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Löschen, retten – in der Gemeinschaft der Freiwilligen Feuerwehren

Avacon unterstützt Feuerwehr

Löschen, retten – in der Gemeinschaft der Freiwilligen Feuerwehren

Wenn es brennt oder es zu einem Verkehrsunfall kommt, rückt die Feuerwehr aus – und fast immer sind es ehrenamtliche Einsatzkräfte, die aktiv werden. Denn in Deutschland stehen nahezu 22.700 Freiwillige Feuerwehren mit knapp einer Million Mitgliedern bereit, um zu helfen, wo sie gebraucht werden. In größeren Orten unterstützen sie sogar die Berufsfeuerwehren, von denen es bundesweit rund einhundert gibt.

Denn für die meisten Kommunen wäre es schlicht nicht möglich, genug hauptamtliche Feuerwehrleute zu finanzieren, die eine Bereitschaft rund um die Uhr sichern. Umso wichtiger ist es, Bürger zu einem Ehrenamt in der Freiwilligen Feuerwehr zu motivieren.

In Sachsen-Anhalt hat die Landesregierung daher Anfang 2018 eine Kampagne für die Freiwillige Feuerwehr gestartet. Das Ziel: Die Tätigkeiten sollen in der Öffentlichkeit besser wertgeschätzt werden. Geplant ist ein landesweiter „Tag der Feuerwehr“ am letzten Mai-Wochenende jeden Jahres, an dem freiwillige Helfer für das ehrenamtliche Engagement begeistert werden sollen. Auch die Arbeitgeber möchte Innenminister Holger Stahlknecht für die Notwendigkeit der Freiwilligen Feuerwehren sensibilisieren – denn diese müssen die Arbeitnehmer für Einsätze von der Arbeit freistellen. Angedacht sind zum Beispiel Informationsveranstaltungen sowie Würdigungen für Unternehmen, die ihre Mitarbeiter bei der Ausübung von Feuerwehrpflichten unterstützen.

 

Nachwuchs begeistern und halten

Ein „Tag der Feuerwehr“ mit öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen ist natürlich auch eine interessante Aktivität für Familien und besonders für Kinder spannend, die eine sehr wichtige Zielgruppe sind. Denn wesentlich für den Fortbestand des Rettungssystems ist die Rekrutierung von Nachwuchskräften – zum Beispiel durch Kinder- und Jugendfeuerwehren. Auch in Niedersachsen ist die Freiwillige Feuerwehr auf die Nachwuchsförderung angewiesen.

„Für Kinder und Jugendliche ist es aufregend, die Grundlagen des Brandlöschens zu lernen oder die Rettung von Menschen zu üben. Deswegen können wir sie auch gut begeistern, und viele bleiben dann später tatsächlich als Erwachsene bei der Freiwilligen Feuerwehr. Gleichzeitig besteht aber in vielen Orten das Problem, dass die jungen Menschen für ihre Berufsausbildung wegziehen müssen und damit der Freiwilligen Feuerwehr verloren gehen.“

Torsten Hensel, Kreisbrandmeister im Landkreis Lüneburg

 

Eine Gemeinschaft, auf die man sich verlassen kann

Mit der neuen Kampagne soll nicht nur die große Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehren ins Licht der Öffentlichkeit rücken, sondern auch die Vorteile für die Mitglieder.

„Wir sind eine Gemeinschaft, in der sich alle aufeinander verlassen können. Das schweißt uns auch privat zusammen.“

Michael Wessels, Kreisbrandmeister im Landkreis Diepholz

Mitglieder der Feuerwehr sind übrigens in den Kommunen hoch angesehen, schließlich ist ihr Hobby unter Umständen überlebenswichtig.

„Es gibt verschiedene Alarmsysteme, die uns über einen Notruf informieren. Zum Beispiel Sirenen, den stillen Funkalarm oder eine Benachrichtigung übers Handy. Eines haben die Systeme gemeinsam: Wir lassen alles stehen und liegen, um zur Hilfe zu eilen.“

Michael Wessels, Kreisbrandmeister im Landkreis Diepholz

Das funktioniert natürlich nur, wenn es genug Einsatzkräfte gibt und wenn deren Ausbildung durch regelmäßige Übungen und Weiterbildungen sichergestellt ist. Dazu gehören unter anderem Seminare für den korrekten Umgang mit der Kettensäge oder Lehrgänge, die Maßnahmen beim Austritt giftiger Substanzen vermitteln. Im Rahmen der neuen Kampagne sollen Führungskräften der Freiwilligen Feuerwehren zudem verstärkt Schulungen angeboten werden, um ihre Führungskompetenz zu stärken und ihnen zu ermöglichen, die Feuerwehren kompetent nach außen zu vertreten, etwa in Gemeinderäten.

