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Professionelle Lösung

Wasserversorgung

Mehr Trinkbrunnen in Städten und Gemeinden

Avacon Wasser hat in mehreren Gemeinden in Niedersachsen Trinkbrunnen in Betrieb genommen. Um spätere Reinigungsarbeiten zu erleichtern, hat das Unternehmen die Granitsteine gleich nach Inbetriebnahme imprägniert.

Immer wieder steigt das Thermometer im Sommer auf 30 Grad oder noch höher. Vor allem in den Städten ist die Hitze dann oft schwer erträglich. Deshalb gilt seit Januar 2023 eine neue EU-Richtlinie, die besagt: Im
öffentlichen Raum soll es in Zukunft mehr Trinkbrunnen geben. Um der EU-Trinkwasserrichtlinie Folge zu leisten, hat die Bundesregierung verfügt, dass die Bereitstellung von Leitungswasser durch Trinkwasserbrunnen an öffentlichen Orten nun auch zu den Aufgaben der Daseinsvorsorge gehört.

Umsetzung liegt in kommunaler Hand

Das Gesetz ist zwar ein Bundesgesetz, für die Planung, Umsetzung und Finanzierung der Trinkbrunnen sind allerdings die Kommunen verantwortlich. So sollen Städte und Gemeinden –  sofern es technisch machbar ist und dem lokalen Bedarf entspricht –  beispielsweise in Parks, Fußgängerzonen und in Einkaufspassagen Brunnen aufstellen. „Das stellt uns in den Kommunen vor große Herausforderungen“, sagt Steffen Schilm, Bürgermeister der Stadt Tangermünde im Landkreis Stendal. „Wir setzen auf die Expertise von Fachleuten wie zum Beispiel von Avacon Wasser, um in Sachen Technik und Hygiene alle Anforderungen zu erfüllen.“
Neben sauberem Wassern zum Trinken und als Erfrischung erhofft sich die Regierung mit der neuen Regelung auch weniger Müll durch weggeworfene Wasserflaschen.

Trinkbrunnen aufstellen, aber richtig

Damit das Wasser aus den Trinkbrunne auch immer klar und rein ist, gibt es, einige Dinge zu beachten. Vor allem technische und hygienische Aspekte sollten den Standort bestimmen.

  • Trinkwasserspender möglichst nah an eine Versorgungsleitung legen
  • Stagnation im Wassersystem vermeiden
  • Verkehrssicherungspflicht muss eingehalten werden
  • ganztägige Sonneneinstrahlung vermeiden
  • Brunnen nicht direkt unter Bäumen aufstellen, da sonst die Gefahr besteht, dass das Wasser zum Beispiel durch Vogelkot verunreinigt wird
  • wenn möglich, sollte ein Gossenablauf vorhanden sein

Ob das Wasser aus den öffentliche Trinkbrunnen den Hygienevorschriften entspricht, überprüft in regelmäßigen Abständen das Gesundheitsamt.

Wasserschutz im Klimawandel

Ob Trinkbrunnen als Hitzeschutz oder Entsiegelung als Maßnahme gegen Hochwasser – es gibt verschiedene Instrumente, mit denen sich Kommunen an den Klimawandeln anpassen können. Wie genau das aussehen kann, erarbeitet die Gemeinde Uetze in der Region Hannover gerade mit dem Projekt GeHaKliWaL (Gemeinsames Handeln im Klimawandel: Klimaangepasstes regionales Wassermanagement für Landwirtschaft, Umwelt und Mensch).

Knappe Ressource

„Uetze galt lange Zeit als wasserreiche Kommune“, sagt Bürgermeister Florian Gahre. Der Anstieg der Temperaturen auf der Erde hat das Bild verändert. Lange Trockenphasen und drohende Starkregenereignisse stressen Landbau und Vegetation, Sandböden lassen das Oberflächenwasser zudem schnell abfließen. Eine Beregnung der Felder ist angesichts historisch niedriger Grundwasserstände nicht mehr selbstverständlich.

Mit finanzieller Unterstützung des Bundes knüpft „GeHaKliWaL“ an das 2018 beschlossene Klimafolgenanpassungskonzept der Region an. Landwirtschaft und Gewässerschutz, Wasserwirtschaft und Trinkwasserversorgung verlangen eine ganzheitliche Lösung.

Vorbild für Kommunen

Avacon Wasser beteiligt sich an diesem Projekt und unterstützt maßgeblich bei Teil- und Gesamtkonzepten. Ziel ist die nachhaltige Sicherung der Wasserressourcen und eine geregelte Wasserverteilung im Konsens mit allen Wassernutzern. Für eine nachhaltige Sicherung des Wassers sind drei Fragen von zentraler Bedeutung:

  • Wie ist die Wasserneubildung in der Region?
  • Wie ist die Wasserdarbietung in der Region?
  • Wer sind die Wassernutzer in der Region?

Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Wassermengenbilanz. Gemeinsam mit der Region wird ermittelt, wie viel Wasser vorhanden ist und wofür es verwendet wird. Die Ergebnisse der Bilanz sollen im Herbst 2024 vorliegen.

Außerdem werden die Wassernutzer aufgefordert, ihren Verbrauch für die nächsten fünf Jahre zu danach folgt ein Abgleich mit dem Wasserdargebot. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird sich herausstellen, dass zu wenig Wasser zur Verfügung steht. Das Wasser muss also im Kreislauf gehalten werden. Wie das genau umgesetzt werden kann, sollen konkrete Maßnahmen zeigen, die bis Ende 2025 entwickelt werden.      

Der gesamte Wasserkreislauf verlangt Schutzmaßnahmen. Der Klimawandel lässt vermehrt Feuchtigkeit verdunsten, Wetterextreme wie Starkregen und Trockenperioden sind Stressfaktoren und bringen Gefahren.

Gut vorbereitet

Mit verschiedenen Maßnahmen schützen Kommunen ihre Wasserversorgung gegen Starkregen und Hochwasser.

Sommerwetter – mal Gewitter, mal Starkregen, mal Hitze. Eine Herausforderung für die Wasserver- und Abwasserentsorgung in den Kommunen.

In Rietzel, einem Ortsteil der Stadt Möckern im Jerichower Land, war ein Durchfluss am Ortseingang zu eng. Nach starken Regenfällen konnte Wasser, das eine Straße im Nachbarort überflutet hatte und unkontrolliert nach Rietzel abgeflossen war, auf den anliegenden, meist versiegelten Flächen nicht versickern. „Mit zahlreichen Experten haben wir die Lage vor Ort besichtigt und Ausbesserungen beschlossen”, so Ortsbürgermeisterin Doris Kühne. 

Hemmingen erstellt derzeit eine Starkregen-Gefahrenkarte, um mit gezielten Maßnahmen Überflutungen vorzubeugen.

Für die Stadt Hemmingen steht das Thema Starkregen ebenfalls auf der Agenda. „Wir sind gerade dabei, eine Starkregen-Gefahrenkarte zu finalisieren“, sagt Bürgermeister Jan Dingeldey. „Dabei schauen wir, wo sich im Stadtgebiet Gefahren-Hotspots befinden. Hier müssen wir dann gezielte Maßnahmen prüfen, um Überflutungen zu vermeiden.“

Avacon Wasser bietet den Kommunen verschiedene Dienstleistungen im Bereich Überflutungsschutz an. Dazu gehören:

  • Starkregenrisiko-Management – von der ersten Analyse über Handlungskonzepte bis hin zum Objektschutz
  • Entwässerungs-, Regenwassernutzungs- und Kreislaufsysteme

Grüne Oasen schaffen

Heiße Sommer, lange Trockenperioden, sintflutartige Regenfälle – die Folgen des Klimawandels sind spürbar. Was dagegen hilft, erläutert Thomas Meyer, Geschäftsführer von Avacon Wasser.

In den Gemeinden sind Trinkwasserbrunnen ein Baustein für die Wasserversorgung. Ein Vorbild dafür ist Lüneburg.

Die Problemlage ist allgegenwärtig, Handlungsdruck besteht seit Langem, erklärt Thomas Meyer, Geschäftsführer von Avacon Wasser. „Vor allem die letzten fünf Hitzesommer haben gezeigt, dass Extremwetterlagen zunehmen. Wir müssen jetzt konsequent handeln.“ Temperaturen jenseits von 40 Grad treffen besonders urbane Räume und Stadtbewohner, aber auch die Landwirtschaft leidet unter sinkenden Grundwasserpegeln. „Flächen entsiegeln und mehr Grün sind naheliegende Optionen, um ein besseres Mikroklima zu schaffen“, sagt Meyer.

