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Vertraute Szene mit Mutter mit Kind vor Windrädern

Lüneburg hat Energie

Klimaneutrale Energiezukunft

Projekte und Ideen, die uns nachhaltig weiterbringen.

Die Zukunft der Energie ist grün – und trägt entscheidend zum Klima- und Umweltschutz bei. Wir von Avacon arbeiten auf allen Ebenen daran, neue klimafreundliche Technologien und Ideen voranzubringen und die verschiedenen Verbrauchs-Sektoren zum Nutzen von Mensch und Umwelt zu koppeln. Unsere Ziele sind ambitioniert, auch für den Bereich Lüneburg: Bestes Beispiel ist das Testen der „Smart Grid“-Technologie, über die Verbrauch und Einspeisung intelligent synchronisiert werden sollen. Eine Strategie ganz im Sinne des 2021 nochmals verschärften Klimaschutzpakets, das gerade die Sektoren Verkehr und Wärme zunehmend in der Klimaschutz-Verantwortung sieht! Wir sind sicher: Lüneburg und sein Umland haben das Zeug dazu, auch in Sachen Klima mit bestem Beispiel voranzugehen.

Hoffnungsträger

Wasserstoff

Im Juni 2020 brachte die Bundesregierung eine nationale Wasserstoffstrategie auf den Weg. Diesen Weg gehen wir bei Avacon gern weiter mit – und zwischendurch auch einfach mal voran! Mit immer neuen Pilot- und Forschungsprojekten bundesweit möchten wir herausfinden, ob und wie Wasserstoff breiter eingesetzt werden kann und mit unseren Erkenntnissen dazu beitragen, CO2-Emissionen spürbar zu verringern.

Ob hier bei uns Salzkavernen zu Wasserstoffspeichern werden und wenn ja, wann, wissen wir noch nicht. Was wir aber wissen, ist, was H2 im Energiesystem so alles leisten kann:

Speisen

Nicht alles neu, aber vieles besser: Nahezu überall, wo der direkte Einsatz von Ökostrom nicht oder nur schwer möglich ist, gilt Wasserstoff als vielversprechende Alternative. Energieintensive Prozesse in der Stahl-, Chemie oder Zementindustrie, die jetzt noch mit Kohle, Öl oder Erdgas betrieben werden, lassen sich vergleichsweise einfach umstellen. Allerdings bremst den breiten Einsatz von Wasserstoff derzeit noch die Frage nach Verfügbarkeit und Erzeugungskosten.

Speichern

Der Ausbau von Wind- und Solarenergie freut uns alle. Allerdings brauchen wir jetzt neue Speicherkapazität und Möglichkeiten, Überschussstrom sinnvoll zu nutzen. Hier kann die Umwandlung freier Ökostrommengen in Wasserstoff nicht nur saubere Energie liefern, sondern auch das Stromsystem stabilisieren: In Zeiten günstiger Produktionsbedingungen schafft die Wasserstofferzeugung zusätzlichen Stromverbrauch, Stromangebot und Nachfrage bleiben also im Gleichgewicht und Windräder oder Solarmodule müssen nicht mehr abgeregelt werden.

Selbstgänger?

Nein, leider nicht! In Sachen Wasserstoff ist noch längst nicht jeder Weg gedacht, gemacht oder alle Schwierigkeiten ausgeräumt. Fachleute erwarten entsprechend, dass der Anlaufweg zur Wasserstoffwirtschaft ein langer sein wird. Gleichwohl trauen sie dem Energieträger zu, dass er bei konsequenter Förderung im Jahr 2050 etwa die Hälfte des weltweiten Energiebedarfs decken kann.

H2 oho! Hier zeigt Wasserstoff schon, was er kann.

Probieren geht über ... Sie wissen schon. Deswegen stellen wir auch uns selbst im Rahmen von Modellprojekten auf die Probe. Um die Potenziale von Wasserstoff zu prüfen, zu belegen und unsere Erkenntnisse mit einem großen Kreis von Engagierten und Entscheidern zu teilen.

Salzgitter: Innovationsprojekt Windwasserstoff

Nach fünf Jahren der Planung war am 15.05.2020 Baustart vor Ort. Im zweitgrößten deutschen Projekt dieser Art sind sieben beeindruckende 227 Meter hohe Windkraftanlagen im Einsatz – direkt auf dem Werksgelände. Das Ziel: Eine grüne Stahlproduktion über die Nutzung von Wasserstoff aus erneuerbarer Energie.

Fläming: Premiere für 20 % Wasserstoff-Beimischung im Gasnetz

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) möchten wir eine Blaupause für den zukünftigen Einsatz von Wasserstoff in Gasverteilnetzen schaffen, die ins Regelwerk einfließen kann und so der nationalen Wasserstoffstrategie weiter auf die Sprünge hilft.

