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Smartes Zuhause

Ob Elektroauto, die Photovoltaik-Anlage auf dem eigenen Dach, der Batteriespeicher im Keller, moderne Klimatechnologie und Smart Meter – in den 32 e-Home Haushalten in zwei Ortsnetzen kamen die Technologien zum Einsatz, die sich in den nächsten Jahren wahrscheinlich weiter verbreiten werden.
Das Besondere: Wir untersuchten die einzelnen Zukunftstechnologien nicht für sich, sondern in ihrem Zusammenspiel.

 

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„Durch das e-Home Energieprojekt 2020 sind wir Teil einer innovativen Modellregion: Das Elektroauto vor der Tür, die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und die Klimaanlage, meist gespeist mit der selbst produzierten Energie aus der Sonne – das ist für die e-Home Teilnehmer bereits heute gelebter Alltag. Wir sind stolz, dass wir in Weyhe unseren Teil zu diesen Forschungsergebnissen beitragen konnten.“


Dr. Andreas Bovenschulte, Bürgermeister der Gemeinde Weyhe
  

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Um das Stromnetz der Zukunft möglichst realitätsnah zu simulieren, wurden für das e-Home Energieprojekt 2020 geeignete Modellregionen gesucht. Optimale infrastrukturelle, netztechnische und soziodemografische Voraussetzungen boten die Kommunen Stuhr und Weyhe im Landkreis Diepholz. Sie sind typisch für das ländlich geprägte Verteilnetzgebiet der Avacon.

Das technische Herzstück des e-Home Energieprojekts 2020 und der beiden Ortsnetze in Stuhr und Weyhe bildete jeweils ein regelbarer Ortsnetztransformator (rOnt), an dessen Entwicklung Avacon maßgeblich mitgewirkt hat.  Durch seinen Einsatz können die Kapazitäten in den Verteilnetzen schnell und einfach erhöht werden – ein wesentlicher Vorteil im Gegensatz zu meist aufwändigen und teuren Baumaßnahmen zur Netzverstärkung.

Die Zukunft fährt elektrisch

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Der Nissan Leaf wurde ab 2014 zum Testfahrzeug.

Zurzeit bewegt sich einiges in Deutschland, was das Thema Elektromobilität anbelangt. Die e-Home Teilnehmer waren schon früher dran, denn natürlich haben wir die Nutzung von Elektroautos auch im e-Home Energieprojekt 2020 unter die Lupe genommen. In einem Langzeittest haben die teilnehmenden Haushalte gute Erfahrungen damit gemacht. In der ersten Projekthälfte fuhren sie zunächst einen Peugeot iOn. 2014 erhielten sie mit dem Nissan Leaf ein E-Auto der nächsten Generation, das größer und moderner ausgestattet war und eine höhere Reichweite erzielte.

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„Ich freue mich, dass unsere Gemeinde daran teilhaben durfte, die Energieversorgung der Zukunft mitzugestalten. Die Bürger, die am e-Home Energieprojekt 2020 teilgenommen haben, konnten sich sehr damit identifizieren und machten das Projekt allein durch den täglichen Einsatz der Elektroautos auch in Stuhr sichtbar.“


Niels Thomsen, Bürgermeister der Gemeinde Stuhr

Ergebnisse und zukünftige Aufgaben

Das e-Home Energieprojekt 2020 hat gezeigt, dass eine zunehmend dezentrale Stromerzeugung neue Anforderungen an unsere Stromnetze stellt: Energie fließt nicht mehr nur vom Erzeuger zum Verbraucher, sondern wird zunehmend bidirektional transportiert. Durch die dezentrale Energieerzeugung werden Energienetze langfristig nicht überflüssig, wie manchmal falsch vermutet wird. Das Gegenteil ist der Fall: Die zu transportierenden Energiemengen werden weiter steigen und mit ihnen die Bedeutung unserer Netze.

Die e-Home Haushalte haben erfolgreich neue Technologien wie Elektroautos und Batteriespeicher in den Alltag integriert. Besonders die klimafreundliche Kombination aus Elektroauto, aufgeladen mit Strom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage, begeisterte die Projektteilnehmer. Dass diese durch das neue Nutzerverhalten entstandenen Anforderungen für unsere Stromnetze keine Schwierigkeiten bereiten, hat das e-Home Energieprojekt 2020 gezeigt. Dafür sorgte der intelligente Einsatz des regelbaren Ortsnetztransformators. Durch ihn erhöhen sich die Kapazitäten in den Stromnetzen und das sogar meist ohne kostenintensiven konventionellen Netzausbau. Eine gute Alternative, um unsere Netze fit für die Zukunft und bereit für neue Technologien zu machen.

Abschlussveranstaltung des e-Home Energieprojekts 2020 – Impressionen