 

Die Schwammstadt

Eine verdichtete Bebauung und versiegelte Flächen halten die Hitze in der Stadt, für den Wasserhaushalt sind sie extrem nachteilig: Das Wasser kann nicht an Ort und Stelle versickern und in den Wasserkreislauf eingehen. Stattdessen fließt es oberflächlich schnell ab, sammelt und staut sich zu Fluten, die große Schäden anrichten können und bei starkem Regen jede Kanalisation überfordern.

„Das Modell der Schwammstadt bietet ein Konzept für Gegenmaßnahmen: Je mehr Wasser lokal zurückgehalten wird, umso besser stehen die Chancen für ein angenehmeres Stadtklima. Auch kleinere Kommunen können Punkte daraus übernehmen – so wie jedes Modell lokal angepasst werden muss. Für Quartiere, die neu gebaut werden, sollte die Schwammstadt unbedingt Vorbild sein – mit viel Blau, also offenen Wasserflächen, und Grün.“ Das Begrünen von Dächern, Fassaden und Straßenzügen fördert die Verdunstungskühlung und wirkt der Entstehung von Hitzeinseln entgegen – weiterer Pluspunkt der Schwammstadt. So bleibt das Regenwasser zu großen Teilen in der Stadt. Viele kleine Speicherräume im Straßenraum wie Tiefbeete oder Baumrigole verzögern die Ableitung des Niederschlags und erhöhen über die Bepflanzung zugleich die Verdunstung. Gut fürs Mikroklima.

„Wasser lokal zurückhalten
verbessert das Mikroklima.“

Thomas Meyer, ehemaliger Geschäftsführer Avacon Wasser

Ganzheitlicher Ansatz

Und wie sieht es auf dem Land aus? „Wir müssen auch dort ganzheitliche Lösungen finden“, so Meyer. „Also vorhandenes Wasser effizienter nutzen und uns auf sinkende Pegel einstellen. 30 bis 40 Prozent Trinkwasser einzusparen ist eine sinnvolle Zielmarke.“ Etwa durch das sparsame Bewässern von Feldern, Rückhaltebecken und Renaturierungsflächen sowie die Nutzung von Grauwasser, also gering verschmutztem Abwasser. Bestärkt sieht sich Meyer durch die Aktivitäten der Bundesländer Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. In ihren Wasserstrategien betonen sie die Wechselbeziehung von Wasser, Boden und Klima, zur natürlichen Umwelt mit Tieren und Pflanzen, zur Land- und Forstwirtschaft, aber auch zu Nachhaltigkeit, Risikovorsorge und Katastrophenschutz.

Vorbild sein, Bewusstsein wecken

Baumpflanzaktionen und Trinkbrunnen in Städten sieht Meyer positiv. Vorbilder dafür, etwa in Lüneburg, gibt es bereits. „Der berühmte Tropfen auf den heißen Stein rettet zwar nicht die Welt. Der Trinkbrunnen an der Rathauswand symbolisiert aber das kommunale Engagement und weckt ein Bewusstsein dafür, wie kostbar Wasser für uns ist.“ 

Wasserforum Region Lüneburg e. V.

Wie wichtig es ist, jetzt zu handeln, haben die Wasserversorger der Region Lüneburg mit der Stadt und dem Landkreis Lüneburg erkannt. Zusammen mit Kommunen der Region, der Bürgerinitiative „Unser Wasser“, Fachbehörden und Naturschutzverbänden haben sie das Wasserforum Region Lüneburg e. V. gegründet. Zu den Initiatoren gehört unter anderem Thomas Meyer, ehemaliger Geschäftsführer der Avacon Wasser. „Um unsere Wasserressource auch für die nachfolgende Generationen zu gewährleisten, muss ein Umdenken stattfinden“, erklärt Thomas Meyer den Grundgedanken hinter dem Konzept. „In unserem Wasserforum wollen wir ganzheitliche Lösungen entwickeln und das Thema Wasser dauerhaft sichtbar machen.“ Interessierte Bürgerinnen und Bürger der Region ist eingeladen mitzuwirken.

Wasser im regionalen Kreislauf halten

Das Lüneburger Konzept setzt auf verschiedene Bausteine: „Wir müssen Wasser sparen, alternative Quellen nutzen und zugleich die Grundwasserneubildung fördern“, erläutert Fachdienstleiter Stefan Bartscht vom Landkreis Lüneburg. Dabei stellten sich eine Reihe von Fragen: Wie wird in Wohn- und Neubaugebieten mit Regenwasser umgegangen? Welche Rolle kann die Bodenbearbeitung, Fruchtfolge und die Auswahl trockenheitstoleranter Sorten in der Landwirtschaft spielen? Wie kann mehr Wasser eingespart werden – auch in der Landwirtschaft? Welche Moore können renaturiert werden? „Der Kernpunkt ist: Wir müssen das Regenwasser in der Umgebung halten und in den regionalen Wasserkreislauf integrieren“, bringt es Thomas Meyer auf den Punkt.

