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Gemeinsam im Einsatz

Gemeinsam im Einsatz

Lange hat der Baum den Orkanböen standgehalten, dann kippt er in die Leitung. Die Folge: Stromausfall. Auch an anderen Stellen kommt es zu Behinderungen. Erfahren Sie, wie Kommunen, Avacon und andere Helfer zusammenarbeiten.

Sturmtief Xavier richtete im Landkreis Hildesheim auch an Gasleitungen massive Schäden an.

Gebannt verfolgen die Menschen die Meldungen in den Medien: Ein Sturm rast mit hohen Windgeschwindigkeiten übers Land, legt den Bahnverkehr lahm, entwurzelt Bäume, kippt sie in Leitungen – der Strom fällt aus. Viele Menschen trifft das Geschehen unerwartet. Nicht so die Netzleitstelle und Bereitschaftsorganisation der Avacon Netz.

„Sind solche Ereignisse prognostiziert, befinden sich die Mitarbeiter an den betroffenen Standorten und in der Netzleitstelle in erhöhter Bereitschaft. Auch das Servicecenter ist auf ein vermehrtes Anrufaufkommen eingerichtet.“

Helge Born, Leiter Netzsteuerung bei Avacon

Unterbrechungen der Strom- oder Gasversorgung können in der Avacon-Netzleitstelle über mehrere Quellen erfasst werden: Das System signalisiert sie automatisch, Monteure stellen einen Schaden fest oder Kunden rufen an.

Gefahr in Verzug?

Störungen können rund um die Uhr kostenlos aus allen deutschen Fest- und Mobilfunknetzen gemeldet werden. Sind sie großflächig, informiert das Unternehmen zunächst über eine Bandansage. Dann entscheidet der Anrufer, ob er mit einem Mitarbeiter des Servicecenters sprechen möchte. Durch gezielte Fragen lokalisiert dieser den Schaden und das Ausmaß. Die Meldung erscheint dann im System der Netzleitstelle und der Schaltmeister leitet die Entstörung ein. Ist Gefahr in Verzug, etwa wenn eine Stromleitung am Boden liegt oder bei einer Gasstörung Gasgeruch auftritt, wird der Anrufer direkt in die Netzleitstelle durchgestellt.

Stürme wie Friederike hatten es in sich

Anfang 2018 ließ der Sturm Friederike in der Nähe von Hann. Münden sogar einen Hochspannungsmast umstürzen – zahlreiche Teams waren vor Ort.

Im 110-kV-Hochspannungsnetz hat Friederike Anfang des Jahres große Schäden hinterlassen. Noch immer arbeiten Teams daran, Provisorien zurückzubauen oder neue Masten in Südniedersachsen zu bauen. In der Nähe von Hann. Münden im Landkreis Göttingen hatten beispielsweise umstürzende Bäume einen Hochspannungsmast umgeknickt. Um diesen zu bergen, rückte ein Bautrupp von 50 Leuten aus. Rund 100 Bäume mussten gefällt werden, um überhaupt zum Mast zu gelangen. Auch das THW kam dazu, weil das Gelände schwer zugänglich war. 

Im Jerichower Land hatte Friederike in vielen Haushalten Stromausfälle zur Folge. „Bei uns war allerdings im Juni 2017 mehr los, als der Sturm Paul über Möckern fegte“, berichtet Bürgermeister Frank von Holly. 

Damals hatte er rund 30 Leute organisiert, um eine Freileitungstrasse freizuschneiden. Anschließend konnte das Avacon-Team den Schaden sichten.

„Im Notfall stehe ich mit meinem Kommunalreferenten und der Leitung der Feuerwehr in Kontakt.“

Frank von Holly, Bürgermeister der Stadt Möckern

Frank von Holly wünscht sich in der Zusammenarbeit kurze Wege: „Schließlich haben wir viele Helfer, die in der Not bereitstehen.“ 

Stürme entwurzeln immer wieder Bäume, wie 2017 im Jerichower Land. (© Kay Gericke)

Für die Gemeinde Biederitz, ebenfalls im Jerichower Land, ist Paul auch der stärkere Schadensverursacher gewesen:

„Rund 100.000 Euro gehen auf dessen Konto“, berichtet Bürgermeister Kay Gericke. Bei dem Unwetter hatte die Gemeindewehrleitung (Stadtbrandmeister) bis zu sechs Feuerwehren koordiniert.

„In so einem Fall gilt es für den Bürgermeister vor Ort zu sein – Entscheidungen zu treffen und zu organisieren.“

Kay Gericke, Bürgermeister der Gemeinde Biederitz

Ein ungewöhnlicher Schaden ereignete sich zudem im vergangenen Jahr aufgrund des Sturms Xavier im Gasnetz: Im Landkreis Hildesheim hatte ein Baum beim Umsturz mit seinem Wurzelwerk eine Gasleitung derart beschädigt, dass die Versorgung unterbrochen war.

Fachleute beraten Krisenstäbe

Grundsätzlich ist für den Katastrophenschutz die jeweilige Gemeinde verantwortlich. Bei großen Vorkommnissen, etwa beim Elbhochwasser 2013, wurden auf Landesebene Krisenstäbe gebildet. Avacon stellt diesen dann einen Fachberater zur Seite. Aber auch ohne Unwetter kann es passieren, dass die Feuerwehr, Polizei, andere Helfer und der Netzbetreiber ausrücken. Anfang des Jahres etwa fing ein Transformatorenhaus in Bad Münder im Landkreis Hameln-Pyrmont aufgrund eines technischen Defekts Feuer. Der Notdienst von Avacon, die Feuerwehr und Polizei wurden alarmiert.

„Der Einsatz verlief gut. 120 Haushalte hatten keinen Strom, aber die Menschen haben mit Verständnis reagiert.“

Hartmut Büttner, Bürgermeister der Stadt Bad Münder am Deister

Bevor die Feuerwehrleute loslegen konnten, nahm Avacon die Anlage vom Netz. Danach wurde der Brand mit Kohlendioxidgas gelöscht.

Avacon-Netzleitstelle

Mittlerweile ist es in der Netzleitstelle wieder ruhig. Das Team überwacht im Tagesgeschäft die Strom- und Gasnetze und nimmt Schaltungen vor, etwa wenn Installations- oder Wartungsarbeiten anstehen. Im Bereich Strom investiert das Unternehmen übrigens ins Mittelspannungsnetz und verlegt Leitungen vermehrt unter die Erde.

„Damit verabschieden wir uns zunehmend von Freileitungen, die durch mechanische Einflüsse von außen geschädigt werden können. Wenn die Zahl der Unwetter zunehmen sollte, können wir Ausfälle durch ein weniger empfindlicheres System kompensieren.“

Helge Born, Leiter Netzsteuerung bei Avacon

Das sorgt für mehr Versorgungssicherheit.

Immer aktuell – die Live-Störungskarte von Avacon

Wie es mit der Versorgung im Netzgebiet aussieht, darüber  informiert eine Live-Störungskarte auf der Avacon-Website. Sie gibt auch Auskunft über  geplante Wartungsarbeiten. Bei größeren Störungen informiert das Unternehmen zudem laufend über Twitter zum aktuellen Stand.