24/7 für Sie erreichbar

Wir sind jederzeit für Sie erreichbar. Wählen Sie hier Ihren gewünschten Kontaktkanal aus.

Avacon investiert in kontinuierlichen Netzausbau

10.08.2016

Als Netzbetreiber ist Avacon zuständig für den Transport und die Verteilung von Strom und Gas. Der durch die Energiewende verursachte Strukturwandel in der Energielandschaft erfordert zunehmend nicht nur leistungsstarke, sondern auch intelligente  Netze. Im Gegensatz zu früher sind die Haushalte nicht länger nur Stromverbraucher sondern selbst auch Erzeuger. Verteilnetze müssen daher den Strom verteilen, aufnehmen, abtransportieren, intelligent steuern und perspektivisch speichern. Denn der Strom wird häufig nicht dort erzeugt, wo er verbraucht wird und auch nicht immer zur gleichen Zeit wie er benötigt wird. Daher führt die dezentrale Energieerzeugung zumeist nicht zu einem Weniger, sondern zu einem Mehr an Stromtransport. Avacon investiert jährlich rund 165 Millionen Euro in Netzausbau und Netzsteuerung, um die Netze für die stetig wachsenden Anforderungen fit zu machen. Mehr als jeder dritte Euro wird für die Einbindung erneuerbarer Energien verwendet.

In welch hohem Maße Avacon gefordert ist, verdeutlicht auch der Grünstromanteil im Avacon-Netz: Im gesamten Avacon-Netzgebiet beträgt der rechnerische Anteil des Stroms aus Erneuerbaren Energien gemessen am Netzabsatz an Endverbraucher schon 133 Prozent und ist damit viermal so hoch wie der Bundesdurchschnitt (33 Prozent). Das bedeutet, dass die Stromerzeugung durch Wind, Sonne und Biomasse im Avacon-Netzgebiet im Jahresverlauf bereits um ein Drittel höher war als der Stromverbrauch. Das überschüssige Drittel wurde daher in andere Netze exportiert. Zu Zeiten mit geringer Wind- oder Solarproduktion bezieht das Netz dann Strom aus konventionellen Kraftwerken. Ein modernes Stromnetz auf dem Lande muss heute also in beide Fließrichtungen eine große Leistungsfähigkeit aufweisen.

Im Avacon-Netzgebiet des Landkreises Stendal liegt der Grünstromanteil sogar bei 400 Prozent und übertrifft den Bundesdurchschnitt um das Zwölffache. Das größte Erzeugungspotential unter den „grünen“ Energien liegt im Wind. Windstrom aus den rund 300 installierten Anlagen lieferte 75 Prozent des im Jahr 2015 erzeugten grünen Stroms. Auf die 61 Biomassekraftwerke entfielen 17 Prozent. Die 1.318 Solarstromanlagen steuerten gut sieben Prozent bei. Avacon erwartet, dass die Einspeisung in das Netz auch künftig wachsen wird. Laut Studien kann die installierte Leistung von Windkraft- und Photovoltaikanlagen im Landkreis in den kommenden  20 Jahren um rund 60 Prozent ansteigen. Damit bleibt das Unternehmen als Netzbetreiber weiterhin – vielleicht sogar noch zunehmend – gefordert. Denn die Versorgungssicherheit trotz schwankender Einspeisemengen auf hohem Niveau zu halten, ist eine anspruchsvolle Aufgabe.

Das Netzgebiet, das die rund 70 Mitarbeiter um Standortleiter Clemens Hilling be-treuen, reicht von Havelberg bis Zerbst und  umfasst rund 3.500 Quadratkilometer. 6.800 Kilometer Mittel- und Niederspannungsleitungen, 1.500 Kilometer Gasleitungen, 25 Umspannwerke und 1.600 Stationen werden für die sichere Energieversorgung im genannten Netzbereich von den Mitarbeitern gewartet, instand gehalten und deren Ausbau geplant.

„Avacons Aufgabe als Netzbetreiber ist es, ein effizientes Strom- und Erdgasnetz und damit die nötige Transportinfrastruktur für die in der Region erzeugte Energie bereitzustellen“, erläuterte Hilling. Dafür investiert der Standort in intelligente Technik und den bedarfsorientierten Netzausbau. Im Raum Stendal plant Avacon die Spannungsumstellung von 15 auf 20 Kilovolt (kV). Dazu sind die Erneuerung von rund 100 Kilometern Mittelspannungskabel, 25 Kilometer Niederspannungskabel, 62 Trafostationen und der Neubau eines Umspannwerkes in Tangerhütte notwendig. Die Investitionssumme in dieses Projekt, das im Zeitraum von 2016 bis 2018 in den Umspannwerksbereichen Tangermünde/Tangerhütte umgesetzt werden soll, beträgt 17 Millionen Euro. Durch die Maßnahme werden laut Hilling unter anderem eine erhebliche Steigerung der Übertragungskapazität und eine weitere Verbesserung der Versor-gungssicherheit und –stabilität erreicht. In zahlreichen Ortschaften werden in diesem Jahr zudem die Niederspannungsnetze teilerneuert.

Auch als Sponsor ist Avacon seit Jahren in der Region aktiv. Wie Avacon-Kommunalreferent Klaus Schmekies berichtete, ist Avacon nicht nur als Hauptsponsor beim Elbdeichmarathon fester Bestandteil, auch die Zahl der teilnehmenden Mitarbeiter wächst von Jahr zu Jahr. Neben den verschiedenen Sponsoringaktivitäten bietet Avacon zudem Kommunen zahlreiche Dienstleistungen an, wie die Beratung zu innovativen Energielösungen oder Energieschulungen.

Corinna Hinkel

Pressesprecherin Avacon AG

Schillerstraße 3
38350 Helmstedt

Tel.
0 53 51-1 23-3 36 01
Fax
0 53 51-1 23-4 03 61

1B265202-CD73-4A68-A662-936B947085C2 E-Mail schreiben EFC8E2F8-A920-4CB3-ACEA-DCB36C9592E6 vCard