/kWh.

Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2014 (1.8.2014 in Kraft getreten) wurde festgelegt, dass die EEG-Umlage auch für selbst erzeugten und eigenverbrauchten Strom aus Stromerzeugungsanlagen zu erheben ist. Ziel dieser Änderungen ist es, die Kosten der Energiewende zu minimieren und verursachergerechter zu verteilen (§ 61 EEG 2014).
 

Künftig müssen sich auch Betreiber von neuen EEG- und hocheffizienten KWKG-Anlagen mit Eigenversorgung anteilig an der EEG-Umlage beteiligen (§61 EEG 2014). Der Übergang soll gleitend erfolgen: Bis Ende 2015 sind 30 Prozent und Ende 2016 dann 35 Prozent der jeweils gültigen EEG-Umlage auf die Eigenversorgung zu entrichten. Für 2014 sind das 1,8720 Cent je Kilowattstunde, für 2015 sind das 1,8510 Cent je Kilowattstunde und in 2016 sind das 2,2239 Cent je Kilowattstunde. Ab 2017 gelten dann 40 Prozent – auch für Anlagen, die zwischen August 2014 und Dezember 2016 errichtet wurden.

Die EEG Umlage, die Sie an uns entrichten müssen, ermitteln wir aus den Zählerständen zum Jahresende und verrechnen diese – sofern möglich – mit der Einspeisevergütung. Die EEG Umlage führen wir anschließend an den Übertragungsnetzbetreiber ab.

Alle betroffene Neuanlagenkunden mit Eigenverbrauch (mit Inbetriebnahme ab dem 1.8.2014) im Netzgebiet von Avacon sind bzw. werden angeschrieben. Über einen Fragebogen kann schnell und einfach festgestellt werden, ob Sie tatsächlich betroffen sind. Demnächst erhalten Kunden von Neuanlagen den Fragebogen im Rahmen des Anschluss-/Inbetriebnahmeprozesses.

Senden Sie diesen Fragebogen bitte möglichst schnell an uns zurück. So kann eine ordnungsgemäße und  reibungslose Abwicklung gewährleistet werden. Falls Sie noch keinen Fragebogen erhalten haben sollten, verwenden Sie bitte den hier zum Download angebotenen Fragebogen zur EEG–Umlageverpflichtung und senden ihn umgehend vollständig ausgefüllt und unterschrieben zurück.

Fragebogen zur EEG-Umlageverpflichtung

Ja, für Anlagen mit einer installierten Leistung von maximal 10 Kilowatt sind höchstens 10.000 Kilowattstunden selbstverbrauchtem Strom pro Kalenderjahr von der Abgabe ausgenommen (sofern eine Personenidentität vorliegt). In der Regel bleibt damit PV-Strom vom Dach eines Einfamilienhauses, der vor Ort selbst verbraucht wird, auch nach dem EEG 2014 von der EEG-Umlage befreit.

Des Weiteren sind im Wesentlichen folgende Sonderfälle von der EEG-Umlagepflicht ausgenommen:

  • Kraftwerkseigenverbrauch, also wenn der Strom in den Neben- und Hilfsanlagen einer Stromerzeugungsanlage im technischen Sinne zur Stromerzeugung verbraucht wird
  • Anlagen im Inselbetrieb, also Erzeugungsanlagen, die weder unmittelbar noch mittelbar an das öffentliche Stromnetz angeschlossen sind

Weitere Informationen können Sie aus der Empfehlung 2014/31 –Einzelfragen zur Anwendung des § 61 EEG 2014 bei EE-Anlagen- der Clearingstelle EEG entnehmen.
 

Eine Eigenversorgung liegt nur vor, wenn Personenidentität zwischen dem Betreiber der Erzeugungsanlage und dem Nutzer des verbrauchten Stroms besteht und der Strom nicht durch ein Netz durchgeleitet wird (§ 5 Nr.12 EEG 2014).

Für die Feststellung der Personenidentität ist auch die Unterscheidung einer natürlichen (Privatperson) oder einer juristischen Person (z.B.  Firma, Organisation) zu berücksichtigen (Wenn z.B. die Max Mustermann GbR die  Erzeugungsanlage betreibt, aber Max Mustermann als Person den Strom verwendet, liegt keine Eigenversorgung vor).

Eigenversorgung wird aber vermutet, wenn der Betreiber der Erzeugungsanlage im versorgten Objekt  wohnt und ein Familienangehöriger oder Lebenspartner des Anlagenbetreibers der Nutzer ist.

