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Vogelschutz bei Avacon

Im Netzgebiet von Avacon liegen viele schützenswerte Lebensräume. Manche Pflanzen- und Tierarten sieht man in Wald und Feld nur noch selten, einige sind sogar vom Aussterben bedroht. Daher hat es sich Avacon zur Aufgabe gemacht, diese Lebensräume zu erhalten oder aufzuwerten. Beim Vogelschutz stimmt sich Avacon deshalb seit vielen Jahren mit örtlichen wie regionalen Vogel- und Naturschutzverbänden ab.

Oft befinden sich Freileitungen in der Nähe von Natur- und Landschaftsschutzgebieten, grenzen an Brutareale oder verlaufen unter bevorzugten Flugrouten von Zugvögeln. 

„Uns liegt der Schutz der Vögel am Herzen. Wir planen den Leitungsbau deshalb in größtmöglichem Einklang mit Natur und Umwelt.“

Wolfgang Dee, Netz-Experte von Avacon

Avacon unterstützt des Storchenhof in Loburg

Avacon unterstützt den Storchenhof Loburg

Erfahren Sie hier mehr über den Storchenhof Loburg

Alles bereit für Familie Storch in Wiersdorf

In Wiersdorf entstand ein geräumiges Zuhause für eine Storchenfamilie.

Der Altmarkkreis ist bei Weißstörchen ein beliebtes Domizil. Damit die imposanten Vögel auch ausreichend Brutplätze finden, wurde im Frühjahr 2024 in Wiersdorf, einem Ortsteil von Wallstawe, ein ausgedienter Betonmast mit einer Nisthilfe für Störche versehen und neu aufgestellt. Denn die imposanten Vögel haben oft Schwierigkeiten, auf modernen ziegelgedeckten Dächern ihre Nester zu errichten.

Ob Nisthilfen oder Warnbarken - Avacon investiert ständig in den Vogelschutz und steht in engem Kontakt mit Naturschutzvereinen und lokalen Behörden.

Tierischer Zuwachs für Klein Gemersleben

Der Strommast einer Freileitung erschein dem Störchenpärchen als attraktiver Nistplatz, ist aber nicht sicher. Nach einem Hinweis einer Anwohnerin und des NABU handelten die Avacon Monteure schnell und installierten eine Nisthilfe. ©Caren Kluth

Klein Germersleben im Landkreis Börde freute sich im Frühjahr 2024 über den Zuzug einer neuen Vogelfamilie. Doch das Storchenpaar Romeo und Julia nistete zuerst gefährlich nahe an Stromleitungen. Anwohner erkunfigten sich beim Storchenhof in Loburg, was zu tun sei und verständigten den NABU in Wanzleben. Mitarbeiter des Naturschutzbundes riefen die Avacon an.

Kurze Zeit später waren die Avacon Techniker mit Hebebühne und Spezialtechnik vor Ort – und bauten eine neue Nisthilfe im sicheren Abstand zu den Stromleitungen. Das Pärchen hat das neue Zuhause sofort angenommen. „Glücklicherweise hatten wir auf dem Betriebshof noch eine Nestunterlage zu stehen, die unser Meister mit seinem Team dann ohne Zeitverzug vor Ort anbringen konnte“, erzählt Avacon-Kommunalreferentin Antje Klimek, die diese Hilfsaktion eingefädelt hatte.

Fischadler siedeln im Elb-Gebiet

Die Küken aus dem Nest zu nehmen, könnte sie stressen. Deshalb klettern die Vogelschützer in den Horst, um die Beringung vorzunehmen.

Schon seit Jahren beobachten Vogelschützer, dass sich die Fischadlerpopulation aus dem Raum Brandenburg immer mehr der Elbe nähert. Inzwischen zählen Vogelkundler etwa 40 Paare in Sachsen-Anhalt. Jedes Jahr kommen zwei bis drei Paare neu hinzu.

