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Mit dem Elektroauto durch die kühle Jahreszeit

Es ist kein Vergnügen, im Winter Auto zu fahren. Ohne Garage muss man das eingeschneite Auto von Schnee befreien, Eis von den Scheiben kratzen, rutschige oder gar vereiste Straßen sind ein Unfallrisiko.

Davon bleiben auch E-Mobilisten nicht verschont. Wer nur eine „Laternengarage“ hat, muss im Winter einiges in Kauf nehmen. Aus mehreren Gründen sind Elektromobile jedoch auf eine Garage sehr viel mehr angewiesen. 

Parken und laden

Wer ein Elektroauto fährt, lädt es über Nacht. Etwa vier von fünf Fahrern tun es an der heimischen Steckdose oder Ladestation. Am zuverlässigsten funktioniert das in der eigenen Garage oder am Stellplatz in der Tiefgarage.

Bei eisigen Temperaturen im Freien ist das Laden langwieriger. Die Batterie mag keine Kälte. Am wohlsten fühlt sie sich bei mittleren Temperaturen. Fällt das Thermometer unter null Grad Celsius oder klettert es im Sommer über 35 Grad Celsius, sinkt bei Lithium-Ionen-Akkus der Wirkungsgrad. Extreme Temperaturen können die Lebensdauer beeinträchtigen.

Bei neueren Elektroautos ist das weniger dramatisch: Die Modelle sind mit einem Batteriemanagementsystem ausgestattet, das den Ladezustand überwacht und die Temperatur regelt. Es optimiert die Geschwindigkeit, mit der geladen wird, hält den Ladezustand in einem optimalen Bereich und verhindert eine Tiefenentladung. 

Start am Morgen

Klimaanlage, Heizung und Bordelektronik verbrauchen Strom. Die Heizleistung – circa zwei bis fünf Kilowatt – muss der Elektromotor liefern. Auch beim Verbrennungsmotor kostet das Kraftstoff. Das kommt ihm jedoch zugute: Der Verbrennungsmotor produziert Abwärme, die im Winter genutzt werden kann, um den Innenraum zu erwärmen.

Beim Losfahren muss jedoch gute Sicht herrschen, nicht erst nach ein paar Kilometern. Beim Elektroauto nutzt man daher besser die Scheibenheizung.

„Warmlaufen lassen“ ist beim Diesel- oder Benzinmotor eine Umweltsünde. Nicht einmal der Motor mag es. Zügig losfahren, frühzeitig hochschalten heißt die Devise. Ein Elektroauto kennt das Problem nicht. Mit App und Batteriemanagementsystem bietet es einen großen Vorteil: Bevor man einsteigt, kann man den Innenraum aufheizen. Und solange das Auto an der Ladestation hängt, kostet das null Reichweite.  

Unterwegs

Elektroautos mit Wärmepumpe fahren sparsamer. Leider ist sie oft nur als Extra erhältlich. Die Wärmepumpe nutzt Umweltwärme und Motor-Abwärme. Auch das schont die Akkus. Rein elektrische Fahrzeuge haben für die Akkus ohnehin eine Wasserkühlung. Über diesen Kühlkreislauf lassen sich die Batterien bei jeder Umgebungstemperatur temperieren. Und der Innenraum wird effizienter erwärmt.

Wie sieht es im Winter mit der Reichweite aus? Kein Auto erreicht die auf dem Papier mögliche Reichweite. Der Renault Zoe fährt bei starker Kälte nach Angaben des Herstellers statt 300 nur 200 Kilometer weit. Da lohnt es sich, vorausschauend zu fahren, um die Reichweite auszureizen. Abstand halten und seltener beschleunigen spart Energie. Beim neuen VW e-Golf hilft das Navigationssystem: Naht ein Tempolimit oder ein Kreisverkehr, rät es: „Fuß vom Gas“. Mit dem Eco-Modus fährt man sparsamer und zügelt das Temperament seines Antriebs, damit die Räder auf glattem Boden nicht durchdrehen.

Eine defensive Fahrweise verhilft nicht nur zu mehr Reichweite, auch die Sicherheit im Verkehr wird durchaus begünstigt. Denken Sie daran: Gerade in der dunklen Jahreszeit sind gutes Licht und gute Sicht enorm wichtig. Wegen Radfahrern und Passanten, wegen Dunkelmännern, für einen selbst. 

Alle Tipps in Kürze

  • Eine Garage bietet die beste Gewähr fürs Laden und die Lebensdauer der Akkus.
  • Entscheiden Sie sich beim Kauf für ein Elektroauto mit hoher Ladeleistung und Batteriekapazität, wählen Sie ein Modell mit Wärmepumpe und Batteriemanagement.
  • Für freie Sicht ist eine Scheibenheizung besser als die Klimaanlage; auch eine Sitzheizung schont die Reichweite.
  • Wer im Verkehrssituation mitschwimmt und vorausschauend fährt, kommt am weitesten. Eco-Modus und Navi können dabei helfen.