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Erlebte Geschichte

Dokumentationsstelle Liebenau
So soll sie aussehen, die neu konzipierte Gedenk- und Bildungsstätte Liebenau im Landkreis Nienburg/Weser. Das momentan dezentrale Angebot des Vereins umfasst Ausstellungen, Workshops, Vorträge, Begegnungstage und Erkundungen des Geländes der ehemaligen Pulverfabrik. (Foto: Dokumentationsstelle Pulverfabrik Liebenau e. V. )

Einst Pulverfabrik und Munitionslager, heute Gedenkstätte und Begegnungszentrum: In Liebenau wird an die Geschichte unter dem Nationalsozialismus erinnert. 

Ein Besuch der Pulverfabrik Liebenau ist eine Reise in die deutsche und europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts. Bis Mitte der 1990er-Jahre wurde das Gelände militärisch genutzt, deshalb drohte seine Geschichte in Vergessenheit zu geraten. Die Dokumentationsstelle hält sie wach, ermöglicht aktuell mit Seminaren und Führungen durch die Werksruine eine produktive Auseinandersetzung mit dunklen Jahren und schafft Gelegenheiten für internationale Begegnungen, die dem Frieden und der Verständigung dienen. 

Krieg und Zwangsarbeit

Wladimir Korotkow. (Foto: Dokumentationsstelle Pulverfabrik Liebenau e. V. )

Seit 1939 erbaut, lieferte die Pulverfabrik ab 1941 Vorprodukte für Kriegsmunition. Tausende zivile Zwangsarbeiter:innen und Kriegsgefangene aus der ehemaligen Sowjetunion litten unter miserablen Lebensumständen, etliche sollten im angegliederten Arbeitserziehungslager „durch Arbeit umerzogen“ werden. 2.000 Menschen überlebten diese Tortur nicht. Sie wurden erschossen, hingerichtet oder starben an Mangelerkrankungen, durch Hunger und Schläge. 


Die neue Gesamtausstellung in der Gedenkstätte wird auch das Schicksal vieler Einzelner dokumentieren, zum Beispiel von Wladimir Korotkow (Foto). Er war einer der Zwangsarbeiter aus der ehemaligen Sowjetunion, der unter grausamen Umständen starb.

Dokumentation und Begegnung

Karl Payuk (im Vordergrund mit Mütze) begleitete 2014 eine Gruppe von Besuchern während eines internationalen Jugendaustauschprojektes. Im Zweiten Weltkrieg musste der Ukrainer hier Zwangsarbeit leisten. (Foto: Dokumentationsstelle Pulverfabrik Liebenau e. V.)

1999 begann der Verein „Dokumentationsstelle Pulverfabrik Liebenau“ mit historischen Recherchen und leistet seither kontinuierlich Bildungsarbeit und organisiert internationale Begegnungen.

Bis 2023 soll eine Gedenk- und Bildungsstätte zur NS-Zwangsarbeit entstehen. Seit einem Jahrzehnt unterstützt Avacon die Arbeit des Vereins und fördert internationale Projekte des Jugendaustauschs. Auch Auszubildende von Avacon beteiligen sich daran.

 

Weitere Informationen

Anmeldung und Kontakt für pädagogische Angebote:
 

Dokumentationsstelle Pulverfabrik Liebenau
Ap. Herr Martin Guse, Geschäftsführer
Königsberger Straße 15
31618 Liebenau