Der Wettbewerb Jugend forscht ist der größte europäische Jugendwettbewerb im Bereich Naturwissenschaften und Technik, der Leistungen und Begabungen in diesen Bereichen besonders fördert. Der vom damaligen Stern-Chefredakteur Henri Nannen initiierte Wettbewerb wird im Jahr 2017 zum 52. Mal ausgetragen. Veranstalter des alljährlich stattfindenden Wettbewerbs Jugend forscht ist die Stiftung Jugend forscht e.V., die Ausrichtung der einzelnen Regional- und Landeswettbewerbe erfolgt zusammen mit Patenunternehmen.

Avacon engagiert sich dafür, dass junge Talente ihre Energie frei entfalten können. Als eines von bundesweit 250 Patenunternehmen unterstützt Avacon daher den Landeswettbewerb Jugend forscht und Schüler experimentieren in Sachsen-Anhalt.

Sieger des Landeswettbewerbes Jugend forscht und Schüler experimentieren in Magdeburg gekürt

Unter dem Motto „Zukunft – ich gestalte sie“ führte Avacon als Gastgeber den Landeswettbewerb Jugend forscht und Schüler experimentieren in Sachsen-Anhalt durch. Die Sieger wurden am 29. und 30. März im Magdeburger Fraunhofer Institut gekürt. Insgesamt 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellten beim Finale ihre insgesamt 40 Forschungsprojekte vor.

Das Spektrum der eingereichten Forschungsprojekte und Fachrichtungen war breit: Die Fachgebiete reichten von Arbeitswelt über Biologie, Chemie und Physik bis hin zu Mathematik/Informatik und Technik.

„Wir sind begeistert, wie kreativ die jungen Nachwuchsforscher in diesem Jahr waren. Es ist spannend zu sehen, auf welche tollen Ideen sie kommen. Da war es gar nicht so leicht, sich für einen Gewinner zu entscheiden“, so Marco Sobirey vom Avacon-Kommunalmanagement, der als Jurymitglied die eingereichten Projekte im Bereich Technik beurteilte. „Wir gratulieren den Gewinnern und bedanken uns bei allen Teilnehmern“, ergänzt Christian Michalke vom Avacon-Kommunalmanagement, der ebenfalls in der Jury saß und die Projektbeiträge im Fachgebiet Physik bewertete.

Am Ende konnten sich zehn Jungforscher gegen die Konkurrenz durchsetzen und für das große Bundesfinale qualifizieren. Die Sieger stammen unter anderem aus Osterburg und Magdeburg.

Das Bundesfinale des 52. Jugend forscht-Wettbewerbs findet vom 25. bis 28. Mai 2017 in Erlangen statt.

Sieger Sparte Jugend forscht 2017

Aus Halle (Saale) stammen die beiden Sieger der Kategorie Technik. Benedikt Fassian (15) und Fabian Schmidtchen (17), beide Schüler des Elisabeth-Gymnasiums, konstruierten eine Anlage zur Überwinterung von Schildkröten. Die vollautomatische Winterschlafbox lässt sich per App steuern und bietet den Tieren ideale Voraussetzungen, um gut durch den Winter zu kommen. Das innovative System „SmartTurtleCooling“ hält die Temperatur konstant und ermöglicht die Überwachung mithilfe einer Kamera sowie einer App. Obendrein gibt es auch noch nützliche Tipps zur richtigen Pflege.

Im Fachbereich Physik überzeugte Julius Vincent Grams aus Osterburg die Jury. Der 17-Jährige vom Markgraf-Albrecht-Gymnasium baute eine Nebelkammer, mit der sich radioaktive Strahlung nachweisen lässt. An seiner Schule kommt die Nebelkammer bereits im Unterricht zum Einsatz.

Den ersten Platz im Fachgebiet Mathematik/Informatik sicherten sich die beiden 18-Jährigen Marcel Ullrich vom Georg-Cantor-Gymnasium in Halle (Saale) und Christopher Pfeiffer von der Universität Leipzig. Ihr selbst programmierter Zufallszahlengenerator nutzt Quanteneffekte, um echte Zufallszahlen zu erzeugen und ist im Internet frei nutzbar.