Drei Fragen an ...

Thomas Maack

Der Schutz des Grundwassers verlangt ganzheitliche Lösungen und mehr Bewusstsein dafür, dass Wasser ein kostbares Gut ist. Dafür setzt sich das Lüneburger Wasserforum ein. Thomas Maack ist Vorstand des Forums.

Thomas Maack ist seit 2011 Bürgermeister in Adendorf (Landkreis Lüneburg) und Vorstand im Lüneburger Wasserforum.

Herr Maack, was sind die Ziele des Forums?

Wir wollen Bürger, Landwirtschaft und Industrie, Schulen, Wissenschaft und Kultureinrichtungen für den Wasserschutz sensibilisieren. Das Bewusstsein dafür ist gestiegen und es gibt gute Ideen, es weiter zu vertiefen.

 

Was tun Sie im Wasserforum konkret?

Wir gehen zum Beispiel in die Schulen, um aufzuklären und zu informieren. Mit Veranstaltungen wie dem Weltwassertalk wenden wir uns an die Bevölkerung. Und mit unseren Aktionen, etwa der Baumpflanzaktion, machen wir öffentlich darauf aufmerksam, dass jeder selbst etwas für eine nachhaltige Wassernutzung tun kann.

 

Wie können Kommunen dazu beitragen, das Trinkwasser zu schützen?

Sehr wichtig sind Maßnahmen, die dafür sorgen, dass das Regenwasser an Ort und Stelle versickern kann, statt in der Kanalisation zu landen. Stichwort Flächen entsiegeln. Weitere Maßnahmen sind öffentliche Trinkwasserbrunnen, aber auch Schutzvorkehrungen gegen Überflutungen. Grünflächen, auch begrünte Dächer und Fassaden, helfen gegen Hitze. Das könnte in Zukunft auch Teil von Bebauungsplänen werden.

Wassersparen in Haushalt und Garten

In Deutschland verbraucht jeder Einwohner täglich rund 130 Liter Trinkwasser – sei es beim Wäschewaschen, Kochen, Duschen oder beim Betätigen der Toilettenspülung. Dabei wäre es oft gar nicht so schwierig, im Haushalt und Garten Wasser zu sparen. Hier sind unsere Tipps.

 

Ein Sparduschkopf verringert die Wassermenge um bis zu 50 Prozent und macht sich daher schnell bezahlt. Das Prinzip ist simpel: Der Luftsprudler – auch Perlator oder Perlstrahler genannt – mischt dem Wasserstrahl Luft bei. Das Ganze funktioniert auch an allen Wasserhähnen im Haushalt. Die Technik lässt sich problemlos installieren: Einfach den Duschkopf tauschen beziehungsweise den Strahlregler am Hahn anbringen.

Wassersparen kann so einfach sein: Drehen Sie den Hahn öfter ab, damit das Wasser kürzer läuft – etwa beim Einseifen während des Duschens oder Händewaschens. Für das Zähneputzen verwenden Sie einen Becher, für die Nassrasur schließen Sie den Abfluss. Wer kaltes Wasser nutzt, spart zudem Energiekosten, um das Wasser zu erwärmen. Wasser und Energie spart auch ein Einhandhebelmischer, da sich die Temperatur schneller einstellen lässt als mit zwei Wasserhähnen.

Rasen und Beete am besten frühmorgens oder am späten Abend bewässern. Dann ist die Verdunstung am geringsten. Das Wasser nicht auf die Blätter gießen – da verdunstet es nur. Besser am Übergang zum Boden verteilen, so gelangt es in die tiefen Bodenschichten zu den Wurzeln.

Das gesammelte Nass zum Bewässern kostet keinen Cent. Regen ist außerdem mit seinem niedrigen pH-Wert für Pflanzen verträglicher als kalkhaltiges Leitungswasser. Wer Blumen in Kübel oder Balkonkästen pflanzt, kann die Gefäße vorab mit einer Schicht Blähton füllen. Dieser speichert das Wasser und gibt in Trockenperioden über längere Zeit Feuchtigkeit an die Pflanzen ab. 

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