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Kommunaler Dialog

© Joachim Lührs / JOPRI-Foto

Vorträge von Experten, Diskussionen mit Fachvertretern, Erfahrungsaustausch mit anderen Gästen – bei der Veranstaltungsreihe „Kommunaler Dialog“ von Avacon nutzten auch 2018 wieder zahlreiche haupt- und ehrenamtliche Bürgermeister sowie Landräte die Gelegenheit zum Austausch abseits des Tagesgeschäfts. Im Fokus standen dabei Wetterextreme und Klimawandel, aktuelle Themen von Avacon, wie z.B. innovative Quartiers- und Mieterstromkonzepte, der Energiewendemonitor oder das Projekt „Region 2040“.

Zum Start der Veranstaltungsreihe im Mai waren die kommunalen Vertreter aus Sachsen-Anhalt nach Magdeburg eingeladen geworden. Im Sommer kamen dann die Bürgermeister und Landräte der Landkreise Helmstedt, Wolfenbüttel, Goslar sowie Harz in Börßum in der Samtgemeinde Oderwald zusammen. In Adendorf trafen sich die Vertreter der Landkreise Lüneburg und Lüchow-Dannenberg und in Laatzen tauschten sich die Gäste der Region Hannover sowie aus den Landkreisen Peine, Gifhorn, Schaumburg, Hameln-Pyrmont, Nordheim, Hildesheim, Holzminden aus. Eine weitere Veranstaltung für die Landkreise Diepholz und Nienburg findet am 22. Oktober 2018 in Marklohe statt.

Für 2019 ist eine Fortsetzung des Formates mit neuen Themen geplant.

Rückblick auf die Reihe „Kommunaler Dialog“ 2018

Klimawandel als Herausforderung für Kommunen

Externe Referenten waren in diesem Jahr einer der beiden Diplom-Meteorologen und ARD-Moderatoren Sven Plöger oder Karsten Schwanke. Sie gingen in ihren Vorträgen der Frage nach, ob extreme Wetterlagen ein Zeichen des Klimawandels sind und was dies für Kommunen bedeutet. Ein Thema, was in diesem langen, heißen und trockenen Sommer die Zuhörer besonders beschäftigte.

Karsten Schwanke (© Foto Seven)

Karsten Schwanke brachte den Gästen das Thema zum Auftakt der Kommunalen Dialoge in Magdeburg sowie beim Termin in Adendorf anschaulich nahe. Er zeigte auf, wie extreme Wetterphänomene wie Trogwetterlagen (Dauerregen), Hitzewellen, schwere Gewitter, Tornados und tropische Wirbelstürme immer mehr zunehmen. Allerdings habe es diese auch zu früheren Zeiten gegeben. Durch die starke Vernetzung mit Smartphones würden diese heute nur nicht mehr ausschließlich lokal wahrgenommen, sondern als Nachrichten in die Welt verbreitet. Schwanke erläuterte die Wichtigkeit, dem Klimawandel entgegenzuwirken. Dafür sei die Energiewende essentiell – und machbar. Allein die Energiemenge, die täglich durch Sonnenstrahlung unsere Erde erreiche, sei höher als der gesamte Jahres-Energiebedarf der Menschheit.

Diplom-Meteorologe Sven Plöger (© Joachim Lührs / JOPRI-Foto)

Beim kommunalen Dialogen in Börßum, Laatzen und Marklohe begeisterte Sven Plöger die kommunalen Vertreter mit seinen mit Humor gewürzten Ausführungen. Der Diplom-Meteorologe zeigte auf, wie durch die Erderwärmung das arktische Eis immer mehr abschmilzt. Die sinkenden Temperaturunterschiede zwischen Äquator und Polen wiederum führten zu langanhaltenden Extremwetterlagen. Nur eine Begrenzung des weltweiten Temperaturanstiegs könne dem Klimawandel und damit zunehmenden Wetterextremen entgegenwirken. Als ein Mittel dazu sprach sich Plöger dafür aus, verstärkt Solaranlagen am Boden zu errichten. Dies stoße nicht nur auf verhältnismäßig wenig Widerstand aus der Bevölkerung. Für Landwirte böte das auch ganz neue Perspektiven, Geld zu verdienen.

Sven Plöger im Interview

Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der kommunal.info auch unser Interview mit Sven Plöger zum Klimawandel und der Frage, wie Kommunen für Wetterextreme vorsorgen können. 

Avacon auf dem Weg in die Energiezukunft

Dr. Stephan Tenge, Kommunal- und Technikvorstand der Avacon AG (© Joachim Lührs / JOPRI-Foto)

Avacon-Vorstand Dr. Stephan Tenge ging in seinem Vortrag aus Sicht eines Netzbetreibers auf den Koalitionsvertrag der Bundesregierung ein:

So liege ein Fokus auf den Verteilnetzen als zentralem Element der Energiewende und den hierzu notwendigen Investitionen in Netzausbau und -entwicklung. Die Verteilnetzbetreiber (wie Avacon) nähmen eine Schlüsselposition bei der Sektorenkopplung ein. Die Förderung energiewirtschaftlicher Technologien werde verstärkt und die Auswirkungen auf die Netzinfrastruktur bewertet, so Tenge. Wichtig beim Ausbau erneuerbarer Energien werde sein, dass das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) weiterentwickelt werde, der Ausbau kosteneffizient erfolge und vor allen Dingen mit dem Netzausbau synchronisiert werde.

