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Corona verstärkt den Trend

Die fahrradfreundliche Kommune

© ARochau / Adobe Stock

Kommunale Verkehrswende vor Ort gestalten

Wie heißt es so schön? Eine Krise bedeutet immer auch eine Chance auf Veränderung. Mit der Corona-Pandemie scheint sich das insofern zu bewahrheiten, als noch sichtbarer wird, wie dringend notwendig die Verkehrswende in deutschen Städten und Kommunen ist. Gleichzeitig hat sie jetzt vielerorts einen deutlichen Schub erhalten. Eine aktuelle YouGov-Umfrage zeigt, wie sich das Mobilitätsverhalten der Menschen verändert hat: Fast alle motorisierten Verkehrsmittel haben an Relevanz verloren. Die Befragten gaben an, deutlich häufiger zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem E-Bike unterwegs zu sein – ein großer Schritt in Richtung Verkehrswende, der nicht nur ein Trend bleiben darf. Übrigens ließen sich laut Umweltbundesamt etwa fünf Millionen Tonnen CO2 einsparen, wenn die Hälfte aller jährlichen Autofahrten unter fünf Kilometer durch Radfahren oder Zufußgehen ersetzt würde. Gut zu wissen: Ein Viertel aller Autofahrten in Deutschland ist kürzer als zwei Kilometer, jede zehnte Fahrt sogar kürzer als ein Kilometer.

In den vergangenen Jahrzehnten wurden unsere Städte und Kommunen vor allem für einen gut funktionierenden Autoverkehr geplant und gebaut. Doch der Klimawandel, Probleme mit Feinstaub und Stickoxiden sowie Stau- und Raumprobleme fordern dringend ein radikales Umdenken – hin zu einer neuen, nachhaltigen Mobilität und damit lebenswerteren Kommunen. Diese Erkenntnis ist längst bei den Verantwortlichen wie auch in großen Teilen der Bevölkerung angekommen. Denn: „Manchmal ist mehr Verkehr weniger Mobilität und weniger Verkehr mehr Mobilität“, so Winfried Hermann, Minister für Verkehr in Baden-Württemberg. In vielen Gemeinden wird bereits seit Jahren an modernen Verkehrskonzepten gearbeitet. Es empfiehlt sich dabei, die von der Europäischen Union entwickelten „Sustainable Urban Mobility Plans“ (SUMP), sogenannte Stadtmobilitätspläne, zugrunde zu legen. Die Umsetzung allerdings ist eine Mammutaufgabe und erfolgte bislang eher zögerlich. Die Chancen und das Potenzial sind jedoch ebenfalls riesig. Deshalb wird es Zeit, den urbanen Raum neu zu denken und neu aufzuteilen – um unsere Kommunen mit guter Infrastruktur und sauberer Luft wieder lebenswerter zu gestalten und dem Klimawandel etwas entgegenzusetzen. Dazu gehören der Ausbau eines klimafreundlichen, preiswerten öffentlichen Nahverkehrs und die Förderung von Elektromobilität genauso wie sichere Radwege und die sogenannte Multimodalität – die flexible Verknüpfung unterschiedlicher Verkehrsmittel. Gelingen kann die kommunale Verkehrswende jedoch nur, wenn möglichst viele Menschen in den Gemeinden bereit sind, an einem Strang zu ziehen und ihr Mobilitätsverhalten grundlegend zu verändern.