Helmstedt: Wasserstoff-Hub und vernetztes Denken (und Machen)

Hier arbeiten wir u. a. eng mit dem Abfallverbrenner Energy from Waste (EEW) zusammen. Die energiewirtschaftliche Prägung der Helmstedter Region und ihre gute Anbindung an bestehende Strom-, Gas-, Daten- und Verkehrsnetze schaffen ideale Standortbedingungen – für einen innovativen Denkraum und Anpack-Ort!

Ist der Einsatz von Wasserstoff gefährlich?

Wasserstoff kann eine zentrale Rolle auf unserem Weg in eine klimaneutrale Zukunft spielen. Die Chancen sind groß. Wie steht es aber mit den Risiken? Wer in der Schule das Knallgas-Experiment gemacht hat, verbindet mit Wasserstoff schnell ein gewisse Explosivität. Was bedeutet das nun für den Einsatz dieses Elements als Energieträger? An dieser Stelle ist die Frage entscheidend, ob Wasserstoff in Reinform oder als Beimischung zu anderen Gasen genutzt wird. Beides ist möglich und wird an einigen Stellen bereits unter hohen Sicherheitsauflagen praktiziert.

Die deutsche Industrie verwendete 2020 bereits konventionellen Wasserstoff mit einem Energiegehalt von mehr als 50 Terrawattstunden zur Herstellung von Ammoniak, Methanol und Raffinerieprodukten. Der Einsatz und Transport von Wasserstoff unterliegen dabei strengen technischen Regelwerken (u.a. des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfachs) und Prüfverfahren. Gerade deshalb stehen die Chancen für den sogenannten "grünen", mit erneuerbarer Energie erzeugten, Wasserstoff in der Industrie sehr gut. Er könnte viele bisher fest an fossile Energieträger gebundene Prozesse dekarbonisieren und ein wichtiges Bindeglied zwischen Schwerindustrie und Klimaschutz bilden.

Die Beimischung von grünem Wasserstoff im Gasnetz kann es ermöglichen, den CO2-Fußabdruck von vorhandenen Gasheizungen zu reduzieren - ein großes Potenzial. Aktuell gibt es verschiedene Forschungsprojekte, die eine Beimischung von bis zu 20 % Wasserstoff zum heutigen Erdgas wissenschaftlich und praktisch erproben, wie beispielsweise das Projekt von Avacon in Fläming. Prämisse dabei ist stets, dass es keinerlei Veränderungen am vorhandenen Gasnetz und den Endgeräten gibt. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden die Basis für zukünftige Regelwerke sein. Dabei liegt das Erdgas-Wasserstoff-Gemisch bis zu einem Wasserstoffanteil von 30% hinsichtlich seiner Explosionsgefahr im gleichen Gefahrenbereich  wie das heutige reine Erdgas. Die Beimischung von Wasserstoff im Gasnetz ist keinesfalls neu. Das einstige Stadtgas, das in Europa bis Mitte des 20. Jahrhunderts flächendeckend in öffentlichen Gasnetzen zum Einsatz kam, enthielt sogar 51% Wasserstoff.

Sonnige Aussichten für grünen Strom

Photovoltaik & Windkraft

Wir freuen uns, dass Solarenergie immer gefragter – und vor allem rentabler wird: Die Herstellung der Solarmodule wird zunehmend günstiger, Photovoltaikanlagen kosten heute gerade mal ein Zehntel dessen, was Investoren noch 2006 dafür zu zahlen hatten. Auch im Lüneburger Raum führen die sinkenden Preise zu einer erhöhten Nachfrage, beim kommunalen ebenso wie beim privaten Verbrauch. Akzeptanzprobleme gibt es hier nicht – im Gegensatz zur Windenergie, deren Ausbau sich häufig durch Einsprüche und Klagen in die Länge zieht.

Wenn wir die Klimaschutzziele der Bundesregierung erreichen wollen, muss allerdings auch das Tempo bei der Realisierung von Windkraftanlagen deutlich anziehen. Politik, Verwaltung und Energiewirtschaft beschäftigt deshalb zunehmend die Frage, wie die Akzeptanz bei den Anwohnern erhöht werden und nicht nur Kommunen, sondern auch Bürgerinnen und Bürger von Windkraftanlagen in ihrer Umgebung profitieren können. Auch hier unterstützen wir aktiv die Kommunen – von der Entwicklung bis zur Errichtung und Stromvermarktung.

So fand z. B. im Mai 2018 die Eröffnung des von Avacon Natur realisierten Bürgerwindparks in Bardowick statt: Ein gelungenes Modell, bei dem auch die Anwohner die Möglichkeit hatten, sich durch Sparbriefe aktiv am Windpark-Gewinn zu beteiligen. Und das Konzept kam an – 90 Prozent der Sparbriefe waren bereits innerhalb einer Woche verkauft. Zusammen erbringen die acht Windkraftanlagen heute jedes Jahr einen Ertrag, der rechnerisch dem Jahresverbrauch von rund 15.000 Haushalten entspricht.