Im Fachbereich Chemie konnte sich der 17-jährige Jonas Winkler (17) vom ABI Lab des Technologie- und Gründerzentrums Bitterfeld-Wolfen GmbH durchsetzen. Er überzeugte die Jury, indem er Cellulose mit Strukturen im Nanometerbereich mit einfachen technischen Mitteln herstellte. Diese sogenannte Nanocellulose eignet sich besonders für die Verwendung in Hochleistungsmaterialien, da sie eine hohe mechanische Stabilität und eine geringe Dichte aufweist.

Sieger in der Kategorie Biologie wurden Christoph Griehl von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und Lorenz Pfordte von der Hochschule Anhalt in Köthen. Die beiden 19-jährigen Studenten befassten sich mit der Bildung von bioabbaubaren Kunststoffen in Bakterien (PHA). Gemeinsam entwickelten sie ein neuartiges Messgerät, das die PHA direkt im Entstehungsprozess bestimmen kann. Eine Erfindung mit Potential: Denn Verfahren zur Herstellung von Bioplastik könnten damit in Zukunft verbessert werden.

Der 21-jährige Georg Lewald von der Schweißtechnischen Lehr- und Versuchsanstalt Halle GmbH in Halle (Saale) überzeugte die Jury mit seiner Konstruktion einer höhen- und längenverstellbaren Führungshilfe für Bandsägen. Sie lässt sich an verschiedene Anforderungen anpassen und stellt einen exakten Zuschnitt der Werkstücke sicher.

Überall wo starker elektrischer Strom fließt, ist die Arbeitssicherheit von hoher Bedeutung. Ein wesentliches Element spielen dabei FI-Schutzschalter. Justus Vaerst hat in seinem Projekt „Spröde sein ist lebensgefährlich“ eindrucksvoll bewiesen, wie ein junger Forscher aus eigener Motivation heraus den Herstellungsprozess und damit die Betriebssicherheit amorpher Bänder, als zentrale Bestandteile der FI-Schutzschalter, verbessern kann.

Sieger des Landeswettbewerbes Jugend forscht und Schüler experimentieren in Magdeburg gekürt

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Die Sieger des Landeswettbewerbes Sachsen-Anhalt

Einen bundesweiten Anmelderekord beim naturwissenschaftlich-technischen Wettbewerb Jugend forscht und Schüler experimentieren, zeigt, dass Naturwissenschaften, Mathematik und Technik heute stärker im Fokus stehen. Auch Avacon ist seit über 20 Jahren als Patenunternehmen dabei. Den Landeswettbewerb in Sachsen-Anhalt unterstützt das Unternehmen seit 2008.

Am 6. und 7. April stellten die Sieger der drei Regionalwettbewerbe in Sachsen-Anhalt ihre Arbeiten einer Jury und der Öffentlichkeit vor. Am Veranstaltungsort, dem VDCT des Fraunhofer IFF im Magdeburger Wissenschaftshafen, gab es an beiden Tagen viel zu sehen – nicht nur wissenschaftliche Themen, sondern auch für den Alltag interessante Dinge.
Insgesamt hatten sich in diesem Jahr bei den drei Regionalwettbewerben in Greppin, Halle und Stendal 64 Teilnehmer mit 38 Projekten für das Landesfinale qualifiziert. Sie starteten in sieben Fachgebieten, Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik, und zwei Alterssparten.

Verbunden mit dem 1. Platz sind die Fahrkarte nach Paderborn und damit die Teilnahme am Bundeswettbewerb vom 26. bis 29. Mai.

Sieger Sparte Jugend forscht 2016

Nicht vergeben.

 

 

Nicht bloß die alte Leier - Was uns das Licht der Vega alles verrät

Hannes Keppler (17 Jahre)

Das Projekt behandelt die spektroskopische Untersuchung des Sterns Vega. Die Spektren wurden an der Universitätssternwarte in Großschwabhausen aufgenommen und decken den Bereich von ca. 3 Jahren ab.

Das Projekt stellt die Spektroskopie als eine der wichtigsten Methoden der modernen Astronomie vor und zeigt am Beispiel Vega, welche Fülle an Informationen und welche Genauigkeit aus vergleichsweise wenig Daten gewonnen werden kann.