Die Stunde der Radfahrer

Eine entscheidende Rolle kommt dabei dem Fahrrad zu, denn: „Die Radverkehrsförderung ist ein zentrales Instrument der kommunalen Verkehrswende. Diese Erkenntnis setzt sich zunehmend auch in der öffentlichen Meinung durch“, schrieb Dr. Tim Albrecht, Fachjournalist für Themen wie Mobilität, Energie und Politik auf der Internetseite der Heinrich-Böll-Stiftung bereits im Dezember 2018. Und erklärte weiter, dass sich in Deutschland allmählich die Einsicht durchsetzt, dass nur mit einer nutzerfreundlichen und sicheren Radinfrastruktur die kommunale Verkehrswende gelingen kann. „Denn das Fahrrad ist umweltfreundlich, billig, gesund und im städtischen Raum häufig das schnellste Verkehrsmittel, um von A nach B zu kommen.“ Das zeigte sich auch mit der Corona-Pandemie und insbesondere in der Zeit des Lockdowns. Abstand halten war und ist die Devise, weswegen viele Menschen vom öffentlichen Nahverkehr aufs Fahrrad umgestiegen sind und auch das Radfahren als Sport- und Freizeitaktivität (wieder-)entdeckt haben. So erweist sich Radfahren als doppelt gesund: Denn wer Busse und Bahnen meidet, senkt zum einen das Ansteckungsrisiko und wer radelt stärkt zum anderen gleichzeitig Fitness und Immunsystem und beugt so insgesamt Infektionskrankheiten vor. Die Veränderungen im Mobilitätsverhalten der Bevölkerung führten dazu, dass jetzt mancherorts bestehende Planungen vorgezogen wurden. Gesetzliche Grundlagen waren in den letzten Jahren bereits geschaffen, Regelwerke angepasst worden. Gute Voraussetzungen, um die Verkehrswende in den Kommunen voranzubringen und somit auch das Radfahren sicherer und unkomplizierter zu machen.

Landleben ohne Auto?

In ländlichen Gebieten hat zuletzt vor allem der Fahrradtourismus enorm profitiert. Doch was hier häufig fehlt, ist ein umfassendes Radwegenetz zwischen den einzelnen ländlichen Kommunen, und zum Beispiel für Berufspendler, um in die Städte zu gelangen oder die nächste größere Bushaltestelle anzufahren. Sind einmal die infrastrukturellen Voraussetzungen gegeben, fällt es auch auf dem Land leichter, vom Auto aufs Fahrrad umzusteigen – zumal mit E-Bikes inzwischen auch längere Strecken ohne weiteres bewältigt werden können. Die für Autos ausgebauten Landstraßen jedoch sind häufig zu gefährlich für Radfahrer und E-Biker. Da mehr als die Hälfte der Deutschen auf dem Land lebt, wird für den Erfolg der Verkehrswende in Deutschland ausschlaggebend sein, inwieweit in den ländlichen Regionen – über das Fahrrad hinaus – geeignete Lösungen gefunden werden, um Mobilität und Teilhabe auch ohne (eigenes) Auto gewährleisten zu können.

Vorteile fahrradfreundlicher Kommunen

Während die ganze Verkehrswirtschaft leidet, gehört die Fahrradbranche bereits jetzt zu den Gewinnern der aktuellen Krise: Käufer stehen Schlange für ein neues Fahrrad, Reparaturwerkstätten müssen Kunden über Wochen vertrösten. Auch vor Corona war die Zahl der Neukäufe schon deutlich gestiegen, vor allem durch den Trend zum E-Bike. Ob es sich dabei insgesamt um ein Strohfeuer handelt oder einen entscheidenden Schritt in Richtung Verkehrswende, wird davon abhängen, wie schnell und konsequent die Verantwortlichen in Städten und Gemeinden reagieren. Viele Gemeinden im Avacon-Netzgebiet in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen sind bereits Mitglied in den jeweiligen „Arbeitsgemeinschaften Fahrradfreundlicher Kommunen“. Das Ziel: gemeinsam den Radverkehr in den Regionen zu stärken und gute Bedingungen für Radfahrende zu schaffen. Darin liegen viele Vorteile für die Kommunen. Zum Beispiel wird durch die Förderung des Radverkehrs der kommunale Haushalt geschont, die soziale Gerechtigkeit gefördert und der lokale Handel gestärkt, wie eine Infografik der „Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen Niedersachsen und Bremen e. V.“ erläutert. Außerdem wird ganz unkompliziert der weit verbreiteten Bewegungsarmut entgegengewirkt und die allgemeine Gesundheit gefördert.