Photovoltaik für den Hausgebrauch

Auf Hausdächern und Freiflächen kann sich die Installation von Solarmodulen lohnen: Die effektiven Kleinkraftwerke zur Erzeugung von Strom aus Sonnenenergie sind heute für die Nutzer oft günstiger als der Strom aus dem öffentlichen Netz. Mit sogenannten Plug & Play-Solaranlagen können jetzt auch Mieter die Kraft der Sonne nutzen, vom heimischen Balkon oder Garten aus. Der selbst erzeugte Strom kann direkt ins Wohnungsnetz eingespeist werden und der eigene Zähler dreht sich folglich langsamer.

Als Netzbetreiber unterstützen wir solche Lösungen nicht nur durch passende „Mini-Solaranlagen“, sondern auch durch ein einfaches, nutzerfreundliches Anmeldeformular zum Downloaden.

Damit Erzeugung und Verbrauch immer im Fluss sind

Smart-Grid-Technologie

Wussten Sie, dass ein Pkw in Deutschland durchschnittlich nur eine Stunde am Tag tatsächlich auf der Straße unterwegs ist? Wie wäre es, wenn sich bald alle E-Fahrzeuge (die dann natürlich in ausreichender Menge vorhanden sein müssen) in der übrigen Zeit als Pufferspeicher für Wind- und Sonnenstrom nutzen ließen?

Als Netzbetreiber begeistern wir uns für die ambitionierte Aufgabe, ein Stromnetz mit einer von intelligenter Software gesteuerten Infrastruktur zu schaffen, das neben Solar- und Windstrom auch häusliche Solarbatterien, Elektroautos und andere Pufferspeicher integrieren kann.

So bekommt die Energiewende erst richtig Sinn.

Die „Smart Grid“-Technologie lässt sich als „Internet der Energie“ übersetzen und ist derzeit Mittelpunkt wichtiger Forschungsprojekte. Es braucht nämlich das intelligente Netz, um die Energiewende sicher und stabil wirklich durchzusetzen. Warum? Weil die aktuellen Netze auf einen gleichbleibenden Fluss vom Erzeuger (= einer festen Quelle) zu allen Verbrauchern ausgelegt sind. Wind- und Sonnenenergie liefern aber mal sehr viel, mal weniger Strom, zugleich gibt es Verbrauchsspitzen in der Bevölkerung. Außerdem werden die Erneuerbaren dezentral erzeugt, im großen und im kleinen Stil – Verbraucher können also durchaus gleichzeitig auch Erzeuger sein, Stichwort Solardach.

Probieren geht neben Studieren.

Ein erstes Forschungsprojekt fand hier in Lüneburg statt. 200 Lüneburger Haushalte nahmen am EU-Projekt „Interflex“ teil – und lieferten damit gemeinsam mit Avacon wichtige Erkenntnisse. Das Ziel: die Energiezukunft besser – und schlauer! – zu machen. Die teilnehmenden Lüneburgerinnen und Lüneburger betrieben entweder eine PV-Anlage, einen Batteriespeicher, eine Elektroheizung, eine Wärmepumpe oder ein Elektrofahrzeug, also steuerbare Anwendungen, deren Möglichkeiten im Projekt untersucht wurden. Und alle bekamen ein intelligentes Messsystem („Smart Meter“) inklusive Steuerbox. Die Avacon-Leitstelle nutzte dann eine Software, den sogenannten Smart Grid Hub, die diese Geräte ansprechen und ihre Daten verarbeiten kann.
So war es möglich, im kleinen Rahmen zu testen, was bald eine richtig große Sache werden wird: Die Auswertung von Einspeisungen und Verbrauch aller Netzteilnehmer, die Ermittlung der Auslastung des Netzes, das Erkennen von Engpässen und die Synchronisierung von Verbrauch und Einspeisung.

Wenn Daten- und Energieströme zusammenkommen ...

... wird die Zukunft der Energie richtig gut werden. Und zum Nutzen von allen sein. Wir hoffen, hier auch weiterhin erfolgreich mit Projekten und Ideen beitragen zu können!

Und wie läuft's auf der Straße?

E-Mobilität

Ladesäulen, Wallbox, Visionen & mehr

Nicht nur in Lüneburg merken wir es an jeder Kreuzung: Die Zahl der elektrisch betriebenen Autos steigt täglich. Die Klimabilanz der E-Autos wird immer besser, die Batterien werden stärker und Wallboxen für Zuhause großzügig gefördert. Ein Trend, den wir gern unterstützen – schließlich ist das elektrische Fahren einer von vielen wichtigen Hebeln auf dem Weg zu weniger Co2 und mehr Klimaschutz!

Spannende Fakten und aktuelle Entwicklungen zum Thema haben wir für Sie zusammengefasst.