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Holzhackschnitzel heizen ein

Das Pachtmodell von Avacon Natur rechnet sich für Jerichow

Innovativ, nachhaltig und effizient: In der Grundschule und im Rathaus Jerichow wird ab diesem Winter umweltfreundlich geheizt. Anfang November wurde dort eine Holzhackschnitzel-Kesselanlage in Betrieb genommen. Im Juli unterzeichnete die Stadt einen Pachtvertrag mit der Avacon Natur GmbH für eine Laufzeit von zehn Jahren. „Das ist das erste Mal, dass wir eine solche  Heizung in einer Schule installieren. Damit wollen wir zeigen, wie sich diese Heiztechnik für Kommunen lohnen kann“, erklärt Roland Groß, Projektleiter bei Avacon Natur.

Wärme für Grundschule und Rathaus

Das Rathaus wird durch eine Nahwärmeleitung mit derselben Heizanlage verbunden. „So haben neben den Schülern und Lehrern auch unsere Mitarbeiter im Rathaus etwas von der umweltverträglich produzierten Wärme“, freut sich Bürgermeister Harald Bothe. Das Heizen mit Holzhackschnitzeln ist besonders gut für die Klimabilanz der Stadt: Denn das „Abgas“ aus der Holzhackschnitzel-Anlage enthält nur so viel CO2 wie die verheizten Bäume zuvor aufgenommen haben. Verbrannt werden pro Jahr rund 100 Tonnen Holzhackschnitzel. Mit einer Leistung von 100 Kilowatt thermischer Leistung (kWth) zur Grundlastabdeckung beider Liegenschaften kann die Holzhackschnitzel-Kesselanlage rund 80 Prozent des Gesamtwärmebedarfs decken. Die Spitzenlastdeckung erfolgt weiterhin durch einen Erdgaskessel mit ca. 240 kW.

Für die Stadt rechnet sich das Pachtmodell: „Wenn die Stadt 50 Prozent der Baukosten bezuschusst, können bereits im ersten Jahr rund 9.000 Euro eingespart werden“, so Roland Groß.

Avacon Natur

Die Avacon Natur im Porträt – hier erfahren Sie mehr.

Heizen und Wärme für Ihre Kommune

Holzhackschnitzelheizung ist in Betrieb

Seit Anfang November 2016 wird in der Grundschule und im Rathaus Jerichow umweltfreundlich geheizt. „Die Holzhackschnitzel-Kesselanlage ist rechtzeitig zu Beginn der kalten Jahreszeit in Betrieb!“, freut sich Bürgermeister Harald Bothe.

Bürgermeister Harald Bothe über die neue Holzhackschnitzelheizung

Wie lange dauerte die Installation?

Das ging relativ schnell. Das Herrichten des Kellers und des Lagers für die Holzhackschnitzel und die Installation der Anlage dauerte insgesamt nur einen Monat. Den Zuschlag für die Installation der Anlage bekam eine Firma vor Ort. Dafür sind wir auch sehr dankbar, denn wenn einmal etwas mit der Anlage sein sollte, können wir uns direkt an die Firma wenden.

Welche Vorteile haben Sie?

Zunächst einmal tragen wir mit der neuen Holzhackschnitzelheizung wesentlich zum Gelingen der Energiewende bei, da wir die benötigte Wärme nun mit regenerierbarer Energie erzeugen. Damit ist die neue Heizung sehr viel umweltfreundlicher als unsere alte Heizanlage, die noch aus dem Jahr 1992 stammte. Zusätzlich sparen wir mit dem Brennstoff auch noch bares Geld: Denn bei uns in Jerichow fallen sehr viel Holzabfälle an. Das Schreddergut kann dann direkt weiterverwendet werden. So haben wir keine zusätzlichen Kosten für die Beschaffung des Brennstoffs.

Haben Sie schon erste Erfahrungen sammeln können?

Die Holzhackschnitzelanlage läuft gut und deckt kontinuierlich die Grundlast ab. Bereits jetzt, nach gut einem Monat, macht sich bemerkbar, dass wir Gas einsparen. Wir haben den Verbrauch mit dem der alten Anlage verglichen und stellen bereits jetzt fest, dass sich der Verbrauch und damit auch die Kosten für Gas halbiert haben.

Würden Sie anderen Kommunen eine Holzhackschnitzelheizung empfehlen?

Auf jeden Fall! Schließlich ist diese Art zu heizen gut für die Umwelt. Auch die Heizkosten reduzieren sich für die Kommune erheblich. Natürlich muss die Kommune die entsprechenden Räumlichkeiten zur Verfügung haben. Wenn die Kommune, so wie wir in Jerichow, dann auch noch selbst das Hackschnitzelgut produziert, dann lohnt sich das natürlich umso mehr.