Was Kommunen tun können

Städte und Kommunen können mit einer Vielfalt an Maßnahmen den Radverkehr stärken und so die Verkehrswende bei sich vor Ort voranbringen. Dazu gehört der Ausbau von Fahrradwegen, auf denen Radfahrende jeden Alters, jeder Fahrkompetenz und Geschwindigkeit sicher fahren können. Idealerweise abgetrennt vom übrigen Verkehr als „System im System“. Auch Fahrradparkhäuser, der Einsatz von E-Lastenrädern durch städtische Dienste und lokale Unternehmen, die Einrichtung von Bike+Ride-Stationen und insbesondere der Bau interkommunaler Radschnellwege können dazu beitragen, dass der Radverkehr für viele im Alltag das Verkehrsmittel Nummer eins wird. Zu empfehlen ist auch, Stellen für Radverkehrsbeauftragte zu schaffen, zumal Kommunen leichteren Zugang zu Förderprogrammen von Bund und Ländern erhalten, wenn sie ihre Radverkehrsförderung professionalisieren. Um bei der Bevölkerung eine langfristige Verhaltensänderung zu bewirken, ist es entscheidend, die Maßnahmen und ihre Vorteile flächendeckend und nachhaltig zu kommunizieren, z. B. mit Kommunikationskampagnen.

Anregungen, Informationen und Praxisbeispiele

Für eine erfolgreiche Verkehrswende auf kommunaler Ebene ist ausschlaggebend, dass viele Akteure zusammenwirken. Ergänzend und in Kooperation mit den Kommunen können das weitere Initiativen sein. Auch die Bürgerinnen und Bürger an Planungsprozessen zu beteiligen, ist sinnvoll und kann helfen, Probleme zu vermeiden. Hier einige Beispiele:

Spannende Initiativen, Projekte & Aktionen

Mit einer Staffelfahrt von einer Hochschule mit BMVI-Stiftungsprofessur zur nächsten, auf sieben Etappen durch fünf Bundesländer, wollen Beschäftigte der Hochschulen die aktuelle Situation für Radfahrende „erfahren“ und dazu beitragen, die Verbindung zwischen wissenschaftlicher Forschung und planerischer Praxis zu stärken. In einem Blog berichten sie über ihre Erfahrungen.

21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurücklegen: Stadtradeln ist ein Wettbewerb, bei dem jeder Kilometer für die eigene Kommune zählt. Voraussetzung für die Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger ist eine offizielle Anmeldung durch die Kommune. Viele Kommunen aus der Avacon-Region sind schon dabei. Auch Avacon beteiligt sich daran, zum Beispiel seit vielen Jahren mit einem Team vom Standort Syke (Landkreis Diepholz) beim dortigen Stadtradelwettbewerb.

Ist das Radfahren in meiner Kommune eher ein positives Erlebnis oder Stress? Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) bietet Kommunen mit dem Fahrradklima-Test und auch darüber hinaus Orientierung in Sachen kommunaler Fahrradmobilität. Zum Beispiel mit seinen Programmpapieren für Politik und Verwaltung sowie mit Angeboten seiner Landesverbände und regionalen Geschäftsstellen.

Der ADFC macht mit der Kampagne MehrPlatzFürsRad auf das Platzproblem im Straßenverkehr aufmerksam und fordert mehr Platz für den Radverkehr – auf der Straße, auf Parkplätzen, an Kreuzungen – um diesen Platz für gute Radwege, für sichere Fahrradabstellplätze und allgemein für bessere Radfahrbedingungen zu nutzen.

