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Vogelschutz bei Avacon

Netz-Experte Wolfgang Dee zeigt die Vogelschutzarmaturen.

Im Netzgebiet von Avacon liegen viele schützenswerte Lebensräume. Manche Pflanzen- und Tierarten sieht man in Wald und Feld nur noch selten, einige sind sogar vom Aussterben bedroht. Daher hat es sich Avacon zur Aufgabe gemacht, diese Lebensräume zu erhalten oder aufzuwerten. Beim Vogelschutz stimmt sich Avacon deshalb seit vielen Jahren mit örtlichen wie regionalen Vogel- und Naturschutzverbänden ab.

Oft befinden sich Freileitungen in der Nähe von Natur- und Landschaftsschutzgebieten, grenzen an Brutareale oder verlaufen unter bevorzugten Flugrouten von Zugvögeln. 

„Uns liegt der Schutz der Vögel am Herzen. Wir planen den Leitungsbau deshalb in größtmöglichem Einklang mit Natur und Umwelt.“

Wolfgang Dee, Netz-Experte von Avacon

Mehr als vier Millionen Euro hat Avacon in den vergangenen Jahren in Maßnahmen investiert, die dem Vogelschutz an Hoch- und Mittelspannungsleitungen dienen – zum Beispiel durch Nisthilfen oder Schutzkappen und Sitzstangen. „Wir montieren die Nisthilfen in ausreichendem Abstand zu spannungsführenden Teilen an, damit rastende oder nistende Vögel nicht damit in Kontakt geraten“, führt Wolfgang Dee aus. 

Avacon unterstützt den Storchenhof Loburg

Erfahren Sie hier mehr über den Storchenhof Loburg

Avacon-Kommunalreferent Thomas Braumann (rechts) und Manfred Behrens, Ortsbürgermeister von Ebendorf (links), sind bei der Errichtung des neuen Storchennestes dabei.

Strommaste ziehen Störche an

Storchennester brauchen Platz. Denn ohne Nestunterlage und eine ausreichend große Auflagefläche zum Brüten drohen Nest und Gelege früher oder später herunterzufallen. Ab und zu kommt es sogar vor, dass vorhandene wilde Nester auf stabile Masten umgesiedelt werden müssen. Nördlich von Nienburg etwa hat Avacon daher ausgediente Strommasten mit Nestunterlagen für Störche versehen. Storch und Co. ziehen dann einfach einige Meter weiter auf einen sicheren Platz, zurückkehrende Vögel nehmen den Platz an. Von etwa 40 Nestern im Aller-Leine-Tal ruhen 25 Nester auf Masten. Zu etwa 70 Prozent werden sie von den Störchen regelmäßig für die Brut genutzt.

Im Frühjahr 2018 gab der Rückbau einer Niederspannungsleitung Gelegenheit, Störche wieder anzusiedeln. In Maxdorf, einem Stadtteil von Salzwedel im Altmarkkreis Salzwedel, ließ Avacon einen ausgedienten Betonmast stehen. Jugendliche in der Berufsvorbereitung bauten ein neues Nest. Mit Hilfe ihrer Ausbilder und viel bürgerschaftlichem Engagement hievten sie es auf den früheren Strommast. 

„Nach beinahe drei Jahrzehnten hoffen wir dadurch wieder ein Storchenpaar anzusiedeln – damit unsere Gemeinde durch viel privates Engagement und die gute Zusammenarbeit mit Avacon und der Stadt Salzwedel noch lebens- und liebenswerter wird.“

Arne Beckmann, Stadtrat der Hansestadt Salzwedel und Ortschaftsrat Mahlsdorf/Maxdorf

Avacon-Kommunalreferent Andreas Forke freut sich über die lokale Initiative und fügt hinzu:

„Wir sind alle zuversichtlich, dass der Panoramaplatz gefällt und bald auch Storchen-Nachwuchs dort oben schnäbelt.“

Andreas Forke, Avacon-Kommunalreferent 

Und auch in Ebendorf, einem Ortsteil der Einheitsgemeinde Barleben im Landkreis Börde, setzt man auf den Vogelschutz. Hier spendete Avacon Anfang April 2018 einen ausgedienten Laternenmast, damit die Mitarbeiter der Vogelschutzwarte Storchenhof Loburg den Adebaren ein neues Nest bauen können.