Auch im Sommer 2023 gab es Zuwachs im nördlichen Avacon-Netzgebiet. Zwei Tage lang waren die Avacon-Monteure mit dem ehrenamtlichen Ornithologen Mario Firla unterwegs, um junge Fischadler zu beringen. Ein anstrengendes Fitness-Programm. Denn um die jungen Vögel so stressfrei wie möglich zu markieren, steigt der Ornithologe in den Horst. Doch bevor der Ornithologe mit seiner Arbeit beginnen kann, überprüft Avacon-Monteur Jannik Nahs, ob die Leitung spannungsfrei ist. „Neben dem Beringen der jungen Fischadler nehmen wir auch die Horste in Augenschein. Gerade bei Nesten, die neu gebaut werden, schauen wir, ob wir eine Nisthilfe setzen müssen, damit für die Vögel keine Gefahr besteht“, erläutert er.

Beim Beringen sind die Jungvögel in der Regel zwischen dreieinhalb und sechs Wochen alt. Im Durchschnitt sind zwei bis drei Junge in einem Horst.

Neues Zuhause für Helga und Horst

Die Omexom-Mitarbeiter Pascal Meyer und Alex Schiller zurren im Auftrag der Avacon das Storchennest fest. (Foto: © Yvonne Heyer)

Seit mehr als zehn Jahren brüten Helga und Horst in Wulferstedt. Jahr für Jahr ist das Nest gewachsen und hatte bedenkliche Ausmaße angenommen. Da unmittelbar am Horst die Stromleitungen verlaufen, musste gehandelt werden. Damit das Paar sich auch in Zukunft gefahrlos um seine Jungen kümmern kann, errichtete die Avacon eine neue Nisthilfe. Dazu nahmen Fachleute alte Nest herunter und installierten eine neue Nisthilfe, die auch gleich den richtigen Abstand zu den elektrischen Leitungen hat.

Das neue Nest ist bei dem Paar gut angekommen: Helga und Horst sind bereits eingezogen.

1.300 Warnbaken im Allertal

Avacon-Mitarbeiter mit Warnbarke
Netz-Experte Wolfgang Dee zeigt die Vogelschutzarmaturen.

Mehr als vier Millionen Euro hat Avacon in den vergangenen Jahren in Maßnahmen investiert, die dem Vogelschutz an Hoch- und Mittelspannungsleitungen dienen. So installierte der Netzbetreiber im September 2018 beispielsweise im niedersächsischen Allertal 1.300 Vogelschutzarmaturen (Warnbaken) an der Hochspannungsleitung von Düshorn, einem Ortsteil der Stadt Walsrode im Landkreis Heidekreis, nach Oldau, einer Ortschaft der Gemeinde Hambüren im Landkreis Celle. Auch auf dem Abschnitt nach Ahlden, einem Flecken im Landkreis Heidekreis, brachte das Avacon-Team die Warnbaken an. Mehrere Vogelflugrouten überqueren dieses Gebiet. Die beweglichen schwarz-weißen Kunststoffstäbe erhöhen nun auf einer Strecke von 31 Kilometern die Sichtbarkeit der Hochspannungsleitung. So können Vögel diese bereits aus der Ferne wahrnehmen und ihre Flughöhe anpassen. Damit sinkt das Kollisionsrisiko deutlich.

„Die Warnbaken helfen, viele Vögel zu retten. Bis zu 95 Prozent weniger tödliche Unfälle ermöglichen wir so.“

Wolfgang Dee, Netz-Experte von Avacon

Die Installation der Warnbaken erfolgte mit einem Spezialhubschrauber. Dieser schwebt in einer Höhe von 30 Metern und nur rund einen Meter von den Leitungen entfernt, damit der Monteur die Armaturen anbringen kann – eine Arbeit die Fingerspitzengefühl verlangt. Insgesamt investierte Avacon in diese Vogelschutzmaßnahme 300.000 Euro.

Neues Quartier für Meister Adebar

Auch mit Nisthilfen, Schutzkappen und Sitzstangen engagiert sich Avacon für den Vogelschutz. „Wir montieren die Nisthilfen in ausreichendem Abstand zu spannungsführenden Teilen, damit rastende oder nistende Vögel nicht damit in Kontakt geraten“, führt Wolfgang Dee aus. 

In Groß Steinum im Landkreis Helmstedt, hat Avacon einen Betonmasten für eine Storchen-Nisthilfe zur Verfügung gestellt und diesen vor Ort auch aufgerichtet. Initiator der Aktion war die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Barnbuch. Deren Mitglied Manfred Spey hatte sich maßgeblich dafür eingesetzt, die Voraussetzungen zu schaffen, damit sich in dem Ort ein Storchenpaar ansiedeln kann. Die Nisthilfe hatte die Arbeitsgemeinschaft daraufhin gebaut und vor dessen Aufrichtung auf dem Masten montiert. Spey ist zuversichtlich, dass das neue Nest angenommen wird, schließlich seien die Lebensbedingungen und das Nahrungsangebot in dem Ort sehr gut. Auch Bürgermeister Michael Leson freut sich über das neue Vogelquartier in luftiger Höhe:

„Es wäre ein echter Gewinn für unsere Gemeinde, bald Störche zu beherbergen. Es unterstreicht die Naturverbundenheit und das Engagement unserer Kommune.“

Michael Leson, Ortbürgermeister Groß Steinum

Strommaste ziehen Störche an

Storchennest in Mahlsdorf
Avacon-Kommunalreferent Thomas Braumann (rechts) und Manfred Behrens, Ortsbürgermeister von Ebendorf (links), sind bei der Errichtung des neuen Storchennestes dabei.

Ab und zu kommt es auch vor, dass wilde Storchennester auf stabile Masten umgesiedelt werden müssen, denn die Brutstätten benötigen viel Platz. Ohne eine ausreichend große Auflagefläche drohen Nest und Gelege sonst früher oder später herunterzufallen. Nördlich von Nienburg etwa hat Avacon daher ausgediente Strommasten mit Nestunterlagen für Störche versehen. Storch und Co. ziehen dann einfach einige Meter weiter auf einen sicheren Platz, zurückkehrende Vögel nehmen den Platz an. Von etwa 40 Nestern im Aller-Leine-Tal ruhen 25 Nester auf Masten. Zu etwa 70 Prozent werden sie von den Störchen regelmäßig für die Brut genutzt.

Im Frühjahr 2018 gab der Rückbau einer Niederspannungsleitung Gelegenheit, Störche wieder anzusiedeln. In Maxdorf, einem Stadtteil von Salzwedel im Altmarkkreis Salzwedel, ließ Avacon einen ausgedienten Betonmast stehen. Jugendliche in der Berufsvorbereitung bauten ein neues Nest. Mit Hilfe ihrer Ausbilder und viel bürgerschaftlichem Engagement hievten sie es auf den früheren Strommast. 

„Nach beinahe drei Jahrzehnten hoffen wir dadurch wieder ein Storchenpaar anzusiedeln – damit unsere Gemeinde durch viel privates Engagement und die gute Zusammenarbeit mit Avacon und der Stadt Salzwedel noch lebens- und liebenswerter wird.“

Arne Beckmann, Stadtrat der Hansestadt Salzwedel und Ortschaftsrat Mahlsdorf/Maxdorf

Avacon-Kommunalreferent Andreas Forke freut sich über die lokale Initiative und fügt hinzu:

„Wir sind alle zuversichtlich, dass der Panoramaplatz gefällt und bald auch Storchen-Nachwuchs dort oben schnäbelt.“

Andreas Forke, Avacon-Kommunalreferent 

Und auch in Ebendorf, einem Ortsteil der Einheitsgemeinde Barleben im Landkreis Börde, setzt man auf den Vogelschutz. Hier spendete Avacon Anfang April 2018 einen ausgedienten Laternenmast, damit die Mitarbeiter der Vogelschutzwarte Storchenhof Loburg den Adebaren ein neues Nest bauen können.