Praxisbeispiele aus der Avacon-Region

Rollstuhlfahrrad für Bruchhausen-Vilsen

Der Fahrrad-Fuhrpark der Gemeinde Bruchhausen-Vilsen (Landkreis Diepholz) wurde um ein außergewöhnliches Exemplar erweitert: ein elektrisches Rollstuhlfahrrad, das einzige im Landkreis. Es soll auch Rollstuhlfahrern ermöglichen, an Radausflügen teilzunehmen. Um den Kauf des teuren E-Bikes zu ermöglichen, hat Avacon sich an der Finanzierung beteiligt.

Zweites E-Bike in Wennigsen

In Wennigsen (Region Hannover) ist neben dem Lastenrad E-Hannah seit September 2020 mit der Übergabe eines Pedelecs ein zweites öffentliches E-Bike im Einsatz. Mit der Finanzierung wollen Avacon und die Klimaschutzagentur gemeinsam die Klimaschutzaktivitäten vor Ort unterstützen. „So setzen wir einen Impuls für nachhaltiges Mobilitätsverhalten, denn mit einem E-Antrieb lassen sich Außentermine auch im hügeligen Deister-Vorland und bei Gegenwind bequem absolvieren", sagte Avacon-Kommunalreferent Frank Glaubitz. „Das ist eine Alternative zum Pkw“, bestätigt Wennigsens Klimamanager Jan Krebs. Er wolle das Rad nutzen, um im Rahmen seiner Arbeit die Liegenschaften der Gemeinde anzusteuern. „Aber das Rad kann von Kollegen auch außerhalb der Dienstzeit gebucht werden“, betont Krebs.

Cremlingen: Radverkehrskonzept in großen Teilen umgesetzt

Im Jahr 2010 wurde in der Gemeinde Cremlingen (Landkreis Wolfenbüttel) ein Radverkehrskonzept beschlossen und seitdem in großen Teilen umgesetzt. 2021 soll es nun fortgeschrieben werden. Ziel ist dabei, die Attraktivität und Qualität des Radverkehrsnetzes für Alltags- und Freizeitradfahrer zu steigern und damit den Radverkehrsanteil am Gesamtverkehr zu erhöhen. Im Oktober 2019 war der erste Abschnitt des Radweges an der L635 zwischen Cremlingen und Hordorf eröffnet worden. Aktuell bereitet die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr die Realisierung des zweiten Abschnitts vor. „Als niedersächsische Klimakommune kommt die Gemeinde Cremlingen ihrer Verantwortung nach, die Mobilitätswende voranzutreiben und unterstützt damit die Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung“, erklärt Bürgermeister Detlef Kaatz. Weitere Projekte werden sich unter anderem mit dem Ausbau der E-Mobilität und dem Aufstellen neuer Fahrradabstellanlagen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten befassen.

Radwege in der Einheitsgemeinde Osterburg

Ende Juli 2020 führte in Osterburg (Altmark) Bürgermeister Nico Schulz mehrere Gespräche zur zukünftigen Entwicklung des Radverkehrs. Gemeinsam mit der Landesstraßenbaubehörde wurde ein Verfahren zur schnelleren Umsetzung besprochen. „Ein wichtiges Ziel in meiner zweiten Amtszeit war von Anfang an der Ausbau des Radwegenetzes in und um Osterburg. Fahrradverkehr ist eine gesunde Alternative zum Pkw und eine schöne Sport- und Freizeitbetätigung. Deshalb ist es so wichtig, das Radwegenetz weiter auszubauen“, erklärte Schulz. „Besonders erfreulich ist, dass nun vereinbart wurde, dass als erstes die Landesstraßen zwischen Düsedau und Walsleben, zwischen Osterburg und Flessau sowie die Ortsumfahrung Osterburg ausgebaut werden sollen.“

Radwegebeschilderung im Nord-Osten Sachsen-Anhalts wird umgesetzt

Seit 2016 arbeiteten Akteure aus 12 Kommunen gemeinsam an einem Pilotprojekt für eine Radwegebeschilderung im Nord-Osten Sachsen-Anhalts. So auch die Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land als Koordinationsstelle. Die erste Projektphase konnte Ende Juli 2020 abgeschlossen werden. Sie beinhaltete die Netzentwicklung, die Qualitätsprüfung und das Erstellen eines Beschilderungskatasters des Radwegenetzes mit einer Gesamtlänge von 1 400 Kilometern. Anschließend konnten die Kommunen, bei denen die Förderbescheide bereits vorlagen, direkt in die Umsetzung starten. „Ich freue mich schon sehr auf das Frühjahr und die neue Radsaison, denn dann wird das neue Beschilderungssystem an den Radwegen aufgestellt sein“, erklärt Jeanett Czinzoll, Tourismusmanagerin der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land. „Ich bin schon sehr gespannt, wie unsere Radtouristen darauf reagieren werden.“ Das System, für das sich die Kommunen entschieden haben, nennt sich „Knotenpunktbezogene Wegweisung“. Eine Beschilderungsart, auch als „Radeln nach Zahlen“ bekannt, die in Belgien erfunden wurde und Radfahrern und Radwanderern ganz unkompliziert ohne Landkarte oder Navi dabei hilft, nicht vom Weg abzukommen. Gefördert wird das Projekt aus EU-Mitteln im Rahmen des LEADER-Programms zur Förderung ländlich geprägter Regionen.

Barleben: Gute Erfahrungen mit abschließbaren Fahrradboxen

Der Bahnhofsvorplatz in Barleben (Landkreis Börde) wurde bereits 2005 umgestaltet. Zu den Maßnahmen gehörte die Installation von 50 Fahrradstellplätzen. Dazu zählen zehn abschließbare Fahrradboxen, die für fünf Euro pro Monat vermietet werden. Hinzu kommt lediglich eine Kaution in Höhe von 20 Euro. Derzeit gibt es sieben Dauermieter, die das Angebot nutzen, berichtet Frank Nase, Bürgermeister der Gemeinde Barleben. „Dabei handelt es sich sowohl um Bürger aus Barleben, als auch um Berufspendler oder Schüler, die aus anderen Orten kommen und hier arbeiten oder zur Schule gehen. Die Nachfrage zeigt uns, dass es Menschen gibt, die ihr Fahrrad sicher und trocken am Bahnhof abstellen möchten und auch bereit sind dafür etwas zu zahlen“.

„Radverkehrsstrategie Lüneburg 2025“

Die Hansestadt Lüneburg veröffentlichte 2018 den Endbericht ihrer „Radverkehrsstrategie Lüneburg 2025“. Diese zielt darauf ab, die Infrastruktur für Radfahrer weiter auszubauen, bauliche Mängel zu beheben, Unfallstellen zu beseitigen und die Anforderungen des Radverkehrs noch besser mit den Ansprüchen des Denkmalschutzes zu vereinbaren sowie die Akteure des Radverkehrs stärker zu vernetzen und in Planungsprozesse einzubinden.

Und was tun wir bei Avacon?

Für Kommunen

Bei Avacon möchten wir Kommunen bei der Umsetzung der Verkehrswende bestmöglich unterstützen. In Sachen Radverkehr beispielsweise setzen wir ganz gezielt auf Projekte in der Region, wie die Finanzierung des elektrischen Rollstuhlfahrrads in Bruchhausen-Vilsen oder die Förderung von Lastenrädern als Gesellschafter der Klimaschutzagentur Region Hannover. Aktuelle Beispiele sind das neue Pedelec für Wennigsen und die Übergabe eines Lastenrads Hannah in Garbsen im September 2020. Zum dritten Mal war der Gewinn eines Lastenrads für das fahrradaktivste Kommunalparlament beim Stadtradeln ausgelobt worden. 32 von 42 Garbsener Ratsmitgliedern hatten am Wettbewerb teilgenommen und sind in drei Wochen jeweils ca. 100 Kilometer gefahren und haben gewonnen. Auf dem Campusgelände in Garbsen gibt es nun eine Ausleihstation für die Hannah. Das Lastenrad kann von Studierenden, Uni-Personal und Bürgerinnen und Bürgern der Stadt ausgeliehen werden.

