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Tipps für die kommunale Weihnachtsbeleuchtung

Festlich beleuchteter Platz

Weihnachtsbeleuchtung: LED setzen sich durch

Neben herrlichen Düften nach Weihnachtsgebäck und Glühwein gehört der Zauber einer stimmungsvollen Weihnachtsbeleuchtung einfach dazu und hat eine lange Tradition – egal, ob im Wohnzimmer, in Einkaufsstraßen oder auf öffentlichen Plätzen. Doch im Corona-Winter 2020 gewinnen die Advents- und Weihnachtslichter in den Kommunen zusätzlich an Bedeutung: Zum einen mussten die meisten Weihnachtsmärkte abgesagt werden und zum anderen ist, aufgrund des erneuten Lockdowns und der für Weihnachten und Silvester beschlossenen Einschränkungen des täglichen Lebens, die Stimmung vieler Menschen gedrückter als sonst. Etwas festlicher Lichterglanz in den Straßen der Gemeinde tut daher sicher vielen gut und sorgt doch noch für ein wenig besinnliche Atmosphäre. Dank stromsparender LED-Technik, die sich zunehmend durchsetzt, sinkt auch der Energieverbrauch von Jahr zu Jahr. Vielerorts kann die Beleuchtung aber doch noch optimiert werden, auch gilt es, die Auswirkungen von künstlicher Beleuchtung auf die Gesundheit sowie das Gleichgewicht der Natur im Blick zu behalten. Wir geben Ihnen einige Tipps für Ihre kommunale Weihnachtsbeleuchtung.

Das Interesse an einer weihnachtlichen Lichterstimmung auf öffentlichen Plätzen und in Gebäuden ist weiterhin groß. Dies bestätigt eine Online-Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov, an der im Oktober 2020 insgesamt 2.048 Personen teilnahmen: 78 Prozent der Befragten gaben an, dass die stimmungsvolle Beleuchtung in Städten und Gemeinden – ob an Häuserfassaden, auf dem Weihnachtsmarkt oder als Straßendekoration – ein wichtiger Bestandteil der Weihnachtszeit ist.

Bei der repräsentativen Umfrage gaben zudem 80 Prozent der Teilnehmenden an, dass sie selber privat in diesem Jahr eine LED-Beleuchtung planen (2019: 77 Prozent). Das wird sich auch beim Stromverbrauch bemerkbar machen: Im vergangenen Jahr hat die weihnachtliche Beleuchtung rund 510 Millionen Kilowattstunden Strom verbraucht. 2018 waren es noch 600 Millionen Kilowattstunden. 2020 wird der Stromverbrauch trotz vermehrtem Einsatz sparsamer LED-Technik voraussichtlich wieder um vier Prozent auf 532 Millionen Kilowattstunden steigen, was daran liegt, dass mit 18,8 Milliarden Lämpchen 1,8 Milliarden mehr als 2019 die deutschen Haushalte in weihnachtlichem Glanz erstrahlen lassen werden. Mit dieser Energieleistung könnten rund 177.000 Haushalte ein ganzes Jahr lang mit Strom versorgt werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 168 Millionen Euro (2019: 153 Millionen Euro).

Zwar ist vielen Menschen stimmungsvolle Beleuchtung in der Advents- und Weihnachtszeit wichtig, doch auch das Bewusstsein über die negativen Auswirkungen von zu viel künstlichem Licht auf die Gesundheit und das Gleichgewicht der Natur nimmt zu. Daher geht der Trend bei Lichtdesign-Profis insgesamt eher in Richtung „weniger ist mehr“. Teilweise ist schon die Rede von Dunkelheitsdesign, was bedeutet, dass statt immer mehr Licht einzusetzen eher mit stärkeren Kontrasten und Akzenten sowie dem Spiel von Licht und Schatten gearbeitet wird, wie man im Deutschlandfunk Kultur-Interview mit Expertin Annette Krop-Benesch erfahren kann.