ViDaTino - Eine flexible Multiplattform - Visulaisierung von Messdaten

Clara Jung (18 Jahre)

Die Arduinoplattform ist eine Grundlage für viele experiementelle Aufbauten in der Technik. Während bereits eine Vielzahl von Sensoren und Aktoren über Open Source Software an diese Plattform gekoppelt werden können, fehlt es noch an grafischen Benutzerschnittstellen im Open Source Bereich. Aufgabe des Projektes soll deshalb sein, eine kiompakte grafische Benutzerschnittstelle zu erstellen, welche vollständsig über die serielle Schnittstelle von einem Arduino konfiguriert und gesteuert werden kann. Dabei soll eine eigene Kommandosprache für die Erstellung von Formularobjekten, wie z.B. Diagrammen, entwickelt werden. Ziel ist es, eine einfache oder anspruchsvolle Oberfläche für Messdaten von Arduinoprojekten über Quelltext des Aeduinos aufbauen und steuern zu können.

Kupferschieferhalden - nur schwarze Montanlandschaft oder auch grüner Naturpak?

Corinna Specht (17 Jahre)

Die Kupfervorkommen in der Region um Hettstedt, im Mansfelder Land, nordwestlich von Halle (Saale) prägten die regionale Entwicklung dieser Region. Landschaft und Umwelt wurden nachhaltig verändert.

Nur wenige Pflanzen  vertragen verseuchte Böden. Auf den Abraumhalden haben sich seltene Pflanzengesellschaften angesiedelt. Die Erhaltung des Lebensraumtyps Schwermetallrasen ist auf den Halden durch zunehmende Verbuschung bedroht. Deshalb ist die Pflege solch einer wertvollen Gruppe von verschiedenen Pflanzen, die ähnliche Ansprüche an Klima und Bodenbeschaffenheit stellen, sehr wichtig. Im Projekt wurden Möglichkeiten der Bodenentwicklung mit verschiedenen Materialien, u.a. Porphyrfüller, und die Vegetation auf Probeflächen untersucht.

Herstellung von Silber-Nanodrähten und deren Verwendung für transparente, leitende Beschichtungen

Benedikt Pintat (19 Jahre)

Kommerzielle Beschichtungen weisen einige Nachteile auf, denn bekannte ITO-Beschichtungen sind sehr spröde und verursachen einen hohen Kostenaufwand. Daher ist es das Ziel, eine alternative Beschichtung zu entwickeln, die in ihren Eigenschaften und im Herstellungsaufwand die bisherigen Verfahren übertrifft.Nanopartikel weisen dafür die richtigen Grundeigenschaften auf. Jedoch muss dafür ein geeigneter Stoff gefunden und funktionalisiert werden, um eine bessere Beschichtung realisieren zu können.

Es ist mir gelungen, sogenannte Silber-Nanodrähte zu synthetisieren. Diese weisen ein sehr hohes Verhältnis von Leitfähigkeit zu Transparenz auf und lassen sich um ein vielfaches kostengünstiger herstellen.

Ölbildenden Mikroorganismen auf der Spur

Christoph Griehl (18 Jahre), Bogdan Sergyeyev (18 Jahre)

In einigen Jahrzehnten versiegen unsere Erdölquellen, die die Grundlage für die Herstellung von Kraftstoffen, Kunststoffen, Textilien, Kosmetika, Medikamenten und Chemikalien bilden. Alternative Ölquellen sind Pflanzen wie Raps, die in Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion stehen. Aber auch Mikroalgen können bis zu 70 Prozent Öl in ihren Zellen speichern. In der Natur gibt es schätzungsweise 500.000 Algenarten, allerdings sind davon nur wenige Arten untersucht. Um dieses Potential zu nutzen, ist es wichtig, die geeigneten ölbildenden Algenarten schnell zu finden. Im Projekt wurde versucht, mit Hilfe des Fluoreszenz-Farbstoffes Nilrot ölbildende Algen in der Natur aufzuspüren und eine schnelle Methode zur Bestimmung der Algenöle zu entwickeln.

VITAQUA - Wasser ist Leben

Annelie Dörheit (16 Jahre), Melissa Sophie Kannewurf (17 Jahre), Lia Antonia Söder (17 Jahre)

Für die Bevölkerung der westlichen Länder ist es fast selbstverständlich, auf ausreichend frisches Trink- bzw. Süßwasser zurückgreifen zu können. Viel zu viel der kostbaren Ressource wird verbraucht. Allerdings ist der Vorrat an Trinkwasser begrenzt, so dass es besonders für die nachkommenden Generationen wichtig ist, nachhaltig damit umzugehen. Die Bevölkerung in anderen Ländern hat bereits heute große Trankwasserversorgungsprobleme, es ist zu befürchten, dass die Wasserknappheit zukünftig Europa erreichen wird. Wir überlegten uns, wie wir auf dieses Probem aufmerksam machen können. Unsere Idee war es, schon bei der jüngsten Generation damit anzufangen. Deshalb haben wir ein Lernspiel zur Aufklärung entwickelt.