Ein attraktives Angebot aus dem Avacon-Shop ist die Ladestation Charge4Bike inkl. Werbefläche, die beispielsweise vor Geschäften oder Bürogebäuden aufgestellt werden kann.

Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Für Avacon-Angestellte gibt es verschiedene Angebote. Ein Beispiel ist das JobRad – ein Fahrrad- oder E-Bike-Leasing über den Arbeitgeber zu günstigeren Konditionen. Mitarbeitende können sich im Fachhandel ihr Wunschrad – Fahrrad oder E-Bike – aussuchen. Die monatliche Leasingrate wird dann bequem von der monatlichen Gehaltsabrechnung abgezogen, sodass die Angestellten sich einen teuren Kauf sparen und gleichzeitig von den steuerlichen Vorteilen der Gehaltsumwandlung profitieren. Am Ende der Laufzeit kann direkt ein neues Dienstrad beantragt werden. Besonders bei E-Bikes ist das interessant, denn so können die Avacon-Arbeitnehmer stets ein Modell mit der modernsten Technologie in Sachen Antrieb und Akkuleistung fahren. Das alte Rad wird einfach zurückgegeben. Natürlich darf das Bike auch für private Fahrten genutzt werden.

Förderungen & Wettbewerbe

Bike+Ride-Offensive:
Das Kooperationsprojekt der Deutschen Bahn und des Bundesumweltministeriums unterstützt im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative Kommunen noch bis 2022, um neue Fahrradstellplätze an ihrem Bahnhof zu errichten. Ziel ist, die Bahnhöfe für den Umstieg vom Auto aufs Fahrrad in Kombination mit der Bahn attraktiver zu machen. Die Kommunalrichtlinie der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) bietet hierfür eine attraktive Fördermöglichkeit.

#mobilwandel2035 – Zukunftswettbewerb nachhaltige Mobilität:
Wie kann eine umwelt- und klimafreundliche Mobilität in Zukunft aussehen? Welche Herausforderungen und Lehren ziehen wir aus der aktuellen Corona-Pandemie? Projektskizzen können noch bis 15. November 2020 eingereicht werden. Mitmachen lohnt sich!

Förderprogramm Klimaschutz durch Radverkehr:
Mehr Radwege für sicheres und klimafreundliches Vorankommen, Stellplätze mit Ladestationen für Pedelecs und Lastenräder, Lösungen für lokale Radverkehrsdienstleistungen, mehr Raum für klimafreundliche Zweirad-Mobilität? Hier können Sie für Ihr Projekt bis zum 31.10. 2023 einen Förderantrag stellen. Der Eigenanteil wurde bis 31. Dezember 2021 gesenkt, die Förderung erhöht.

BMVI fördert Radschnellwege:
Das Bundesverkehrsministerium stellt seit 2017 jährlich Mittel für Radschnellwege bereit. Im Zuge des beschlossenen Klimapaketes soll die Förderung ab 2021 bis 2023 auf 50 Millionen Euro verdoppelt werden. Kommunen können Anträge beim Land stellen, das dann die Bundesförderung beantragt. In Niedersachsen wurden bereits Radschnellwege in Achim und im Großraum Braunschweig gefördert.

Weitere Fördermöglichkeiten:
Weitere Informationen zu Fördergeldern für Kommunen für die Verkehrswende finden Sie hier.

Praxistipps für die kommunale Verkehrswende

Wie könnte die lebenswerte Kommune der Zukunft aussehen? Weitere Praxisbeispiele und Tipps für die kommunale Verkehrswende finden Sie hier.

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Optimaler Ladeplatz für E-Bikes, der beispielsweise vor Geschäften oder Bürogebäuden aufgestellt werden kann. Ladestation mit vier Steckdosen, ausgestattet mit je zwei Anschlüssen pro Seite.

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