Tipps für Ihre kommunale Weihnachtsbeleuchtung

  • Einsatzorte prüfen: Grundsätzlich ist es sinnvoll, die Standorte der Beleuchtung zu überprüfen. Eventuell ist eine Begrenzung auf besonders belebte Einkaufsstraßen und symbolträchtige Gebäude wie das Rathaus möglich. Eine schöne Alternative sind jährlich wechselnde Schwerpunkte, die sogar mit einer kleinen Umfrage in der Bevölkerung verbunden werden können.
  • LED-Technik einsetzen: Zu einer zeitgemäßen Weihnachtsbeleuchtung gehört moderne LED-Technik. Denn die LED-Lampen verbrauchen bis zu 90 Prozent weniger Energie als herkömmliche Lichterketten mit Glühbirnen und sind erheblich langlebiger. Das schont die Umwelt und den kommunalen Haushalt. Eine Modernisierung zahlt sich also aus. Viele Kommunen haben bereits komplett auf LED umgestellt. Wer die Investition scheut, kann den Lichterschmuck aber auch schrittweise austauschen und beispielsweise mit den wichtigsten Straßenzügen beginnen.
  • Zeitschaltuhren verwenden: Die Weihnachtsbeleuchtung sollte nicht durchgehend angeschaltet sein, sondern nur, wenn es wirklich sinnvoll ist. Denn am helllichten Tag oder nachts, wenn alle schlafen, kommt die Beleuchtung nicht wirklich zur Geltung. Mit einer Zeitschaltuhr kann sich die Beleuchtung automatisch und zeitlich passend ein- und ausschalten. Ein Abschalten der Weihnachtsbeleuchtung in der Nacht ist oftmals auch im Sinne der Anwohner. Eine durchgehende Beleuchtung kann nicht nur den Schlaf der Menschen beeinflussen und damit zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen, sondern bringt beispielsweise auch Vögel, Fledermäuse, Insekten sowie weitere nachtaktive Tiere durcheinander und damit den Ökohaushalt aus dem Takt (Stichwort: Lichtverschmutzung).
  • Beleuchtung steigern: Eine Anregung ist eine sich steigernde Beleuchtung, die beispielsweise jeden Adventssonntag weitere Lichter hinzuschaltet, um erst an Weihnachten in vollem Glanz zu erstrahlen. Kleine Infoschilder könnten an den neu erleuchteten Orten Stationen der Weihnachtsgeschichte aufgreifen.
  • Recycling erwägen: Es gibt Unternehmen, die Weihnachtsschmuck auf LED aufrüsten und dabei vorhandene Halterungen und Deko-Elemente wiederverwenden. Das ist günstiger als eine komplette Neuanschaffun und außerdem umweltfreundlicher.
  • Helligkeit anpassen: Lichter, die im Durchschnitt mit weniger Watt beziehungsweise Lumen (LED) auskommen, senken den Energieverbrauch. Gleichzeitig empfinden die meisten Menschen gedämpftes Licht als stimmungsvoller.
  • Farbtemperatur und Farbspektrum berücksichtigen: LEDs enthalten häufig einen hohen Anteil an sogenanntem blauem Licht, das, wenn es nachts leuchtet, den menschlichen Biorhythmus aus dem Takt bringen kann. Warmweiße LED-Lampen (1.000 bis 3.000 Kelvin) strahlen weniger blaues Licht aus als kaltweiße (4.000 bis 8.000 Kelvin). Auch gibt es LEDs, die gelb-orange eingefärbt sind, sodass das Blaulicht gefiltert wird. Der sogenannte Color Rendering Index (CRI) oder Referenzindex allgemein (Ra-Wert) gibt die Qualität der Farbwiedergabe der Lichtquelle an. Idealerweise liegen die Kennzahlen zwischen 80 und 100, um möglichst natürliche Lichtverhältnisse zu erreichen.
  • Zusatzfunktionen vermeiden: Weitere Funktionen wie Farbwechsel sollten vermieden werden, weil sie zusätzlichen Strom benötigen.
  • Kooperationen eingehen: Während überall Weihnachtsstimmung herrscht, lassen sich auch Kooperationen für 2020 leichter anstoßen, etwa mit der Interessensgemeinschaft der Einzelhändler oder mit Unternehmen in exponierter Lage. Ein Sponsoring der kommunalen Beleuchtung würde auf ihr Image einzahlen.

Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit!

kommunal.info-Verlosung

Die Verlosung von LED-Weihnachtssternen ist bei den Lesern unseres Magazins kommunal.info mittlerweile eine lieb gewonnene Tradition. Bereits seit 2017 bringen sie Licht und Weihnachtszauber in die Kommunen unseres Verteilnetzgebietes.

Unter folgendem Link finden Sie die glücklichen Gewinner und Einsatzorte der Verlosung 2020:

KommunePlus-Angebote Beleuchtung

Nicht nur an Weihnachten, sondern das ganze Jahr über beraten wir Sie im Rahmen unserer KommunePlus-Angebote gern zum Thema Beleuchtung: