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Tipps für die kommunale Weihnachtsbeleuchtung

Festlich beleuchteter Platz

Nachhaltige Weihnachtsbeleuchtung: LED weiter im Trend

Neben herrlichen Düften nach Weihnachtsgebäck und Glühwein gehört der Zauber einer stimmungsvollen Weihnachtsbeleuchtung einfach dazu und hat eine lange Tradition – egal, ob im Wohnzimmer, in Einkaufsstraßen oder auf öffentlichen Plätzen. Schon im Corona-Winter 2020 gewannen die Advents- und Weihnachtslichter in den Kommunen zusätzlich an Bedeutung: Zahlreiche Weihnachtsmärkte wurden abgesagt und die Stimmung vieler Menschen war aufgrund des Lockdowns gedrückter als sonst. Auch 2021 erwartet uns wieder ein ähnliches Szenario. Etwas festlicher Lichterglanz in den Straßen der Gemeinde tut daher sicher vielen gut und sorgt doch noch für ein wenig besinnliche Atmosphäre. Dank stromsparender LED-Technik, die sich zunehmend durchsetzt, ist der Energieverbrauch insgesamt auch schon beträchtlich gesunken. Vielerorts kann die Beleuchtung aber noch weiter optimiert werden. Auch gilt es, die Auswirkungen von künstlicher Beleuchtung auf die Gesundheit sowie das Gleichgewicht der Natur im Blick zu behalten. Wir geben Ihnen einige Tipps für Ihre kommunale Weihnachtsbeleuchtung für kommende Jahre.

Das Interesse an einer weihnachtlichen Lichterstimmung auf öffentlichen Plätzen und in Gebäuden ist weiterhin groß. Dies bestätigt eine Online-Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov, an der im Oktober 2021 insgesamt 2.058 Personen teilnahmen: 74 Prozent der Befragten gaben an, dass die stimmungsvolle Beleuchtung in Städten und Gemeinden – ob an Häuserfassaden, auf dem Weihnachtsmarkt oder als Straßendekoration – ein wichtiger Bestandteil der Weihnachtszeit ist.

@ sonyachny – stock.adobe.com

Laut der repräsentativen Umfrage ist den meisten Menschen in Deutschland Weihnachtsbeleuchtung auch privat wichtig. Im Schnitt kommen pro Haushalt etwa sechs Lichterketten zum Einsatz. 2021 werden etwa 19,5 Milliarden Lämpchen die deutschen Haushalte in weihnachtlichem Glanz erstrahlen lassen. Dabei geht der Trend zu LED-Leuchten leider etwas zurück, aber immer noch 77 Prozent der Weihnachtslichter sind LEDs. Insgesamt steigt der Stromverbrauch im Vergleich zu den beiden vergangenen Jahren. 2019 hat die weihnachtliche Beleuchtung rund 600 Millionen Kilowattstunden Strom verbraucht, 2020 waren es nur noch etwa 530 Millionen Kilowattstunden. 2021 wird der Stromverbrauch voraussichtlich wieder auf 623 Millionen Kilowattstunden steigen. Mit der Energieleistung, die für die gesamte private Weihnachtsbeleuchtung deutschlandweit 2021 erforderlich ist, könnten rund 208.000 Haushalte ein ganzes Jahr lang mit Strom versorgt werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 196 Millionen Euro (2020: 168 Millionen Euro). Auch die CO2-Bilanz dürfte ernüchternd sein, wenn die festliche Beleuchtung mit konventionellem Strom erzeugt wird. Mit einem Umstieg auf Ökostrom ist die Weihnachtsbeleuchtung nicht nur festlich und energiesparsamer, sondern auch klimafreundlicher und nachhaltiger.

Zwar ist vielen Menschen stimmungsvolle Beleuchtung in der Advents- und Weihnachtszeit wichtig, doch auch das Bewusstsein über die negativen Auswirkungen von zu viel künstlichem Licht auf die Gesundheit und das Gleichgewicht der Natur nimmt zu. Daher geht der Trend bei Lichtdesign-Profis insgesamt eher in Richtung „weniger ist mehr“. Teilweise ist schon die Rede von Dunkelheitsdesign, was bedeutet, dass statt immer mehr Licht einzusetzen eher mit stärkeren Kontrasten und Akzenten sowie dem Spiel von Licht und Schatten gearbeitet wird, wie man im Deutschlandfunk Kultur-Interview mit Expertin Annette Krop-Benesch erfahren kann.

