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Avacon unterstützt Rennrodlerin Julia Taubitz

© Sandro Halank

2019 führt sie den Kader an

Der deutsche Schlittenverband BSD hat für die Saison 2019/2020 ein junges Damenteam ins Rennen geschickt. Die 23-jährige Vize-Weltmeisterin Julia Taubitz führt dabei den Kader von Bundestrainer Norbert Loch an. Zum Saisonstart am 23. und 24. November in Innsbruck holte sich Julia Taubitz im Damen-Einzel und mit der Teamstaffel jeweils den 3. Platz und sorgte damit für einen gelungenen Auftakt. Beim Rodel-Weltcup in Lake Placid (USA) fuhr sie am 30. November ihren ersten Saisonsieg ein und sicherte so mit einem Bahnrekord im zweiten Lauf ihren insgesamt dritten Weltcupsieg und übernahm die Führung im Gesamtweltcup. 

Avacon wünscht viel Erfolg für die weitere Saison!

In der Weltspitze angekommen

2018 war ihr großes Ziel noch eine Platzierung unter den Top 6. Nicht nur mit ersten beiden Weltcupsiegen und einem Bahnrekord in der aktuellen Saison stellte Rennrodlerin Julia Taubitz klar, dass sie endgültig in der Weltspitze angekommen ist. Bei der Heim-Weltmeisterschaft holte sich Taubitz zudem Silber im Sprint sowie im Einsitzer und wurde zum zweiten Mal U23-Weltmeisterin. Avacon unterstützt die Sportlerin seit vielen Jahren auf ihrem Weg – der Vertrag wurde gerade erst für die kommende Saison verlängert.

„Ich glaube, ich habe geschrien wie eine Bekloppte. Ich kann das noch nicht richtig glauben“, sprudelte es nach ihrem ersten Weltcupsieg im kanadischen Calgary überglücklich aus Julia Taubitz heraus. Bereits in den ersten drei Rennen der Saison 2018 war der Platz ganz oben auf dem Podest zum Greifen nahe gewesen. Nur gegenüber ihrer Teamkameradin und Olympiasiegerin Natalie Geisenberger hatte sich die damals 22-jährige Rodlerin jeweils geschlagen geben müssen. Zudem hatte Taubitz mit einem Bahnrekord in Innsbruck ihr Potenzial unter Beweis gestellt.

 

Auf ihrer Facebookseite informiert Julia Taubitz ihre Fans regelmäßig über ihr Training und ihre Wettkämpfe.

Julia Taubitz belegte im November 2018 in Innsbruck den 2. Platz. Die Plätze 1 und 3 machten Natalie Geisenberger und Dajana Eitberger. © Dirk Sielaff

In Calgary machte sie ihren ersten Sieg dann perfekt. Und nur drei Wettkämpfe später ließ die Sportlerin auf der heimischen Bahn am Königssee erneut alle Konkurrentinnen hinter sich. Bei keinem der ersten sieben Weltcups ließ sie sich einen Podestplatz entgehen. Grund genug für Bundestrainer Norbert Loch, Julia Taubitz auch bei der Weltmeisterschaft im hiesigen Winterberg mit an den Start zu nehmen - eine Entscheidung, die die Rennrodlerin mit zwei Silbermedaillen im Sprint und im Einzel sowie Gold bei den Junioren honorierte.

Im Sommer 2018 zog Julia Taubitz nach Oberhof in Thüringen, wo sie nun derselben Sportfördergruppe der Bundeswehr angehört, wie der dreifache Weltmeister im Doppelsitzer, Toni Eggert. Die zwei sind nicht nur ein Paar und brauchen nun keine Fernbeziehung mehr zu führen. Beide sind Mitglieder des BRC Ilsenburg, den Avacon seit vielen Jahren unterstützt. Durch diese Kooperation kam es auch zur Zusammenarbeit des Netzbetreibers mit dem Nachwuchstalent.

© Dirk Sielaff

„Die Top 6 peile ich bereits an.“

Zum Jahresauftakt 2018 hatten wir mit Julia Taubitz über Motivation, Energie und ihr Netzwerk gesprochen. 

Frau Taubitz, auf Ihrer Facebook-Seite ist zu lesen: „Hinfallen, aufstehen, stärker zurückkommen“. Woher nehmen Sie die Energie dafür? Was motiviert Sie am meisten?

Das habe ich nach meinem Sturz in Lake Placid gepostet, der meine Hoffnung auf eine Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in diesem Winter zunichte gemacht hat. Meine große Motivation für den Sport ist mein Ziel, einmal eine Olympische Medaille zu gewinnen. Das bedeutet, nicht aufzugeben, auch wenn man mal einen schlechten Tag hat, sondern sich immer wieder neu zu motivieren, um noch stärker und besser zu werden. Das ist mein Antrieb.

Wie wichtig ist es für den Erfolg eines Profi-Sportlers, ein Netzwerk zu knüpfen und zu pflegen?

Das ist sehr, sehr wichtig. Mein wichtigstes Netzwerk sind die Familie und die Freunde, die mich und meinen Sport kennen. Sie begegnen beidem mit Verständnis und wissen, wie sie mich immer wieder aufbauen können. Genauso wie mein Freund, Toni Eggert, der ja auch Rodler ist. Zu einem guten Netzwerk gehören auch Trainer und Mechaniker, Ärzte und Physiotherapeuten. Sie entwickeln einen Sportler und bringen ihn weiter oder sorgen für die körperliche Gesundheit. Ohne eine gute Vertrauensbasis geht das nicht.

Zum Netzwerken gehören selbstverständlich auch die sozialen Medien. Darüber präsentiert man sich als Sportlerin und auf diesem Weg kommen viele, auch wichtige Menschen auf einen zu. Deshalb sollte man sie gut pflegen. Ich persönlich möchte das auch weiterhin selbst übernehmen und nicht einem Manager überlassen. Schließlich kann ich mich selbst am besten rüberbringen.

Julia Taubitz mit Avacon-Kommunalreferent Thomas Braumann am zweiten Januar-Wochenende beim Weltcup 2018 im thüringischen Oberhof

Sie starten dieses Jahr nicht mehr als Junior, sondern als Profi für den WSC Erzgebirge Oberwiesenthal. Welches große Ziel steht für 2018 auf der Agenda?

Rodeltechnisch möchte ich die nächsten vier Weltcups bestmöglich abschließen und auch im Gesamtweltcup noch einige Plätze nach vorn rücken. Im Moment bin ich – nach meinem Sturz in Lake Placid – von Rang fünf auf Rang neun zurückgefallen. Die Top 6 peile ich schon an. Dann möchte ich mich über den Sommer weiterentwickeln. Ich bin nämlich für den Rodelsport etwas zu leicht. Durch einen veränderten Trainingsplan will ich Muskeln aufbauen. Das bringt mehr Gewicht und Schnelligkeit beim Start. Beides wäre eine gute Voraussetzung für die nächste Saison. 

Gibt es neben den sportlichen Zielen auch gute Vorsätze für das neue Jahr?

Persönlich habe ich mir vorgenommen, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Das bleibt momentan – buchstäblich – ein wenig auf der Strecke. Und ich würde gern Gitarre spielen lernen. Meine beste Freundin spielt sehr gut und könnte mir das beibringen – als Ausgleich zum Rodelsport.

 

Avacon engagiert sich für den Sport