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Kommunaler Dialog 2023

Kommunaler Dialog 2023

Kommunaler Dialog 2023

In Marklohe/Neulohe (Landkreis Nienburg) tauscht sich Avacon Technikvorstand Rainer Schmittdiel mit Gästen aus der Region über die Energiewelt der Zukunft aus.

„Gemeinsam die Transformation gestalten – Wege in eine nachhaltige Energiezukunft“

Wir erleben gerade einen tiefgreifenden Umbruch der Energiewirtschaft hin zu einer nachhaltigen Energiewelt von morgen. Wie dieser historische Wandel gelingen kann, hat Avacon gemeinsam mit Gästen aus Kommunen und Landkreisen in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt bei den diesjährigen kommunalen Dialogen diskutiert.

Das Referententeam von Avacon beim kommunalen Dialog in Marklohe/Neulohe. V.l.: Rainer Schmittdiel, Marco Sobirey, Rena Hinze, Johannes Latzel und Dr. Johannes Schmiesing.

Energiewende ist gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Die fünf Veranstaltungen standen unter dem Motto „Gemeinsam die Transformation gestalten – Wege in eine nachhaltige Energiezukunft“. Expert:innen der Avacon Gruppe vermittelten in Schöppenstedt (Landkreis Wolfenbüttel, Niedersachsen), Adendorf (Landkreis Lüneburg, Niedersachsen), Laatzen (Region Hannover, Niedersachsen), Marklohe/Neulohe (Landkreis Nienburg/Weser, Niedersachsen) und Barleben (Landkreis Börde, Sachsen-Anhalt) aktuelle energiewirtschaftliche Impulse.
Ergebnis der intensiven Diskussionen: Die Energiewende ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe! „Die Gespräche haben einmal mehr gezeigt, wie sehr energiewirtschaftliche Themen unsere Kommunen, die Politik und die Gesellschaft bewegen“, zieht Rainer Schmittdiel, Avacon Technikvorstand, ein Fazit. „Themen wie das Osterpaket, das Heizungsgesetz und die kommunale Wärmeplanung standen dabei im Mittelpunkt. Als kommunaler Partner zeigen wir mögliche Entwicklungen und Lösungswege auf – um unsere Zukunft gemeinsam zu gestalten und die regionale Wertschöpfung nachhaltig zu entwickeln.“

Avacon Technikvorstand Rainer Schmittdiel berichtete über Zukunftsprojekte wie die Energieplattform Twistringen.

Lokales Wachstum und regionale Wertschöpfung

In seinem Impulsvortrag zeigte Rainer Schmittdiel, dass die rasante Umsetzungsgeschwindigkeit der Energiewende die Wertschöpfung in der Region steigert. Bis zu 120.000 Anlagen (Wind, PV, Heimspeicher, Wallboxen und Wärmepumpen) können pro Jahr im Zuge des Osterpakets im Avacon Netzgebiet errichtet werden – das zieht lokale Aufträge nach sich und schafft  Arbeitsplätze.
Auch die Investitionen der Avacon Gruppe liegen auf Rekordniveau. Allein in den Ausbau der Netzinfrastruktur flossen im Jahr 2022 rund 247 Millionen Euro. „Leistungsfähige Verteilnetze sind der Schlüssel für eine erfolgreiche Energiewende“, so der Technikvorstand. „Netzausbau und -ertüchtigung, Digitalisierung sowie Automatisierung stehen deshalb auf unserer Agenda ganz oben. Dafür brauchen wir auch die enge Zusammenarbeit mit den Kommunen.“


Frank Nase, Bürgermeister der Gemeinde Barleben (Mitte), mit Gästen des kommunalen Dialogs in Barleben (Landkreis Börde). Links neben ihm Dr. Franziska Kersten, MdB.

Politik ist gefordert

Eine Schlüsselrolle bei der Energiewende spielt die Politik. Stichwort stabile Rahmenbedingungen und Anreize: Beides ist notwendig, um Investitionen und Innovationen anzuregen und den dringend nötigen Netzausbau zu beschleunigen. Das betont auch Dr. Franziska Kersten, Mitglied des Bundestags, die am kommunalen Dialog in Barleben teilgenommen hat: „Wir hatten gute Diskussionen über Themen wie Versorgungssicherheit oder den Ausbau erneuerbarer Energien. Aber Geld und Konzepte brauchen wir dafür auch!“
Frank Nase, Bürgermeister der Gemeinde Barleben und damit Gastgeber der Veranstaltung, wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass die Umsetzung vor Ort in den Regionen, in den Gemeinden beginnt. „Jetzt haben wir die Chance, unsere Zukunft aktiv und gemeinsam zu gestalten. Vor diesem Hintergrund ist der Dialog auf Augenhöhe unerlässlich“, so Frank Nase.

Kommunaler Dialog in Adendorf (Landkreis Lüneburg).

Die Menschen mitnehmen

Für Christoph Kleineberg, Bürgermeister von Melbeck (Samtgemeinde Ilmenau, Niedersachsen), ist es wichtig, „die Energiewende für alle Menschen schaffbar zu gestalten. Beim kommunalen Dialog in Adendorf ging es um die Energiegewinnung der Zukunft, Fragen des Netzes und wie wir die Energiewende gemeinsam schaffen. Für die Samtgemeinde Ilmenau werden die Themen der kommunalen Wärmenetze und der Erzeugung von Wasserstoff in Windenergieparks besonders interessant sein.“

Matthias Kreye, Bürgermeister der Gemeinde Wagenfeld (Landkreis Diepholz), ist seit Jahren Gast beim kommunalen Dialog und besuchte die Veranstaltung in Marklohe/Neulohe. „Was ich besonders gut finde, ist die Gelegenheit, vom Netzbetreiber Infos aus erster Hand zu bekommen“, sagt er. „Die Avacon ist ja ein großer Player und ihre Einschätzung deshalb sehr hilfreich.“ Man lese viel in den Medien, aber die Sicht erfahrener Praktiker sei für die Arbeit der Kommunen vor Ort umso wichtiger. „Wie geht die Avacon mit den sich stetig ändernden Rahmenbedingungen um, was können wir davon für uns ableiten – beim Dialog kann ich meine Fragen stellen, bekomme fachkundige Antworten und Lösungsvorschläge“, so Matthias Kreye.

Beim kommunalen Dialog in Laatzen (Region Hannover), v.l.: Avacon Kommunalreferent Frank Glaubitz, Dr. Thomas Wolf, Bürgermeister der Samtgemeinde Rodenberg (Landkreis Schaumburg), Dr. Max Matthiesen, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Barsinghausen (Region Hannover) und Avacon Technikvorstand Rainer Schmittdiel.

Wie groß der Bedarf nach Veranstaltungen wie dem kommunalen Dialog ist, haben die Diskussionen an den verschiedenen Orten gezeigt. Dr. Thomas Wolf, Bürgermeister der Samtgemeinde Rodenberg (Landkreis Schaumburg), schätzt vor allem den engen Austausch mit dem Netzbetreiber. „Was bedeuten Wärmeplanung und Heizungsgesetz für die Menschen? Welche konkreten Auswirkungen hat die Energiewende? Wie bewältigen die Netze das alles? Zu diesen und vielen weiteren Fragen konnten wir gewinnbringende Gespräche führen“, fasst Dr. Thomas Wolf zusammen. „Ein wirklich gutes Angebot.“

Avacon wird die kommunalen Dialoge auch im kommenden Jahr fortsetzen und damit Impulse zu aktuellen energiewirtschaftlichen Themen anbieten, um Wissen zu vermitteln, Erfahrungen auf allen Ebenen auszutauschen und das Gespräch mit Fachleuten zu gewährleisten.

Kommunales Forum 2023

Nicht nur bei den kommunalen Dialogen, auch auf dem kommunalen Forum ging es darum, wie die Energiewende bewältigt werden kann. Gemeinsam mit den Landkreisen Stendal und Altmarkkreis Salzwedel hat Avacon zum kommunalen Forum in Ziegenhagen, Ortsteil der Gemeinde Rochau (Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck, Landkreis Stendal, Sachsen-Anhalt) eingeladen. Die Landräte Patrick Puhlmann (Landkreis Stendal) und Steve Kanitz (Landkreis Altmarkkreis Salzwedel) betonten in ihrer Begrüßung, dass sie sehr optimistisch ins Jahr 2024 schauen. „Anders als im Vorjahr, als die Auswirkungen von Krieg und Energiekrise noch unklar waren und die Kommunen Pläne für mögliche Blackouts geschmiedet haben. Aber wir wissen jetzt: Wir sind gut vorbereitet“, so die Landräte.
„Ich war zum zweiten Mal beim Forum“, beschreibt Steve Kanitz seine Eindrücke. „Eine gute Gelegenheit, um mich auf den neusten Stand der Möglichkeiten und Herausforderungen bei der Energiewende zu bringen. Es fühlte sich gut an, dass auch die Profis von Avacon unsere Region als eine absolute Zukunftsregion sehen.“

Im Mittelpunkt des kommunalen Forums standen energiewirtschaftliche Themen rund um die Umsetzung des Osterpaketes, die Verpflichtung zur kommunalen Wärmeplanung und Strategien für eine erfolgreiche Wärmewende. „In Zeiten sich überlagernder Krisen ist der Dialog wichtiger denn je“, sagte Marten Bunnemann, Vorstandsvorsitzender von Avacon. „Wir stellen immer wieder fest, dass die Energiewende nur gelingen kann, wenn alle Akteure zusammenarbeiten.“ Rainer Schmittdiel, Avacon Technikvorstand, lenkte den Blick auf einen weiteren Aspekt: „Die Entwicklung technischer Innovationen wird ein entscheidender Schlüssel zum Erfolg sein. Deshalb ist es wichtig, in allen Bereichen der Energiewende technologieoffen zu denken.“

In der Diskussion wies Nico Schulz, Bürgermeister der Hansestadt Osterburg (Altmark), darauf hin, wie wichtig es ist, die Akzeptanz der Bevölkerung für den weiteren Bau von Wind- und PV-Anlagen zu erhöhen: „Am Beispiel Osterburgs sieht man, dass die Regionen jetzt schon stark davon profitieren. So fließen mittlerweile rund 1,3 Millionen Euro jährlich aus der Energiewirtschaft in unsere Stadtkasse. Damit können wir es uns leisten, günstige Kita-Gebühren zu erheben, niedrige Steuersätze auf Grundstücke und Gewerbe zu halten oder unseren Sportvereinen die kostenlose Nutzung der Sporthallen und -plätze zu ermöglichen. Viele Leute haben also bereits heute einen Vorteil.“ Trotzdem fehle oft die Akzeptanz. „Ich denke, die werden wir erst erlangen, wenn die Menschen direkt in ihrem Portemonnaie entlastet werden. Das könnte man zum Beispiel durch einen sehr günstigen Stromtarif oder Energiegutscheine für jeden Bürger der Gemeinde erreichen. Schließlich haben wir die Anlagen tagtäglich vor unserer Nase.“

Impressionen vom kommunalen Forum 2023

Energie-Forum: Gemeinsam diskutieren

Auch bei der Talk-Reihe „Energie-Forum“, die Avacon gemeinsam mit der Hannoverschen Allgemeinen veranstaltet, dreht sich alles um die Energieversorgung der Zukunft. Bei den Veranstaltungen, die in verschiedenen Gemeinden in der Region Hannover stattfinden, treffen politische Entscheidungsträger und Fachleute aus der Industrie auf engagierte Bürger:innen. Themen sind zum Beispiel die Dekarbonisierung in der Energie- und Wärmeversorgung und die Umsetzung unterschiedlicher Konzepte auf lokaler Ebene.