Zu unserem Netzgebiet zählen zahlreiche schützenswerte Lebensräume. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, diese durch spezielle Vogelschutzmaßnahmen zu erhalten. Seit vielen Jahren stimmen wir uns mit Vogel- und Naturschutzverbänden ab und führen entsprechend der gesetzlichen Vorgaben Schutzmaßnahmen an Freileitungen durch, die sich in der Nähe von Natur- und Landschaftsschutzgebieten, Brut-Arealen und bevorzugten Flugrouten befinden. „Wir bei Avacon kümmern uns um den Schutz der Vögel“, so Wolfgang Dee, Netz-Experte von Avacon. „Wir planen den Leitungsbau in größtmöglichem Einklang mit Natur und Umwelt.“

Insgesamt investieren wir mehr als vier Millionen Euro in Vogelschutzmaßnahmen an unseren Hoch- und Mittelspannungsleitungen. Dazu gehören die Montage von Nisthilfen oder das Anbringen von Schutzkappen und Sitzstangen in ausreichendem Abstand zu spannungsführenden Teilen.

Nisthilfen fördern Ansiedlung von Fischadlern

Gerade große Vogelarten wie Fischadler benötigen einen ausreichend hohen Brutplatz, um mit ihrer Flügelspannweite von über einem Meter problemlos das Nest zu erreichen. Bevorzugt bauen sie deshalb ihre Nester auf Strommasten, die dafür aber oft nicht die optimale Unterlage bieten.

Mit dem Aufbau der Nisthilfen leistet die Avacon AG einen wertvollen Beitrag zur Sicherung des Fischadlerbestandes in unserer Region und vermeidet gleichzeitig wilden Horstbau in den Masten. Angebracht werden die Nisthilfen auf den Strommasten in sicherem Abstand zu den elektrischen Teilen. Dadurch vermindern wir die Verletzungsgefahr für die Vögel und die Gefahr von Kurzschlüssen auf der Leitung durch herunterhängende Äste. Mit den Nisthilfen finden die Vögel auf den Strommasten eine ideale Unterlage für den Nestbau. Waren die Fischadler in Sachsen-Anhalt nahezu ausgerottet, so haben sich erfreulich viele Exemplare dieser großen Greifvögel im Norden Sachsen-Anhalts neu angesiedelt.

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Ausgediente Strommaste kommen gut an

Nördlich von Nienburg stattet die Avacon AG ausgediente Strommasten mit Nestunterlagen für Störche aus. Ohne Nestunterlage hätte das Nest zu wenig Auflagefläche zum Brüten und würde früher oder später herunterfallen. Ab und zu kommt es vor, dass vorhandene wilde Nester auf stabile Masten umgesiedelt werden müssen. Das Nest für Storch und Co. zieht dann einige Meter weiter auf den sicheren Platz und ist bereit, die zurückkehrenden Vögel aufzunehmen.

Von etwa 40 Nestern im Aller-Leine-Tal befinden sich 25 Nester auf Masten. Diese werden regelmäßig zu etwa 70 Prozent von den Störchen für die Brut genutzt.

Sicherer Flug durch das Avacon-Verteilnetzgebiet

Durch das Verteilnetzgebiet von Avacon führen mehrere Vogelflugrouten. Uns ist es wichtig, dass sich die Zugvögel hier frei und vor allem sicher bewegen können. Daher werden in unserem Auftrag Vogelschutzarmaturen (Warnbaken) am Erdseil von Hochspannungsleitungen montiert. Dabei handelt es sich um eine Art Zebrastreifen aus Kunststoff, die so auffällig sind, dass sie von vorbeiziehenden Vögeln schon von weitem als Hindernis wahrgenommen und daher umflogen werden – wodurch das Verletzungsrisiko erheblich verringert wird. Um die Vögel zu schützen, nehmen die Monteure einiges auf sich: Denn die Warnbarken werden in gut 30 Metern Höhe an den 110-Kilovolt-Leitungen angebracht, was einen spektakulären Einsatz mit dem Helikopter erfordert.

Sehen Sie selbst!

Unterstützung für Vogelschutzinitiativen

Als Netzbetreiber wollen wir nicht nur durch unsere Vogelschutzmaßnahmen etwas für den Erhalt des Artenbestands tun. Uns ist es wichtig, auch die Arbeit der vor Ort ansässigen Vogelschutzinitiativen nach Kräften zu unterstützen.

So wie den Storchenhof Loburg in der Stadt Möckern. Bereits seit mehreren Jahren liegt uns die Unterstützung des Storchenhofes am Herzen. Hier kümmert sich Dr. Christoph Kaatz, der den Storchenhof gemeinsam mit seinem Sohn Dr. Michael Kaatz als Geschäftsführer leitet, um verletzte Vögel, wildert sie wieder aus und forscht zum Brutverhalten.

Mehr über die Arbeit des Storchenhofes Loburg und das Anbringen von Nisthilfen erfahren Sie in unserem Film.