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Kunst an Trafostationen

Ohne sie liefe vieles nicht rund in unseren Haushalten und öffentlichen Einrichtungen. Rund 18.000 Trafostationen im Avacon-Gebiet wandeln den Strom so um, dass er mit Niederspannung in den Steckdosen ankommt. Dazu kommen etwa 1.400 Gasstationen. Die Häuschen sind aus unseren Orten und den Landschaften nicht wegzudenken. Grund genug, das Nützliche mit dem Schönen zu verbinden: Fast 400 Stationen hat Avacon seit dem Jahr 2010 in Kunstwerke umgestalten lassen – zur Freude vieler Städte und Gemeinden. Die Liste von Anfragen für weitere Umgestaltungen im Avacon-Verteilnetzgebiet ist darum groß.

Die Kunstwerke tragen nicht nur zur Verschönerung des Ortsbildes bei, mit ihnen kommt Avacon auch der Verantwortung als Netzbetreiber nach und leistet einen wichtigen Beitrag zu Werterhalt, Instandhaltung und Prävention gegen wilde Graffitis.

Motive spiegeln den Charakter des Ortes wider

Die Gestaltung der technischen Anlagen übernimmt die Firma Art-EFX aus Potsdam – mit Spraydosen. Von Naturmotiven über Stadtansichten bis hin zu historischen Darstellungen entwerfen die Künstler individuelle Abbildungen nach den Wünschen der jeweiligen Kommune.

„Im Idealfall finden wir gemeinsam ein Motiv, mit dem sich alle identifizieren können. Gut ist, wenn es den Charakter des Ortes widerspiegelt und sich optimal in die Gegend einpasst. Unser Bestreben ist dabei immer, ein umlaufendes Motiv zu entwickeln, das aus jeder Perspektive einen schönen Gesamteindruck bietet. Das ist schon eine Herausforderung, weil man letztendlich ein Endlosmotiv kreieren muss.“

Daniel Siering, Art-EFX Potsdam

Daniel Siering und sein Kollege Henrik Uterwedde bringen die mit den Kommunen abgestimmten Bilder auf die technischen Anlagen – teilweise unterstützt sie dabei ein Auszubildender. Doch zuvor bereitet ein Maler die Häuschen noch vor: Er schleift zum Beispiel Kunststoff- und Metallflächen an und streicht Flächen in einem Farbton, der zu großen Teilen im späteren Motiv vorkommt. Dann können sich die Künstler auf den Weg machen.

 

Dem Wetter trotzen

Avacon-Kommunalreferent Harald Schliestedt, Birgit Dieckhoff-Hübinger, Bürgermeisterin der Gemeinde Diekholzen, und Daniel Siering sowie Henrik Uterwedde von Art-EFX (von links) bei der Gestaltung der neuen Trafostation.

Es regnet, als Daniel Siering und Henrik Uterwedde im Alten Weg in der Gemeinde Diekholzen im Landkreis Hildesheim ankommen. Nur selten gab es bisher Situationen, in denen sie aufgrund von schlechten Wetterverhältnissen die Arbeit abbrechen oder verschieben mussten. Diesmal bietet ihr Pavillon, den sie über die Trafostation stellen können, ausreichend Schutz. Auch Birgit Dieckhoff-Hübinger ist vor Ort. Die Bürgermeisterin von Diekholzen hatte die Idee zur Gestaltung:

„In der Beuster, die nahe der Trafostation fließt, haben die Frauen aus dem Ort früher ihre Wäsche gewaschen. Daran wollen wir mit dem Motiv erinnern.“

Birgit Dieckhoff-Hübinger, Bürgermeisterin der Gemeinde Diekholzen

Daniel Siering ergänzt: „Um den historischen Aspekt der Geschichte hervorzuheben, gestalten wir diesmal nur in schwarz-weiß.“ Avacon-Kommunalreferent Harald Schliestedt  ist ebenfalls gekommen, um die Aktion zu begleiten. Er hebt die gute Zusammenarbeit zwischen dem Netzbetreiber, den Kommunen und Art-EFX hervor:

„Seit Jahren können wir uns auf die professionelle Abwicklung von Art-EFX verlassen. Im Zusammenspiel mit den Kommunen entstehen so immer mehr Kunstwerke im öffentlichen Raum, die kleine Geschichten rund um die Städte und Gemeinden erzählen.“

Avacon-Kommunalreferent Harald Schliestedt

 

Ein Stück Stadtgeschichte ins Bild gesetzt

Auch in der Kreisstadt des Altmarkkreises Salzwedel haben die Fassadenmaler von Art-EFX kürzlich ein historisches Motiv umgesetzt. „Wenn die Gemeinde eine Geschichte hat, die sich mit der Gestaltung erzählen lässt, ist das immer besonders reizvoll“, verrät Daniel Siering. Die Trafostation Schäferstegel erinnert nun an die hier einstmals beheimatete Tuchmacherzunft.

„Nach der Salzwedeler Lohgerberei, die vor zwei Jahren in einem Kunstwerk umgesetzt wurde, ist dies nun das zweite Zunftmotiv in der Stadt“, sagt Andreas Forke, Kommunalreferent bei Avacon. Er begleitete die Entstehung und ließ auch seine Follower auf Twitter mit einer Rätselaufgabe daran teilhaben. Mit einem Foto vom Kopf der aufgesprühten Tuchmacherin fragte er:

„Wer kennt diese Frau und kann näheres zu ihrem Aufenthaltsort sagen? Zuletzt wurde Sie heute im Netzgebiet der @AvaconAG in #Salzwedel gesichtet!“

Avacon-Kommunalreferent Andreas Forke auf Twitter

Die Auflösung für alle folgte am nächsten Tag mit einem Video-Clip. Im Zentrum des neuen Motivs steht eine Tuchmacherin an einem Webstuhl. Dazu erklärt Daniel Siering: „Die Darstellung von Menschen ist auf Kompaktstationen immer recht klein. Das ist technisch sehr anspruchsvoll.“ Aus diesem Grund kleben die Künstler Ausschnitte aus den Entwürfen auf die Station, an denen sie sich bei der Gestaltung orientieren können.   

Sabine Blümel, Bürgermeisterin der Hansestadt  Salzwedel, ist mit diesem Motiv, das in Kooperation mit Avacon in ihrer Stadt gestaltet wurde, wieder hochzufrieden: 

„Die Trafostation ist ein echter Hingucker geworden. Sie rückt einen wichtigen Aspekt unserer Stadtgeschichte künstlerisch ins Bewusstsein.“

Sabine Blümel, Bürgermeisterin von Salzwedel

Auch für die Zukunft plant Avacon die Verschönerung vieler weiterer Stationen. 40 bis 50 neue Motive setzen die Künstler von Art-EFX jedes Jahr für den Netzbetreiber um.

Übrigens: Mit der Avacon Map können Sie ganz einfach herausfinden, wo die nächste gestaltete Station in Ihrer Nähe ist. Auf ihr finden Sie eine Übersicht über alle Motive, die seit 2015 entstanden sind. 

Bildergalerie


Film ab!

Der neugestaltete Ortskern in Groß Lobke ist um ein Highlight reicher. Die Trafostation hat nicht nur einen frischen Anstrich bekommen, sondern wurde im Auftrag von Avacon verschönert. Überzeugen Sie sich selbst vom Ergebnis und sehen Sie, wie die Künstler von Art-EFX bei der Arbeit vorgehen.