Informationen zu unserer Erlösobergrenze Gas


Das Netzgebiet der Avacon AG erstreckt sich von der Nordseeküste bis Südhessen.


Als regulierte Unternehmen dürfen Betreiber von Strom- und Gasnetzen jährlich eine definierte Erlösobergrenze vereinnahmen. Die Erlösobergrenze soll die Kosten eines Netzbetreibers unter Berücksichtigung von Inflation und Effizienzvorgaben abdecken. Die Erlösobergrenze beinhaltet als wesentliche Positionen zum einen die originären Kosten des Netzbetriebs (für  Abschreibungen,  Zinsen, Personal, Material, Fremdleistungen etc.). Diese Kosten wurden durch die Regulierungsbehörde geprüft und festgestellt. Sie werden während der laufenden Regulierungsperiode in der Erlösobergrenze nicht aktualisiert. Es erfolgt eine jährliche Anpassung um die Preissteigerung und die individuelle Effizienzvorgabe. Unsere originären Kosten sind, trotz gestiegener Ausgaben so z.B. durch die Integration von Biogasanlagen oder der Umstellung von nieder- auf hochkalorisches Gas im Rahmen der Marktraumumstellung, seit Jahren weitgehend stabil. Zum anderen enthält die Erlösobergrenze die dauerhaft nicht beeinflussbaren Kostenanteile gem. § 11 Abs. 2 ARegV. Dies ist der größere Block. Hier handelt es sich um vom Netzbetreiber nicht zu beeinflussende Positionen, wie vorgelagerte Netzkosten. Diese werden als durchlaufende Posten jährlich in der Erlösobergrenze aktualisiert. Schließlich berücksichtigt die Erlösobergrenze den Erweiterungsfaktor gem. § 10 ARegV, der eine gestiegene Versorgungsaufgabe abbilden soll. Im Fall von Netzzu- oder –abgängen wird die jährliche Erlösobergrenze entsprechend angepasst.


Die von der Bundesnetzagentur ursprünglich genehmigte Erlösobergrenze 2017 der Avacon AG beträgt 179.929.235 €, hierin sind 23.542.384 € dauerhaft nicht beeinflussbare Kostenanteile enthalten. Netzbetreiber sind verpflichtet, ihre genehmigte Erlösobergrenze jährlich anzupassen, um Änderungen u.a. der dauerhaft nicht beeinflussbaren Kosten, des Erweiterungsfaktors, des Verbraucherpreisindexes sowie von Zu- oder Abschlägen zum Ausgleich des Regulierungskontos zu berücksichtigen. Die angepasste Erlösobergrenze 2017 der Avacon AG beträgt 151.016.936 €. Hierin sind 42.118.586  € dauerhaft nicht beeinflussbare Kosten enthalten. Die genehmigte Erlösobergrenze der Avacon AG weicht von der angepassten Erlösobergrenze ab, weil zwischenzeitlich ein Netzteil der Avacon AG in eine neue Netzgesellschaft überführt wurde. Die Erlösobergrenze berücksichtigt zudem die individuelle Effizienz des Netzbetreibers. Sogenannte ineffiziente Kosten werden über einen Zeitraum von fünf Jahren auf Null abgeschmolzen. Für die Avacon AG wurde durch die Bundesnetzagentur für die aktuelle Regulierungsperiode ein Effizienzwert von 100% festgestellt.
 

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht gem. § 31 ARegV auf ihrer Homepage Informationen, die Grundlage der Bestimmung der Erlösobergrenze und damit der Netzentgeltbildung der von ihr regulierten Netzbetreiber sind. Siehe hierzu www.bundesnetzagentur.de/netzentgelttransparenz.