Tipps für Ihre kommunale Weihnachtsbeleuchtung

  • Einsatzorte prüfen: Grundsätzlich ist es sinnvoll, die Standorte der Beleuchtung zu überprüfen. Eventuell ist eine Begrenzung auf besonders belebte Einkaufsstraßen und symbolträchtige Gebäude wie das Rathaus möglich. Eine schöne Alternative sind jährlich wechselnde Schwerpunkte, die sogar mit einer kleinen Umfrage in der Bevölkerung verbunden werden können.
  • LED-Technik einsetzen: Zu einer zeitgemäßen Weihnachtsbeleuchtung gehört moderne LED-Technik. Denn die LED-Lampen verbrauchen bis zu 90 Prozent weniger Energie als herkömmliche Lichterketten mit Glühbirnen und sind erheblich langlebiger. Das schont die Umwelt und den kommunalen Haushalt. Eine Modernisierung zahlt sich also aus. Viele Kommunen haben bereits komplett auf LED umgestellt. Wer die Investition scheut, kann den Lichterschmuck aber auch schrittweise austauschen und beispielsweise mit den wichtigsten Straßenzügen beginnen.
  • Zeitschaltuhren verwenden: Die Weihnachtsbeleuchtung sollte nicht durchgehend angeschaltet sein, sondern nur, wenn es wirklich sinnvoll ist. Denn am helllichten Tag oder nachts, wenn alle schlafen, kommt die Beleuchtung nicht wirklich zur Geltung. Mit einer Zeitschaltuhr kann sich die Beleuchtung automatisch und zeitlich passend ein- und ausschalten. Ein Abschalten der Weihnachtsbeleuchtung in der Nacht ist oftmals auch im Sinne der Anwohner. Eine durchgehende Beleuchtung kann nicht nur den Schlaf der Menschen beeinflussen und damit zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen, sondern bringt beispielsweise auch Vögel, Fledermäuse, Insekten sowie weitere nachtaktive Tiere durcheinander und damit den Ökohaushalt aus dem Takt (Stichwort: Lichtverschmutzung).
  • Beleuchtung steigern: Eine Anregung ist eine sich steigernde Beleuchtung, die beispielsweise jeden Adventssonntag weitere Lichter hinzuschaltet, um erst an Weihnachten in vollem Glanz zu erstrahlen. Kleine Infoschilder könnten an den neu erleuchteten Orten Stationen der Weihnachtsgeschichte aufgreifen.
  • Recycling erwägen: Es gibt Unternehmen, die Weihnachtsschmuck auf LED aufrüsten und dabei vorhandene Halterungen und Deko-Elemente wiederverwenden. Das ist günstiger als eine komplette Neuanschaffung und außerdem umweltfreundlicher.
  • Helligkeit anpassen: Lichter, die im Durchschnitt mit weniger Watt beziehungsweise Lumen (LED) auskommen, senken den Energieverbrauch. Gleichzeitig empfinden die meisten Menschen gedämpftes Licht als stimmungsvoller.
  • Farbtemperatur und Farbspektrum berücksichtigen: LEDs enthalten häufig einen hohen Anteil an sogenanntem blauem Licht, das, wenn es nachts leuchtet, den menschlichen Biorhythmus aus dem Takt bringen kann. Warmweiße LED-Lampen (1.000 bis 3.000 Kelvin) strahlen weniger blaues Licht aus als kaltweiße (4.000 bis 8.000 Kelvin). Auch gibt es LEDs, die gelb-orange eingefärbt sind, sodass das Blaulicht gefiltert wird. Der sogenannte Color Rendering Index (CRI) oder Referenzindex allgemein (Ra-Wert) gibt die Qualität der Farbwiedergabe der Lichtquelle an. Idealerweise liegen die Kennzahlen zwischen 80 und 100, um möglichst natürliche Lichtverhältnisse zu erreichen.
  • Zusatzfunktionen vermeiden: Weitere Funktionen wie Farbwechsel sollten vermieden werden, weil sie zusätzlichen Strom benötigen.
  • Kooperationen eingehen: Während überall Weihnachtsstimmung herrscht, lassen sich auch Kooperationen für das kommende Jahr leichter anstoßen, etwa mit der Interessensgemeinschaft der Einzelhändler oder mit Unternehmen in exponierter Lage. Ein Sponsoring der kommunalen Beleuchtung würde auf ihr Image einzahlen.

Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit!

kommunal.info-Verlosung

Die Verlosung von LED-Weihnachtssternen ist bei den Lesern unseres Magazins kommunal.info mittlerweile eine lieb gewonnene Tradition. Bereits seit 2017 bringen sie Licht und Weihnachtszauber in die Kommunen unseres Verteilnetzgebietes.

Unter folgendem Link finden Sie die glücklichen Gewinner und Einsatzorte der Verlosung 2021:

KommunePlus-Angebote Beleuchtung

Nicht nur an Weihnachten, sondern das ganze Jahr über beraten wir Sie im Rahmen unserer KommunePlus-Angebote gern zum Thema Beleuchtung: