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Avacon erneuert das Umspannwerk in Grünberg bei Gießen

10.11.2016

Der Netzbetreiber Avacon erneuert zurzeit das Umspannwerk in Grünberg. Notwendig wurde der Ausbau, da die Altanlage an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen war, denn die Energiewende ist geprägt vom erfolgreichen Ausbau von Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energien. Dadurch steigen auch die Anforderungen an das Stromnetz. Als Netzbetreiber ist Avacon zuständig für den Transport und die Verteilung von Strom. Daher baut Avacon die 110-kV-Anlage in Grünberg für die Verstärkung der Netze aus. Avacon betreibt das Umspannwerk in Grünberg gemeinsam mit der OVAG, die für die 20-kV-Spannungsebene zuständig ist. Umspannwerke wandeln die Spannung des Stroms von einer Spannungsebene auf die andere um. Auf diese Weise verbinden sie das Strom-Übertragungsnetz (380kV) mit dem überregionalen Hochspannungsnetz (110kV) und dem regionalen Verteilnetz (20kV).

Die ältesten Bauteile der Anlage stammen noch aus dem Jahr 1970. Die Erneuerung bringt das Umspannwerk jetzt auf den neusten Stand der Technik und es wird dadurch den erhöhten Anforderungen im Netz gerecht. Avacon investiert 2,4 Mio. Euro für den Neubau und 240 TD Euro in die Demontage der alten Anlage, die der neuen komplett weichen muss. Die neue Anlage benötigt exakt die Fläche der Altanlage von 2.300 m². Größer wird lediglich das Betriebsgebäude, in dem sich die Elektronik zur Fernsteuerung befindet.

Damit die Versorgungssicherheit auch während der Bauphase gewährleistet ist, wurde ein 110-kV-Provisorium mit hohem Kostenaufwand für die Bauphase errichtet. So bleibt das UW mit seinen zwei 110/20-kV-Transformatoren am Netz und der Strom fließt weiter. Die übertragbare Leistung steigt um das Dreifache, von bislang 130 Megawatt (MW) auf rund 380 MW. Die Arbeiten haben im April 2016 begonnen und werden voraussichtlich im April 2017 abgeschlossen sein.

Die Modernisierungs-Maßnahme dient dem Zweck, das Stromnetz so auszubauen, dass der in immer größerem Umfang aus Sonne, Wind und Biomasse gewonnene Strom vom Netz aufgenommen und in das 20-kV-Netz der OVAG abgegeben werden kann. Dass Windenergie eine große Rolle in der Region Vogelsberg spielt, lässt sich auch durch den Ausbau der 110-kV-Leitung von Grünberg nach Gießen belegen. So wurde im Jahr 2014 ein zusätzliches Leitungssystem aufgelegt.

„Durch den Einbau der neuen Technik erhöhen sich die Leistungs- und Übertragungsfähigkeit des Stromnetzes und somit auch die Versorgungssicherheit. Mit anderen Worten, es kann jetzt mehr regenerativer Strom aus dem Netz aufgenommen und weiterverteilt werden“, erläutert Projektleiter Bernd Lange.

Avacon ist regionaler sowie überregionaler Netzbetreiber in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen und Teilen Nordrhein-Westfalens. Das Avacon-Stromnetzgebiet umfasst über 55.000 Quadratkilometer und erstreckt sich von der Nordseeküste bis Südhessen. Über Hoch-, Mittel- und Niederspannungsleitungen von rund 66.000 km Länge sowie ein mehr als 20.000 Kilometer langes Erdgasnetz werden rund 16 Millionen Menschen mit Energie versorgt. Als ländlich geprägter Flächenversorger steht Avacon im Zentrum der Energiewende und trägt eine besondere Verantwortung für den zeitgerechten Anschluss dezentraler Erzeugungsanlagen und den bedarfsgerechten Ausbau der Verteilnetze. Avacon investiert jährlich rund 165 Millionen Euro in Netzausbau und Netzsteuerung, um die Netze für die stetig wachsenden Anforderungen fit zu machen.

Michaela Fiedler

Pressesprecherin Avacon AG

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38350 Helmstedt

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