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Steffi Trittel ist Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde Hohe Börde nordwestlich von Magdeburg. Anfang 2017 wurde dort ein intelligentes Messsystem installiert.

Was war für Sie ausschlaggebend, am Avacon-Pilotprojekt teilzunehmen?

Wir als Gemeinde möchten Echtzeit-Einblicke in unseren Energieverbrauch bekommen. Dieses Wissen ist der erste Schritt, dass wir zukünftig Energie – und somit Kosten und CO2-Emissionen – einsparen können: Was sind unsere größten Stromfresser? Wird etwa unnötigerweise das Flutlicht eingeschaltet? Ist im Sommer irgendwo noch eine Heizung an? Brennt in gerade nicht genutzten Räumen Licht? Diese Einblicke ermöglichen uns die intelligenten Energiemesssysteme, die im Rahmen des Pilotprojekts eingebaut werden. Vor etwa einem Jahr wurde das Projekt auf einem Kommunalen Dialog bei Avacon vorgestellt, und ich habe Kommunalreferent Thomas Braumann angesprochen, dass wir gerne am EniM-Projekt teilnehmen würden. Im Dezember und Januar hat Avacon dann die ersten intelligenten Zähler bei uns installiert.

Was versprechen Sie sich vom Einsatz der intelligenten Zähler?

In unserem Klimaschutz-Teilkonzept haben wir bereits die bauliche Situation beleuchtet. Der Einsatz von Smart Meter-Technologie ermöglicht nun, das Nutzerverhalten transparent zu machen. Auf diese Weise werden wir alle angeregt, Verantwortung zu übernehmen. Dadurch erhoffen wir uns für die Gemeinde einerseits wirtschaftliche Einspareffekte, andererseits aber auch einen Impuls zum kommunalen Klimaschutz.

Auf diesen legen wir viel Wert: Die Gemeinde Hohe Börde hat parallel zum Pilotprojekt mit Avacon eine Kooperation zur Entwicklung eines energetischen Managementsystems beschlossen. Dort wird die hohe Datenqualität, die wir von den Smart Meter-Zählern erwarten, in strategische Entwicklungen für die Gemeindegebäude umgesetzt. Zudem wird auch von der Regierung der Einbau intelligenter Messsysteme gefordert.

Haben Sie schon erste Einblicke bekommen? Und: Wie sieht die Zusammenarbeit mit Avacon aus?

Für erste Einblicke ist die Zeit noch zu kurz. Wir haben bisher zwei intelligente Zähler eingebaut. In diesen Wochen werden 69 weitere verbaut. Insgesamt werden am Ende 81 Messsysteme installiert sein, die im Viertelstundentakt Daten an Avacon liefern. Wir können diese natürlich auch selbst einsehen – und dementsprechend Maßnahmen ergreifen.

Die Gemeinde und Avacon arbeiten schon einige Jahre erfolgreich und auf Augenhöhe zusammen. Wir verlassen uns hier auf die jahrzehntelange Erfahrung und das qualifizierte Personal des Netzbetreibers. Das funktioniert gut. Unsere EniM-Arbeitsgruppe in der Gemeinde arbeitet eigenständig und auf kurzem Dienstweg mit dem Projekt-Team von Avacon zusammen.

Pilotprojekt „EniM“

Avacon bereitet sich auf die Energiezukunft vor: In dem Pilotprojekt „EniM“ (Einbau intelligenter Messsysteme) tauscht der Netzbetreiber bei mehr als 500 Kunden in der Region Oschersleben und Schöningen alte konventionelle Zähler gegen neue intelligente Messsysteme.

Wie die neuen intelligenten Messsysteme genau funktionieren und welche Vorteile die schlauen Zähler bieten, erfahren Sie hier.