Anerkennung durch Kunst

Die Feuerwehr sichtbar machen und damit zur deren Wertschätzung beitragen – das ist einer der positiven Begleiteffekte der Avacon-Verschönerungsaktion, mit der Trafohäuschen, Ortsnetzstationen und Kabelverteilerschränke umgestaltet werden. Künstler von Art-EFX aus Potsdam erarbeiten dabei auf der Basis der Ideen der Gemeinden Gestaltungsvorschläge. Dabei wird wieder einmal deutlich, welche große Rolle die Freiwillige Feuerwehr in vielen Orten spielt: Denn in Wetzen, einem Ortsteil der Gemeinde Oldendorf (Luhe), sieht es auf Wunsch der Bürger jetzt so aus, als würde bald ein zusätzliches Feuerwehrauto neben dem originalen Einsatzfahrzeug stehen. Und in Schermke, einem Ortsteil der Stadt Oschersleben im Landkreis Börde, haben die Künstler das Trafohäuschen so bemalt, als stünde ein Feuerwehrauto hinter einem offenen Garagentor – immer einsatzbereit.

Unterstützung durch Avacon

Avacon fördert das Engagement der Feuerwehr auf unterschiedliche Weise. In der Sarstedter Ziegeleistraße etwa – einer der wenigen Übungsanlagen in Deutschland – führt Avacon Präventionsveranstaltungen durch, um die Feuerwehrmänner und -frauen entsprechend zu schulen. Angeleitet werden sie von Mike Meyer, Meister Gashochdruckanlagen bei Avacon.

Spezielle Fortbildungen zu Elektrizität und Windenergieanlagen gehören ebenfalls zum Repertoire der Avacon Netz GmbH. Themen sind beispielsweise „Elektrische Gefahren an der Einsatzstelle“, „Aufbau des elektrischen Energieversorgungsnetzes“, „Verhalten an der Einsatzstelle“ und „Überflutete elektrische Anlagen“.

Die Freiwillige Feuerwehr bei ihrem Besuch am Syker Avacon-Standort.

Am Avacon-Standort in Syke etwa wird die Feuerwehr geschult, damit sie sich im Verwaltungsgebäude schnell zurechtfindet. Jürgen Wachendorf, Sachbearbeiter Planung, Bau, Verteilnetze bei der Avacon Netz GmbH und selbst Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Harpstedt, machte im Spätsommer 2017 die Feuerwehrleute mit der neu installierten Brandschutzanlage vertraut.

„So sind die Feuerwehrkameraden im Notfall bestens vorbereitet und finden sich vor Ort schnell zurecht.“

Jürgen Wachendorf, Sachbearbeiter Planung, Bau, Verteilnetze bei der Avacon Netz GmbH

Darüber hinaus stellen Avacon-Standorte zum Teil das eigene Gelände für Feuerwehrübungen zur Verfügung. Und auch unter den Mitarbeitern der Avacon selbst finden sich zahlreiche Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren.

„Zum Glück ist der Ernstfall selten. Für uns ist es daher sehr wichtig, dass Avacon beispielsweise Situationen wie einen Gasbrand simuliert, damit wir den Einsatz proben können. Es wäre sehr wünschenswert, wenn man noch vielen Feuerwehren die Gelegenheit zum Üben geben würde.“

Matthias Geddert, Ortsfeuerwehr Barrigsen (Ortsteil von Barsinghausen in der Region Hannover)

Um den Nachwuchs bei den Brandbekämpfern zu sichern, setzt sich Avacon auch bei der Arbeit mit Jugendlichen ein. So sponsert der Netzbetreiber etwa die Jugendfeuerwehr-Zeltlager in den Landkreisen in Lüneburg, Diepholz sowie Nienburg/Weser. Das nächste Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlager findet vom 29. Juni bis zum 8. Juli 2018 in der Gemeinde Rodewald in der Samtgemeinde Steimbke im Landkreis Nienburg/Weser statt. 

Rückblick Feuerwehr-Zeltlager