Sieger Sparte Schüler experimentieren 2016

Schicke Energiesparer oder teure Spritfresser?

Rene Gorges (14 Jahre), Cosmo Wenzlau (14 Jahre), Leon Wendland (12 Jahre)

Unser Ziel ist es, eine Versuchsanordnung zu entwerfen, mit der man den Energieverbrauch von Kraftfahrzeugfelgen untersuchen kann. Hierbei sollen speziell Stahlfelgen mit verschiedenen Radkappen und Aluminiumfelgen verglichen werden. Die Versuchsanordnung soll anschließend von uns aufgebaut werden. In verschiedenen Testreihen werden wir dann die Untersuchungen durchführen. Dabei betrachten wir den Energieaufwand bei der Anlaufbeschleunigung und bei einer konstanten realistischen Drehzahl der Felgen.

Mama, wann gibt's Essen? Zusammenhang zwischen Topfqualität und Art der Heizplatte beim Erwärmen von Wasser

Hannah Noemi Schadewald (14 Jahre)

Mit den vorliegenden Experimenten wurde der Zusammenhang zwischen Topfqualität und Art der Heizplatte beim Erwärmen von Wasser untersucht. Dazu wurden fünf verschiedene Topfqualitäten, die sich zum Teil auch noch im Aufbau des Bodens und der From unterschieden, und drei verschiedene Heizplatten gewählt. Mit der zusätzlichen Variation der Wassermenge wurden über 90 Versuche durchgeführt. Aus den Untersuchungen ergaben sich interessante und aufschlussreiche Erkenntnisse und Aussagen zum Zusammenhang zwischen Topfqualität und Art der Beheizung beim Kochen von Wasser.

Akkordtrainer

Malte Wischer (12 Jahre), Benno Gerber (14 Jahre)

Unsere Idee war es ein Gerät zu bauen, das Gitarrenschülern hilft, ihr Instrument leichter zu erlernen. Wir arbeiten an einer modifizierten Gitarre, deren Saiten und Bunde verdrahtet sind. Haben eine Seite und ein Bundsteg Kontakt, wird das durch Arduino-Microcontroller ausgewertet. Neben der praktischen Anwendung interessiert uns eine möglichst effiziente Lösung bei der Arduino-Programmierung, weil eine große Anzahl von Abfragen notwendig ist, um die komplette Griff-Matrix auszuwerten und die Ergebnisse dann in Form von LEDs bzw. einer 7-Segment-Anzeige darzustellen.

Nicht vergeben.

Kohlenhydrate - Konzentration

Vincent Lankers (12 Jahre), Charline Möske (12 Jahre)

Wir wollen überprüfen, welche Auswirkungen verschiedene Zuckerarten (Einfachzucker/Vielfachzucker) auf unsere Konzentration haben. Dazu werden wir unsere Klasse in 2 Gruppen einteilen. Eine Gruppe bekommt ein Frühstück mit Einfachzucker und ein 2. Gruppe bekommt ein Frühstück mit Vielfachzucker. Dann werden die zwei Gruppen einen Konzentrationstest lösen und nach 90 Minuten einen 2. Test. Beide Ergebnisse wollen wir miteinender vergleichen, um dann eine Aussage zu treffen.

Das Toilettenpapier - Ein tägliches Muss, das man oft vergisst

Sophia Jäger (12 Jahre), Johanna Marie Köhler (11 Jahre), Deborah Händel (12 Jahre)

Wir untersuchen, ob das Toilettenpapier hält, was es verspricht. Wir untersuchen die Länge und die Festigkeit. Des Weiteren möchten wir herausfinden, wieviel Wasser das Toilettenpapier aufnimmt, und nach welcher Zeit es sich im Wasser zersetzt. Alle diese Experimente führen wir mit unterschiedlich lagigem Toilettenpapier durch.