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Klimaschutz fördern lassen

Klimaschutz fördern lassen

Avacon-Kommunalreferent Klaus Schmekies, Ines Fritsche vom Bauamt Jerichow und Jerichows Bürgermeister Harald Bothe (v. l. n. r.) überzeugen sich von der neuen Hallenbeleuchtung.

Klimaschutz kostet – doch Förderungen der Bundesregierung können hier helfen. Schlagenthin und Kalbe (Milde) haben mithilfe der Kommunalrichtlinie bereits Maßnahmen umgesetzt.

Um Städte und Gemeinden beim Klimaschutz zu unterstützen, fördert das Bundesumweltministerium (BMUB) auf Basis der „Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative“ (Kommunalrichtlinie) Klimaschutzprojekte. Anträge im Rahmen der novellierten Kommunalrichtlinie können vom 1. Juli bis 30. September 2017 gestellt werden.  

Neue Hallenbeleuchtung

Genutzt hat die Fördermöglichkeit der Jerichower Ortsteil Schlagenthin, eine der ersten Kommunen, die gemeinsam mit Avacon das Programm „Sanierung der Innenbeleuchtung“ umsetzte: Die Turnhallen-Beleuchtung stammte noch aus DDR-Zeiten – insgesamt wurden alle 21 Lampen auf moderne, energiesparende LEDs umgerüstet. „Für die Anschaffung der Leuchten gab es über die Kommunalrichtlinie einen 30-prozentigen Zuschuss vom Land“, so Harald Bothe, Bürgermeister der Stadt Jerichow. Mit den neuen Leuchten werden voraussichtlich jeden Monat 280 Euro an Energiekosten eingespart; die Investition rechnet sich nach etwa vier Jahren. Harald Bothe ergänzt: „Wir hatten 2014 bereits für die Umstellung unserer Straßenbeleuchtung eine solche Förderung beantragt und gute Erfahrungen damit gemacht. Auch die Baumaßnahme lief wie geplant.“

Bürgerwindräder

In Kalbe (Milde) wurden Wind- und Biogasanlagen durch die Kommunalrichtlinie gefördert. Mehr als 190.000 Megawattstunden Strom aus Erneuerbaren Energien werden so produziert – das Fünffache des örtlichen Strombedarfs. In der Broschüre „Kleine Kommunen – Groß im Klimaschutz“ des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) wird die Stadt als gutes Beispiel ausführlich beschrieben. „Ich versuche den Menschen vor Ort immer wieder klarzumachen, dass Klimaschutz auch finanzielle Vorteile für alle bringen kann, etwa durch Bürgerwindräder“, betont Karsten Ruth, Bürgermeister der Einheitsgemeinde. Bei diesem Modell beteiligen sich die Einwohner in einer Genossenschaft an der Finanzierung der Windkraftanlagen und bekommen einen Teil des erzielten Gewinns. Auch die Gemeinde profitiert – von den Pachteinnahmen der bereitgestellten kommunalen Flächen.