Wenn Sie die Erzeugungsanlage zur Versorgung Dritter bzw. zur teilweisen Eigenversorgung betreiben, sind Sie als Betreiber der Erzeugungsanlage verpflichtet, die EEG-Umlage an den zuständigen Übertragungsnetzbetreiber zu melden und abzuführen. Zur Abwicklung setzen Sie sich bitte selbstständig mit dem zuständigen Übertragungsnetzbetreiber Tennet (Bundesland Niedersachsen) bzw. 50Hertz (Bundesland Sachsen-Anhalt) in Verbindung.
 

Per Verordnung hat der jeweilige Netzbetreiber (Avacon) die Verpflichtung, die anfallende EEG-Umlage bei der Eigenversorgung (Voraussetzung Personenidentität) zu erheben und an den Übertragungsnetzbetreiber weiterzuleiten.

Wenn Sie die Erzeugungsanlage zur Versorgung Dritter bzw. zur teilweisen Eigenversorgung betreiben, sind Sie als Betreiber der Erzeugungsanlage verpflichtet, die EEG-Umlage an den zuständigen Übertragungsnetzbetreiber zu melden und abzuführen. Zur Abwicklung setzen Sie sich bitte selbstständig mit dem zuständigen Übertragungsnetzbetreiber Tennet (Bundesland Niedersachsen) bzw. 50Hertz (Bundesland Sachsen-Anhalt) in Verbindung.
 

Prozessablauf zur EEG-Umlage auf Eigenversorgung

Quelle: Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (VBEW)

Wenn Ihre Anlage bereits vor dem 01. August 2014 in Eigenerzeugung (Voraussetzung Personenidentität) betrieben wurde, besteht grundsätzlich nach § 61 Abs. 3,4 EEG 2014 ein Bestandsschutz zur Erhebung der EEG-Umlage für die Eigenversorgung. Es sei denn, es ergaben sich bei ihrer Anlage nach dem 31. Juli 2014 Änderungen (z. B. in den Mess-/Abrechnungskonzepten, Erweiterungen der Anlage, Umstellung von Volleinspeisung auf Überschusseinspeisung, Änderungen des Anlagenbetreibers).

Sollte bei Ihnen eines der aufgeführten Kriterien zutreffen, bitten wir Sie, sich unverzüglich an uns zur Abklärung einer ggf. bestehenden EEG-Umlageverpflichtung zu wenden. Bitte verwenden Sie den beigefügten Fragebogen zur EEG-Umlageverpflichtung und senden ihn umgehend vollständig ausgefüllt und unterschrieben zurück.

Fragebogen zur EEG-Umlageverpflichtung

Anlagen, die in Volleinspeisung betrieben werden und somit keinen Eigenverbrauch haben, sind grundsätzlich nicht von der Erhebung der EEG-Umlage auf Eigenerzeugung/Eigenverbrauch betroffen.

Gemäß dem Leitfaden der Bundesnetzagentur ist ein Wechsel der Person des Eigenerzeugers mit den Bestandsschutzanforderungen nach §61 Abs. 3 und 4 EEG 2014 nicht vereinbar. Ein solcher Wechsel der Person liegt sowohl bei der juristischen als auch bei natürlichen Personen immer dann vor, wenn vor dem 1. August 2014 eine andere Person die Stromerzeugungsanlage als Eigenerzeuger betrieben hat als nach dem 1. August 2014.
Um feststellen zu können, ob Sie für Ihre Anlage grundsätzlich EEG-umlagepflichtig sind und um ermitteln zu können, wer für die Abwicklung der Umlage zuständig ist, benötigen wir als Ihr Netzbetreiber noch weitere Informationen von Ihnen.

Bei einem Betreiberwechsel werden noch weitere Angaben benötigt, die Angaben zur EEG-Umlage sind nur ein Teil davon.

Hier finden Sie den Vordruck, den Sie uns bitte vollständig ausgefüllt zurücksenden.
 

Bitte beachten Sie, dass wir hier nur eine ggf. bestehende EEG Umlageverpflichtung gegenüber dem Anschlussnetzbetreiber Avacon klären können. Möglicherweise bestehende Meldepflichten gegenüber der Bundesnetzagentur oder dem Übertragungsnetzbetreiber Tennet (Bundesland Niedersachsen) bzw. 50Hertz (Bundesland Sachsen-Anhalt) müssen Sie in eigener Verantwortung prüfen und erfüllen.

Bundesnetzagentur (BNetzA)

Übertragungsnetzbetreiber für das Versorgungsgebiet der Avacon AG 50Hertz (Bundesland Sachsen-Anhalt) Tennet (Bundesland Niedersachsen)

Informationsplattform der deutschen Übertragungsnetzbetreiber Netztransparenz

Clearingstelle EEG Empfehlung 2014/31 – Einzelfragen zur Anwendung des § 61 EEG 2014 bei EE-Anlagen-