Anschließend zeigte er auf, wie der Anteil Erneuerbarer Energien im Netzgebiet von Avacon immer weiter zunimmt. Seit 2000 hat sich die Erzeugungskapazität bis heute mehr als verzehnfacht. Mehr Informationen dazu finden Sie auch im Avacon Erneuerbare-Energien-Report 2017/18.

„Unser Energiesystem wird zunehmend dezentral – verlässliche Partnerschaften auf Augenhöhe vor Ort sind ein Schlüssel für das Gelingen der Energiewende.“

Dr. Stephan Tenge, Kommunal- und Technikvorstand der Avacon AG

Quartierskonzepte – eine Chance für die Energiewende

Dr. Andreas Klesse, Geschäftsführer Avacon Natur GmbH (© Joachim Lührs / JOPRI-Foto)

Wie die Avacon Natur GmbH die Energiewende gemeinsam mit den Kommunen gestalten will, zeigte in einem Vortrag deren Geschäftsführer Andreas Klesse auf. Eine besondere Bedeutung kommt dabei modernen Quartierskonzepten zu, die auf eine Vernetzung von Energie und Mobilität setzen. Notwendig dafür sei ein Umdenken bei Sanierung und Neubau, so Klesse. Denn die Grundlage für Quartierskonzepte ist ein energetisches Gesamtkonzept und die digitale Steuerung integrierter Energiesysteme. Großes Einsparpotenzial böte vor allem die Nutzung von Synergien im Bereich Wärmeversorgung.

„Die zukünftige Energieversorgung wird grün, dezentral, kleinteilig und ist geprägt durch ‚Prosumer’.“

Andreas Klesse, Geschäftsführer Avacon Natur GmbH

Profitieren könnten von Quartierskonzepten nicht nur Mieter durch geringe Nebenkosten und Investoren durch niedrige Baukosten. Besonders für Kommunen selbst sei das Modell interessant, weil sie so attraktiven Wohnraum schaffen und zum Erreichen der Klimaschutzziele beitragen. Klesse hob auch die Fördermöglichkeiten hervor. So fördert beispielsweise die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Kosten, die in Quartieren zur Verbesserung der Energieeffizienz beitragen. Außerdem stehen mit dem neuen Mieterstromgesetz Kommunen attraktive Hilfen für Quartierskonzepte zur Verfügung. 

Mieterstrom ist ein zentraler Baustein für die Energieversorgung von Quartieren. Durch die Vermarktung des vor Ort erzeugten Stroms erhalten die Anwohner einen attraktiven, stabilen Preis für die ökologisch und unabhängig gewonnene Energie. So steigern Kommunen durch Mieterstrom auch ihre Wohnattraktivität.

Als innovatives Beispiel wurde die Stadt Salzwedel im Altmarkkreis Salzwedel aufgeführt, wo Avacon Natur bereits mehrere Projekte realisiert hat. So werden im Friedensring seit 2015 vier Wohngebäude mit je 40 Wohneinheiten durch insgesamt vier Blockheizkraftwerke (BHKW) mit Wärme und Strom versorgt. Diese sind in ansprechend gestalteten Betongaragen untergebracht und decken 2018 mehr als 60 Prozent des Bedarfs. 

Mieterstrom

Sie interessieren sich auch für ein Mieterstrommodell für Ihre Wohnanlagen? Wir erläutern Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch, unter welchen Voraussetzungen sich auch für Sie und Ihre Mieter ein solches Modell lohnt.

Die lokale Energiewelt transparent machen

Harald Gründel, Vertriebsingenieur bei der Avacon Natur GmbH (© Joachim Lührs / JOPRI-Foto)

Beim Kommunalen Dialog in Adendorf stellte zudem Projektleiter Harald Gründel von der Avacon Natur GmbH den kommunalen Vertretern den EnergieMonitor vor. Dieser ermöglicht Städten und Gemeinden, ihre Energiebilanz nahezu in Echtzeit online abzubilden. Das helfe, Zielsetzungen für die Umsetzung der Energiewende zu realisieren, schaffe Transparenz sowie Energiebewusstsein für die Bürger und unterstütze das umweltbewusste Image von Kommunen.

„Der EnergieMonitor bietet Kommunen eine tolle Möglichkeit, die Energiewende vor Ort zu gestalten und das Energiebewusstsein ihrer Bürger zu stärken.“

Harald Gründel, Avacon Natur GmbH

Impressionen von der Veranstaltungsreihe „Kommunaler Dialog“ 2018

Rückblick „Kommunaler Dialog“ 2017