„Wir kriegen ab und an Anfragen, weil Menschen die ausgedienten Masten für solche Vorhaben nutzen wollen. Wo wir helfen können, da tun wir das.“

Thomas Braumann, Avacon-Kommunalreferent

„Mit dem neuen Nest steigen die Chancen, dass in unserer Gemeinde schon bald erstmalig Störche nisten.“

Manfred Behrens, Ortsbürgermeister von Ebendorf und Mitglied des Deutschen Bundestages

Nisthilfen geben Fischadlern ein neues Zuhause.

Nisthilfen fördern Ansiedlung von Fischadlern

Das Engagement von Avacon kommt vielen weiteren Vogelarten zugute: Gerade große Tiere wie Fischadler brauchen einen hoch gelegenen Brutplatz. Nur dann können sie mit ihrer Flügelspannweite von über einem Meter problemlos ihr Nest erreichen. Außerdem reagieren sie sehr empfindlich auf Störungen und schätzen eine gute Rundumsicht von ihrem Horst. Deshalb bevorzugen sie Nester in luftiger Höhe. Da freistehende große alte Bäume in unserer Landschaft selten geworden sind, nisten sie oft auf Strommasten – obwohl diese selten eine optimale Unterlage bieten. Mit Nisthilfen leistet Avacon einen wertvollen Beitrag dazu, den Fischadlerbestand in der Region zu sichern. Waren Fischadler in Sachsen-Anhalt nahezu ausgerottet, so haben sich mittlerweile erfreulich viele Exemplare dieser großen Greifvögel im Norden Sachsen-Anhalts neu angesiedelt.

An sensiblen Leitungsstrecken werden im Auftrag von Avacon Warnbaken für Großvögel angebracht.

Zebrastreifen sichern den Überflug

Mehrere Vogelflugrouten überqueren das Verteilnetzgebiet von Avacon. Damit sich die Zugvögel frei und sicher bewegen können, werden am Erdseil von Hochspannungsleitungen Schutzarmaturen (Warnbaken) montiert. Dabei handelt es sich um eine Art Zebrastreifen aus Kunststoff. Sie fallen so stark auf, dass vorbeiziehende Vögel die Warnbaken – und damit auch die Erdseile – schon von weitem als Hindernis wahrnehmen und überfliegen können. Das Kollisionsrisiko verringert sich erheblich.

Die Monteure nehmen einiges auf sich, um die Vögel zu schützen: Sie befestigen die Warnbaken in gut 30 Metern Höhe an den 110-Kilovolt-Leitungen, was einen spektakulären Einsatz mit dem Helikopter einschließt.

Unterstützung für Vogelschutzinitiativen

Den Storchenhof Loburg in der Stadt Möckern im Landkreis Jerichower Land etwa gibt es bereits seit 1979. Die Auffangstation wurde gegründet, weil es immer weniger Weißstörche gab. Auch dank der Vogelschutzmaßnahmen hat sich der Bestand erholt. 

„Die Störche und Fischadler gehören zur Region. Es ist toll, dass der Storchenhof Loburg so viele Menschen für den Natur- und Vogelschutz begeistert und den Besuchern die Vogelart und ihren Lebensraum näherbringt.“

Frank von Holly, Bürgermeister der Stadt Möckern

Bei einem Besuch des Storchenhofs lauscht Avacon-Kommunalreferent Klaus Schmekies den Ausführungen von Dr. Christoph Kaatz, der den Storchenhof gemeinsam mit seinem Sohn Dr. Michael Kaatz als Geschäftsführer leitet.

„Wir behandeln verletzte Vögel und versuchen sie wieder auszuwildern. Zudem beobachten wir, wie viele Weißstörche in Sachsen-Anhalt leben, und forschen über ihre Zugwege und ihr Brutverhalten. Über Sender sehen wir, welche Routen die Störche wählen. So wissen wir genau, wo sich etwa gerade Storch Albert befindet: Wir haben seine Reise über Rumänien, die Türkei, den Tschad, Simbabwe, Kenia und Botswana verfolgt. Auf unserer Website informierten wir aktuell darüber, in welchen Nationalparks er sich aufhielt und wie viele Kilometer er täglich zurücklegte.“

Dr. Christoph Kaatz, Geschäftsführer des Storchenhofs Loburg

Mehr über die Arbeit des Storchenhofes Loburg und wie Nisthilfen angebracht werden verrät Ihnen unser Film.