Die neue Wanderausstellung nimmt die Besucher mit auf eine spannend und unterhaltsam aufbereitete Zeitreise durch die Energieanwendungen des vergangenen Jahrhunderts. Was hat sich verändert, seit in den Straßen die ersten Gaslaternen brannten und die Monteure mit dem Dienstfahrrad unterwegs waren, um Dörfer und Städte mit Stromleitungen zu verbinden?

Staubsauger mit Haarfön

Spannend sind neben der vorgestellten Energie-Historie vor allem die originalen Exponate aus den Jahren 1877 bis 1954 – und die Geschichten dahinter! Dr. Tim S. Müller, Leiter des Museums, erklärt die ausgestellten Kuriositäten in einer Einführung. So stellt er etwa einen Staubsauger aus den 1930er Jahren vor, der nicht nur zu diesem Zweck konzipiert war. Nein, er sollte auch, mit einem Aufsatz versehen, als Haartrockner dienen. „Aufgrund der unausgereiften Staubfilter wurde dann den Nutzern der zuvor gesaugte Staub in die Haare gepustet. Kein Wunder, dass diese Erfindung relativ schnell wieder vom Markt verschwunden ist!“, so der Museumsleiter.

Zum Staunen bringt die Besucher auch der berühmte Erfinder des beleuchteten Stopfpilzes für Socken. Hintergrund: Durch die Hinterleuchtung wurden dünne Stellen sichtbar und konnten bereits geflickt werden, bevor ein Loch überhaupt entstand. Der findige Geist hinter dieser Idee war kein geringerer als Deutschlands erster Bundeskanzler Konrad Adenauer! Unter diesen ungewöhnlichen Exponaten aus dem Alltag sind etwa auch zwei Gas-Bügeleisen auf einer Wippe.

Die erste Station der neuen Wanderausstellung war das Rathaus in Genthin. Bei der feierlichen Eröffnung dabei war auch Avacon-Kommunalreferent Klaus Schmekies. Er legte vor allem Schülern die Ausstellung ans Herz:

„Die Kinder heute kennen ja das Prinzip der Wählscheibentelefone nicht mehr – und das Warten bis sich die Wählscheibe etwa nach einer Neun wieder in die Ausgangsposition zurückgedreht hat. Sie staunen da richtig, wenn sie die Funktionsweise des ausgestellten Telefons mit Zugnummernschalter sehen.“


Auch der Genthiner Bürgermeister Thomas Barz, der den Vorschlag hatte, die Ausstellung im Rathaus zu platzieren, war beeindruckt:

„Ich freue mich sehr, diese spannende Ausstellung in Genthin zu Besuch zu haben, und kann sie jedem empfehlen! Eine erlebnisreiche Zeitreise mit spannenden Exponaten, die neugierig machen, mehr zu erfahren. Die Ausstellung verbindet moderne, anschauliche und wissenswerte Ansätze. Ich kann nur jeder Schule empfehlen, hier Unterricht "zum Anfassen" durchzuführen.“

Seit dem 25. April macht die Wanderausstellung „Energiegeschichte(n)“ in der Europaschule in der Einheitsgemeinde Gommern im Landkreis Jerichower Land Station. Wie bereits beim erfolgreichen Auftakt in Genthin war Avacon-Kommunalreferent Klaus Schmekies auch dieses Mal wieder am Eröffnungstag dabei:

„Ich bin immer wieder auf´s Neue beeindruckt, wie anschaulich und lebendig die Kollegen vom Museum für Energiegeschichte(n) den Besuchern die Energie-Historie näherbringen. Ich kann allen Energie-Interessierten den Besuch der Ausstellung wirklich nur empfehlen.“


Gommerns Bürgermeister Jens Hünerbein, der bei der Ausstellungeröffnung ebenfalls dabei war, ergänzt:

„Es ist toll, dass die Ausstellung nun bei uns zu Gast ist. Gerade die Europaschule als Ort des Lernens ist in meinen Augen als Gastgeber besonders geeignet. Hier können die Schüler, aber auch alle anderen, die sich für das Thema Energie interessieren, Energiegeschichte(n) hautnah erleben. Durch die Ausstellung ist dies nichts Abstraktes mehr, sondern wird mit Leben gefüllt.“


Die Ausstellung ist noch bis zum 15. Juni 2017 in der Europaschule in Gommern zu sehen.

Die Sonderausstellung „Energiewende(n)“ gastierte auch schon im Alten Gaswerk in Bruchhausen-Vilsen.

Holen Sie die Wanderausstellung in Ihre Kommune

Wenn auch Sie Interesse an einem Besuch der Wanderausstellung in Ihrer Kommune haben, wenden Sie sich an Ihren Kommunalreferenten.

Kommunalreferenten

Die Wanderausstellung kann in einer kommunalen Liegenschaft Ihrer Wahl gezeigt werden. Die Größe der Wanderausstellung ist flexibel und kann an die Gegebenheiten vor Ort angepasst werden – drei Exponate benötigen 25 Quadratmeter Ausstellungsfläche, sechs Exponate benötigen 35 Quadratmeter Ausstellungsfläche und neun Exponate benötigen 50 Quadratmeter Ausstellungsfläche.

Ferienangebote für Kommunen

Das Museum für Energiegeschichte(n) bietet Städten und Gemeinden auch ein buchbares Ferienprogramm. Auskünfte zu den freien Terminen, dem geeigneten Alter und der Gruppengröße sowie der Dauer und dem Ablauf der Programme erhalten Sie direkt im Museum für Energiegeschichte(n).

Weitere Informationen zum Ferienangebot

Museum für Energiegeschichte(n)

Das Museum in Hannover zeigt in seiner Dauerausstellung mit zahlreichen Originalexponaten, dass es viele Erfindungen des modernen Industriezeitalters ohne Strom und Gas nicht gegeben hätte. Es erzählt nicht nur die Geschichte, sondern eben auch Geschichten – sozialgeschichtliche Hintergründe – darüber, wie sich das Leben der Menschen verändert hat, als der Strom ins Haus kam. Genauso präsentiert es die bahnbrechenden technischen Entwicklungen aus 150 Jahren Energieanwendung.

Mehr zum Museum, inklusive einem neuen Film