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Frauenhände an Heizung

Lüneburg hat Energie

Dekarbonisierung der Wärme

Für ein klimaneutrales Lüneburg bis 2030

Grüne Wärmeversorgung vor Ort

Wir von Avacon unterstützen die Klimanziele der Stadt Lüneburg mit vielseitigen Maßnahmen. Ein zentraler Aspekt auf dem Weg in eine emissionsfreie Energieversorgung vor Ort ist die Dekarbonisierung der Wärme, also die Transformation in eine Wärmeversorgung frei von CO2. Rund 60 Prozent des täglichen Energieverbrauchs im privaten Leben entfällt auf Heizen und Warmwasser – eine Energiewende ohne klimaschonende Wärme ist daher nicht denkbar.

Dafür hat sich unsere Tochtergesellschaft Avacon Natur GmbH, die in Lüneburg unter anderem ihr größtes Fernwärmenetz, sieben Biogas-Blockheizkraftwerke sowie weitere innovative Wärmekonzepte betreibt, ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Bis 2030 soll die gesamte Wärmeversorgung der Avacon Natur in Lüneburg frei von CO2-Emissionen sein.

Um das zu erreichen und gleichzeitig die zuverlässige, flächendeckende Versorgung zu gewährleisten, ist ein Mix aus verschiedenen Maßnahmen notwendig, an denen Avacon Natur bereits seit vielen Jahren arbeitet.

Dazu gehört neben Aktivitäten im Bereich Geothermie, Solarthermie und Wasserstofftechnologie der Ausbau des Fernwärmenetzes. Dieses wird in Lüneburg im Schnitt aktuell bereits mit rund 25 % regenerativem Anteil betrieben. Damit liegen wir in der Hansestadt rund 10 % über dem Bundesdurchschnitt, bei dem lediglich 15% der Energiequellen in Fernwärmenetzen aus grünen Energien bestehen.

Wir bauen an der Zukunft

Zusammenschluss des Fernwärmenetzes Lüneburg 2022/2023

Die rot eingezeichnete Fläche zeigt die aktuellen Baumaßnahmen im Bereich der Verbindungsleitung.

In Lüneburg befindet sich mit rund 46.000 Metern Länge das mit Abstand größte Fernwärmenetz von Avacon Natur, einem hundertprozentigen Tochterunternehmen unserer Avacon AG. Fünf Teilnetze versorgen zusammen aktuell mehr als 1.000 Gebäude. Das entspricht einem jährlichen Volumen von 125 Gigawattstunden.

Bereits heute besteht das Lüneburger Fernwärmenetz im Schnitt aus 25 % regenerativen Energiequellen. Damit liegen wir 10 Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt. Unser Ziel ist es, diesen Anteil kontinuierlich zu steigern, um bis 2030 das gesamte Netz klimaneutral umzubauen. Der kontinuierliche Ausbau des Fernwärmenetzes in Lüneburg trägt damit maßgeblich zur Dekarbonisierung der Energieversorgung vor Ort bei.

Ab September 2022 wird das Fernwärmenetz in Lüneburg um weitere 1.400 Meter erweitert und schafft damit neue Anschlussmöglichkeiten für viele weitere Gebäude im Bereich Hanseviertel/Kaltenmoor.  

Indem die beiden Teilnetze Hanseviertel und Kaltenmoor hydraulisch verbunden werden, kann außerdem der Anteil der erneuerbaren Energien im Gesamtnetz gesteigert werden. Zusätzlich wird im kommenden Jahr ein mit Biomethan betriebenes Blockheizkraftwerk-Modul mit einer Leistung von 1.100 kWel im Heizkraftwerk in Lüneburg Kaltenmoor installiert, um den Anteil regenerativer Energien im östlichen Teil des Netzes weiter zu erhöhen. Ziel ist es dabei, hier einen Anteil von knapp 60 % zu erreichen.

Mehr grüne Energien, bessere Fördermöglichkeiten für Bauherren

Daraus ergibt sich eine verbesserte Fördersituation für Bauherren für einen neuen Anschluss an das Fernwärmenetz Lüneburg Ost, Bereich Kaltenmoor. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ist ein Förderprogramm des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Es fördert unter anderem die Investitionskosten für den Anschluss an ein Wärmenetz.

Der Anschluss an ein Wärmenetz mit mindestens 55 % regenerativem Anteil  – so wie es in Lüneburg durch die aktuellen Maßnahmen zukünftig im gesamten östlichen Teilnetz (Kaltenmoor/Hanseviertel) erreicht werden soll  – wird mit 25 % gefördert. Beim Austausch einer Ölheizung sind es zusätzlich 10 % (insgesamt 35 %).

Schritt für Schritt für eine klimanschonendere Wärme

Die Baumaßnahmen zum Zusammenschluss der beiden Fernwärmenetze gliedern sich in fünf Teilschritte. Start ist im nördlichen Bereich der Verbindungsleitung, ausgehend von der Henningstraße im Hanseviertel. Anschließend verlagern sich die Bauarbeiten über die Bleckeder Landstraße, Am Schützenplatz und die Dahlenburger Landstraße zum Bereich am Schwalbenberg Richtung Kaltenmoor.

Wir sind mit der Stadt, der AGL, KVG und weiteren Beteiligten in enger Abstimmung, um einen optimalen Bauverlauf abzustimmen. Wir werden bereits geplante Sperrungen entlang der Verbindungsleitung nutzen, um die Auswirkungen auf den Stadtverkehr und die Anwohner so gering wie möglich zu halten.

> Aktuelle Baumaßnahmen finden Sie hier

 

Ist Fernwärme bei Ihnen im Bereich Hanseviertel/Kaltenmoor verfügbar?

Sie haben Interesse, sich am Fernwärmenetz anzuschließen? Wo ein Anschluss möglich ist und welche Schritte es dabei zu beachten gibt, erklären wir Ihnen hier.

Fernwärme – so funktioniert's

Gut zu wissen

Bei der Fernwärme werden Gebäude über ein unterirdisches Rohrleitungsnetz mit Heizwärme und Trinkwarmwasser versorgt.

Von der Wärmeerzeugungsanlage, beispielsweise einem Blockheizkraftwerk, wird die Wärme mittels heißem Wasser über unterirdische, isolierte Rohre zu den Verbraucher:innen gepumpt. Diese können sie für ihre Heizung sowie für Warmwasser nutzen. Das abgekühlte Wasser wird anschließend wieder durch das Fernwärmenetz zurück zur Wärmeerzeugungsanlage transportiert. Damit entsteht ein geschlossener Kreislauf.  

Bei der Fernwärme können verschiedene Brennstoffe und Wärmequellen eingesetzt werden. Diese Flexibilität zählt zu den großen Vorteilen der Fernwärme. So wird aktuell in vielen Fernwärmenetzen, unter anderem hier in Lüneburg, der Anteil der regenerativen Energien erhöht. Eine der häufigsten Wärmequellen für Fernwärme sind Heizkraftwerke und Blockheizkraftwerke, die unter anderem mit Biomethan betrieben werden. Aber auch industrielle Abwärme beispielsweise aus einer Müllverwertung oder Abwasseraufbereitung sowie Geothermie oder Solarthermie können als Energielieferanten dienen.

Mehr über Avacon Natur

Unser Tochterunternehmen Avacon Natur entwickelt zukunftsfähige Energielösungen und verbindet dabei natürliche Ressourcen mit technischem Know-how. Dazu gehören unter anderem innovative Wärme- und Photovoltaik-Konzepte sowie sektorenübergreifende Quartierslösungen.