24/7 für Sie erreichbar

Wir sind jederzeit für Sie erreichbar. Wählen Sie hier Ihren gewünschten Kontaktkanal aus.

Nina Thieß von Viva con Agua Lüneburg

„Was wir wollen? Wasser für alle!“

Vernetzt in Lüneburg – Porträt Nina Thieß von Viva con Agua Lüneburg
Nina Thieß engagiert sich seit Sommer 2019 für Viva con Agua in Lüneburg.

Wasser ist ein Menschenrecht! Mit ihrem Ehrenamt für Viva con Agua möchte Nina Thieß dazu beitragen, dass mehr Menschen weltweit dieses Recht auch wahrnehmen können. Mit kreativen Konzepten wie z. B. Live-Konzerten auf Instagram sammelt die Organisation in Corona-Zeiten Spenden. Nina erklärt, wie es in Lüneburg abläuft und wie Kinder in den Projektländern das Händewaschen lernen ...

 

Zum Wachwerden: In drei Worten – was macht Viva con Agua aus?
Wasser, Aufklärung, Bewusstsein. Oder anders: Wasser für alle.

 

Wofür setzt sich die Organisation ein?
Kurz gesagt: für den weltweiten Zugang zu Trinkwasser. Es gibt noch immer zu viele Menschen, für die das keine Selbstverständlichkeit ist. Wir schaffen neue Trinkwasserzugänge und hygienische Sanitäranlagen, und das unter Einbindung der Menschen vor Ort. Zudem arbeiten wir mit der Welthungerhilfe zusammen.

 

Und Viva con Agua Lüneburg?
Viva con Agua hat in ganz Deutschland Crews von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Auch in Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und in Uganda gibt es Crews. Wir kümmern uns unter anderem um die Öffentlichkeitsarbeit, sammeln Spenden und leisten Aufklärungsarbeit – zum Beispiel bei Fußballspielen, Konzerten und Festivals, aber auch in Schulen. In Lüneburg stellen wir beispielsweise beim Kultursommer Spendendosen auf. Eine Schule aus dem Landkreis Uelzen hat unsere Crew für Workshops angefragt. Wir hoffen, diese im Herbst angehen zu können.

 

Was ist deine Rolle bei Viva con Agua Lüneburg?
Ich bin seit Sommer letzten Jahres dabei und derzeit im Bereich Netzwerk eingesetzt, also Organisation und Öffentlichkeitsarbeit. Hauptberuflich arbeite ich als Lehrerin und an der Uni.

 

Was treibt dich bei deiner Arbeit an?
Engagement ist mir sehr wichtig – und sauberes Wasser braucht jeder! Mir war lange nicht bewusst, dass noch so viele Menschen kein Zugang dazu haben. Ich möchte einen Teil dazu beitragen, das zu ändern.

 

Inwieweit ist Viva con Agua Lüneburg von den Folgen des Corona-Virus betroffen?
Bei uns fielen diverse Aktionen in Unis und Schulen aus. Und natürlich viele Treffen der Crew – auch wir sind nun zu Videokonferenzen übergegangen. Das klappt zwar gut, aber persönliche Begegnungen sind natürlich schöner!

 

Wie geht Viva con Agua mit dieser Situation um?
Wir versuchen, das Beste draus zu machen! Und setzen auf Online-Aktionen: Bei "Stream4 water" zum Beispiel haben Künstler wie Clueso live auf Instagram Konzerte gegeben, für die dann direkt Spenden an Viva con Agua gesendet wurden. Bei einer Crew-Edition von „Stream4water“ war unsere Lüneburg Crew mit Livemusik und Tagebuchlesungen dabei. Außerdem waren wir am 26. Juni zu Gast im Stream vom Lüneburger Club Salon Hansen. Hier gab es ein Interview über die Arbeit von Viva con Agua, Tagebuchlesungen und zwei Bingorunden mit Preisen, die uns Geschäfte aus Lüneburg freundlicherweise zur Verfügung stellten.

 

Soziale Distanz, Quarantäne, gründliches Händewaschen mit Seife – all das ist in Deutschland möglich. In vielen der Viva con Agua Projektländern dürfte das aber weit schwieriger sein ...
Stimmt, die Situation in unseren Projektländern ist oft nicht vergleichbar. Mit unserem Programm WASH setzen wir uns dafür ein, bessere Hygienezustände zu schaffen – ein wichtiges Mittel im Kampf gegen das Corona-Virus.

 

Worum geht es bei WASH?
Mit WASH (= Water, Sanitation, Hygiene) unterstützen wir die lokalen Gesundheitssysteme. In Hygieneworkshops zum Beispiel lernen Menschen in Indien und Uganda spielerisch, wie wichtig Händewaschen ist. Kinder werden damit automatisch zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die ihre Familie und Freunde aktivieren!

 

Was können Lüneburgerinnen und Lüneburger derzeit für Viva con Agua tun?
Wir sind in unserer Arbeit auf Spenden angewiesen und dafür immer dankbar. Außerdem freuen wir uns für jeden, der bei uns mitmachen möchte!

 

Was ist für dich der perfekte Ort in Lüneburg, um Kraft zu tanken?
Ich habe es nicht weit in den Park und in den Wald, dort kann ich gut Energie sammeln. Und ich liebe den Kalkberg und die Ilmenau!

 

Und der ideale Ort, um sich zu vernetzen?
Unsere Viva con Agua Crewtreffen finden im Café Finke vom CVJM statt. Dort kommt man auch gut mit unterschiedlichen Menschen ins Gespräch.

 

Das Lüneburger Leitungswasser hat eine hervorragende Qualität. Wie pimpst du dein LüneWasser vor dem Trinken auf?
Ich trinke total gern Wasser mit Grapefruit oder Zitrone – und ich liebe Minze.

 

Der Letzte macht das Licht aus. Wer ist das bei Viva con Agua Lüneburg?
Im Café Finke machen wir das Licht nicht selbst aus. Aber wenn, dann würden wir es gemeinsam tun! Schließlich ziehen wir im Anschluss meist auf ein Getränk in die Hausbar weiter.

 

Was wünschst du dir für das Lüneburg der Zukunft?
Im letzten Jahr konnten wir hier knapp 6.000 Euro Spenden sammeln. Ich wünsche mir, dass sich unser Engagement weiterhin auszahlt und wir damit helfen können!

 

Weitere Interviews

mit Menschen, die Lüneburg Energie verleihen

Vernetzt in Lüneburg – Porträt Kate Glitter

Kate Glitter

Kathrin Gelinsky schreibt auf ihrem Blog kateglitter.com seit über zehn Jahren über Mode und ihren Familienalltag in Lüneburg.

Vernetzt in Lüneburg – Porträt Rebecca von Brockhusen

Rebecca von Brockhusen

Rebecca von Brockhusen ist seit zwei Jahren 1. Vorsitzende des ambulanten Hospizdienstes Lüneburg - und bei ihr wird viel gelacht.

Vernetzt in Lüneburg – Porträt Tanja Schumann

Tanja Schumann

Tanja Schumann ist stolze Lüneburgerin. Mit ihrer Rolle in der TV-Comedy "RTL Samstag Nacht" wurde die Schauspielerin berühmt.

Alle Interviews im Überblick

Lüneburg hat Energie – und die steckt vor allem in den Menschen, die sich tagtäglich mit viel Herzblut für die Stadt engagieren. Wir haben mit einigen von ihnen gesprochen.