„Mit dem neuen Nest steigen die Chancen, dass in unserer Gemeinde schon bald erstmalig Störche nisten.“

Manfred Behrens, Ortsbürgermeister von Ebendorf und Mitglied des Deutschen Bundestages

Neuartiger Brutkasten zieht Wanderfalken an

Avacon-Mitarbeiter bringen einen Brutkasten für Wanderfalken an.
Avacon-Mitarbeiter bringen einen Brutkasten für Wanderfalken an.

Das Engagement von Avacon kommt vielen weiteren Vogelarten zugute – beispielsweise den Wanderfalken. Für die größte einheimische Falkenart zählen Hochspannungsmasten zu den Lieblingsorten. Sie starten von dort aus viele ihrer Beuteflüge. Im Vogelsbergkreis in Hessen installierte Avacon nun im Kooperation mit dem NABU Wettsaasen einen neuartigen Brutkasten auf einem Strommasten für die in den 1970-er Jahren fast ausgestorbene Vogelart – mit Erfolg. Ein Wanderfalkenpaar setzte sich unversehens ins gemachte Nest. Nun bleibt zu hoffen, dass hier bald Nachwuchs schlüpfen wird.

Nisthilfen fördern Ansiedlung von Fischadlern

Nisthilfe für Störche auf Strommast
Nisthilfen geben Fischadlern ein neues Zuhause.

Auch große Tiere wie Fischadler brauchen einen hoch gelegenen Brutplatz. Nur dann können sie mit ihrer Flügelspannweite von über einem Meter problemlos ihr Nest erreichen. Außerdem reagieren sie sehr empfindlich auf Störungen und schätzen eine gute Rundumsicht von ihrem Horst. Deshalb bevorzugen sie Nester in luftiger Höhe. Da freistehende große alte Bäume in unserer Landschaft selten geworden sind, nisten sie oft auf Strommasten – obwohl diese selten eine optimale Unterlage bieten. Mit Nisthilfen leistet Avacon einen wertvollen Beitrag dazu, den Fischadlerbestand in der Region zu sichern. Waren Fischadler in Sachsen-Anhalt nahezu ausgerottet, so haben sich mittlerweile erfreulich viele Exemplare dieser großen Greifvögel im Norden Sachsen-Anhalts neu angesiedelt.

Unterstützung für Vogelschutzinitiativen

Den Storchenhof Loburg in der Stadt Möckern im Landkreis Jerichower Land etwa gibt es bereits seit 1979. Die Auffangstation wurde gegründet, weil es immer weniger Weißstörche gab. Auch dank der Vogelschutzmaßnahmen hat sich der Bestand erholt. 

„Die Störche und Fischadler gehören zur Region. Es ist toll, dass der Storchenhof Loburg so viele Menschen für den Natur- und Vogelschutz begeistert und den Besuchern die Vogelart und ihren Lebensraum näherbringt.“

Frank von Holly, Bürgermeister der Stadt Möckern

Bei einem Besuch des Storchenhofs lauscht Avacon-Kommunalreferent Klaus Schmekies den Ausführungen von Dr. Christoph Kaatz, der den Storchenhof gemeinsam mit seinem Sohn Dr. Michael Kaatz als Geschäftsführer leitet.

„Wir behandeln verletzte Vögel und versuchen sie wieder auszuwildern. Zudem beobachten wir, wie viele Weißstörche in Sachsen-Anhalt leben, und forschen über ihre Zugwege und ihr Brutverhalten. Über Sender sehen wir, welche Routen die Störche wählen. So wissen wir genau, wo sich etwa gerade Storch Albert befindet: Wir haben seine Reise über Rumänien, die Türkei, den Tschad, Simbabwe, Kenia und Botswana verfolgt. Auf unserer Website informierten wir aktuell darüber, in welchen Nationalparks er sich aufhielt und wie viele Kilometer er täglich zurücklegte.“

Dr. Christoph Kaatz, Geschäftsführer des Storchenhofs Loburg

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