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Avacon investiert in kontinuierlichen Netzausbau

17.08.2016

Als Netzbetreiber ist Avacon zuständig für den Transport und die Verteilung von Strom und Gas. Der durch die Energiewende verursachte Strukturwandel in der Energielandschaft erfordert zunehmend nicht nur leistungsstarke, sondern auch intelligente  Netze. Denn im Gegensatz zu früher sind die Haushalte nicht länger nur Stromverbraucher sondern selbst auch Erzeuger. Verteilnetze müssen daher den Strom verteilen, aufnehmen, abtransportieren, intelligent steuern und perspektivisch speichern. Denn der Strom wird häufig nicht dort erzeugt, wo er verbraucht wird und auch nicht immer zur gleichen Zeit wie er benötigt wird. Daher führt die dezentrale Energieerzeugung zumeist nicht zu einem Weniger, sondern zu einem Mehr an Stromtransport. Avacon investiert jährlich rund 165 Millionen Euro in Netzausbau und Netzsteuerung, um die Netze für die stetig wachsenden Anforderungen fit zu machen. Mehr als jeder dritte Euro wird für die Einbindung erneuerbarer Energien verwendet.

In welch hohem Maße Avacon gefordert ist, verdeutlicht auch der Grünstromanteil im Avacon-Netz: Im gesamten Avacon-Netzgebiet beträgt der rechnerische Anteil des Stroms aus Erneuerbaren Energien gemessen am Netzabsatz an Endverbraucher schon  133 Prozent und ist damit viermal so hoch wie der Bundesdurchschnitt (33 Prozent). Das bedeutet, dass die Stromerzeugung durch Wind, Sonne und Biomasse im Avacon-Netzgebiet im Jahresverlauf bereits um ein Drittel höher war als der Stromverbrauch. Das überschüssige Drittel wurde daher in andere Netze exportiert. Zu Zeiten mit geringer Wind- oder Solarproduktion bezieht das Netz dann Strom aus konventionellen Kraftwerken. Ein modernes Stromnetz auf dem Lande muss heute also in beide Fließrichtungen eine große Leistungsfähigkeit aufweisen.

Im Avacon-Netzgebiet des Landkreises Börde liegt der Grünstromanteil sogar bei 190 Prozent und übertrifft den Bundesdurchschnitt fast um das sechsfache. Das größte Erzeugungspotential unter den „grünen“ Energien liegt im Wind. Windstrom aus den  418 installierten Anlagen lieferte 79 Prozent des im Jahr 2015 erzeugten grünen Stroms. Auf die 55 Biomassekraftwerke entfielen 13 Prozent. Die 1.916 Solarstromanlagen steuerten gut acht Prozent bei. Avacon erwartet, dass die Einspeisung in das Netz auch künftig wachsen wird. Laut Studien kann die installierte Leistung von Windkraft- und Photovoltaikanlagen im Landkreis in den kommenden  20 Jahren um rund 40 Prozent ansteigen. Damit bleibt das Unternehmen als Netzbetreiber weiterhin – vielleicht sogar noch zunehmend – gefordert. Denn die Versorgungssicherheit trotz schwankender Einspeisemengen auf hohem Niveau zu halten, ist eine anspruchsvolle Aufgabe

Um das Versorgungsnetz für diese Erzeugung aus Erneuerbaren Energien langfristig vorzubereiten, investiert der Standort Avacon Oschersleben kontinuierlich in den Ausbau und die Instandhaltung der Netze. Für dieses Jahr hat Standortleiter Dr. Christian Röhrig fast fünf Millionen Euro eingeplant.

Das Netzgebiet, das die rund 100 Mitarbeiter um Röhrig betreuen, reicht vom Brocken bis nördlich zur A2 und  umfasst rund 2.500 Quadratkilometer. Rund 2.000 Kilometer Mittel- und Niederspannungsleitungen, 1.000 Kilometer Gasleitungen, 20 Umspannwerke und 1.600 Stationen werden für die sichere Energieversorgung im genannten Netzbereich von den Mitarbeitern gewartet, instand gehalten und deren Ausbau geplant.

„Avacons Aufgabe als Netzbetreiber ist es, ein effizientes Strom- und Erdgasnetz und damit die nötige Transportinfrastruktur für die in der Region erzeugte Energie bereitzustellen“, erläuterte Röhrig. Dafür investiert der Standort in intelligente Technik und den bedarfsorientierten Netzausbau.

Schwerpunkte in diesem Jahr sind der weitere EEG-bedingte Netzausbau, Ortsnetzerweiterungen und Ortsnetzverkabelungen. „Mit den für dieses Jahr geplanten Maßnahmen wird im Netzgebiet des Standortes Oschersleben ein Verkabelungsgrad von 85 Prozent in der Mittelspannung und von 93 Prozent in der Niederspannung erreicht“, sagte Röhrig weiter. Dazu gehören beispielsweise Teile der Ortsnetze in Ackendorf, Seehausen, Etgersleben, Cattenstedt, Wackersleben, Klein Oschersleben und Emden.

Auch im Bereich Straßenbeleuchtung ist Avacon aktiv und bietet den Kommunen  Dienstleistungspakete an. So erfolgen in Hadmersleben und Harsleben im ersten Schritt Datenaufnahme und Effizienzanalysen. Darauf aufbauend wird von Avacon ein Konzept für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung erstellt, an dem die Kommune genau sieht, welche Lichtpunkte saniert werden müssen und welche Einsparung erreicht werden kann.

Corinna Hinkel

Pressesprecherin Avacon AG

Schillerstraße 3
38350 Helmstedt

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