Jährlich fallen laut der Deutschen Energie-Agentur (dena) rund 2,6 Milliarden Euro Energiekosten für kommunale Gebäude an. Ein großer Teil könnte eingespart werden, wenn die vorhandenen wirtschaftlichen Möglichkeiten zur Energieeinsparung ausgeschöpft würden. Der erste notwendige Schritt wäre, die Energieeinsparpotenziale zu ermitteln und offenzulegen. Eine Hilfestellung bietet der Energieausweis für Nichtwohngebäude, der seit dem 1. Juli 2009 Pflicht ist – bei Verkauf, Vermietung, Verpachtung sowie als Aushang. Seinen Inhalt gibt die Energieeinsparverordnung (EnEV) vor.

Grundlage: Die EnEV

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) definiert die energetischen Anforderungen an Wohn- und Nichtwohngebäude, die für rund 35 Prozent des Endenergieverbrauchs verantwortlich sind. Die aktuelle Fassung der EnEV ist am 1. Oktober 2009 (EnEV 2009) in Kraft getreten. Herausforderungen der Energiewende und veränderte europäische Vorgaben machen eine Novellierung der EnEV notwendig: Am 6. Februar 2013 wurden die vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie vorgelegten Entwürfe zur Änderung der Energieeinsparverordnung von der Bundesregierung beschlossen. Laut dena wird die voraussichtlich Anfang 2014 in Kraft tretende EnEV-Novelle den Energieausweis stärken.

Häufige Fragen
Ziele und Nutzen

Quellen: Deutsche Energie-Agentur, BMVBS