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Avacon testet Stromausfall-Erkennungs-System

16.12.2019

Abfall-App der Deponie GmbH wird um Funktion erweitert

Der Strom fällt aus und das Handy gibt Bescheid. Dieser Service könnte demnächst Realität werden. In einem Pilotprojekt testet Avacon im Altmarkkreis die Funktionalität eines innovativen Stromausfall-Erkennungs-Systems, das Betroffene im Fall eines Stromausfalls aktiv informiert.

Auch wenn die Stromversorgungsqualität in Deutschland im internationalen Vergleich auf besonders hohem Niveau liegt, lassen sich Stromausfälle bekanntlich nie ausschließen. Nicht beeinflussbare Faktoren wie Unwetter, Beschädigungen durch Dritte oder technische Fehler sind die häufigsten Ursachen für Versorgungsausfälle.

Die Idee zur aktiven Information der Stromkunden über Handys stammt von Marcus Alexander Siepe. Ein Stromausfall kommt meist unerwartet für die betroffenen Kunden. Dementsprechend groß ist ihr Informationsbedarf. Ziel seiner Software-Entwicklung ist die Erkennung von Störungen im Niederspannungsnetz und die automatische Information der vom Stromausfall betroffenen Kunden.

„Während bei Störungen im Hoch- und Mittelspannungsnetz eine Meldung in der Netzleitstelle aufläuft, können Niederspannungsstörungen in den Ortsnetzen bisher nicht fernmesstechnisch erfasst werden. Genau hier setzt das System an und erfasst die Störungen im Niederspannungsbereich“, erläutert Siepe seine Entwicklung.

Doch wie funktioniert das Erkennungs-System? Die Anwendung basiert auf der Sichtbarkeit von WLAN-Funknetzen. Fällt der Strom aus, so fallen auch die WLAN-Netze im vom Stromausfall betroffenen Gebiet aus. Dieser Wegfall der Sichtbarkeit wird von den Handys, die sich in diesem Bereich befinden erkannt. Die Handy- und WLAN-Signale werden in einer Datenbank intelligent zugeordnet, ausgewertet und mit weiteren Informationen abgeglichen. Liegt ein Stromausfall vor, so erhält die Avacon-Netzleitstelle eine entsprechende Meldung, kann diese überprüfen und im Störungsfall umgehend reagieren.

Damit die Idee auch umgesetzt werden kann, testet Avacon in einem ersten Schritt die Funktionalität der Erkennung eines Stromausfalls. Dafür muss eine entsprechende Anwendung auf den Handys der teilnehmenden Nutzer installiert sein. Auf diese Anforderung passt im Testgebiet optimal die Abfall-App der Deponie GmbH. Mit über 12.000 Installationen im Altmarkkreis hat sie sich bereits gut bei den Bürgern etabliert. Den Nutzern wird die Stromausfall-Erkennungs-Software über ein einfaches Update der Abfall-App angeboten. Dem Update müssen die Nutzer aktiv zustimmen, sonst wird es nicht installiert. Je mehr von den Nutzern sich das Update nun herunterladen, desto besser kann die Stromausfall-Erkennung getestet werden.

In der Pilotphase wird zuerst die Zuverlässigkeit der Software, einen Stromausfall zu erkennen, getestet. Erst wenn die Funktionalität nachgewiesen ist, wird die App um die Kommunikation erweitert. Schnell und automatisch sollen im zweiten Schritt der Pilotphase Störungs-Informationen über Smartphone kommuniziert werden. So haben Betroffene die Sicherheit, dass der Stromausfall schon bekannt ist und Avacon bereits an der Entstörung arbeitet, ein Anruf bei der Hotline ist nicht mehr notwendig. Neben dem Informationsgewinn lässt sich durch die Nutzung der Software auch die Dauer der Stromausfälle verkürzen, da durch die Funktionsweise des Systems der Fehlerort sehr genau und sehr schnell lokalisiert wird.

Corinna Hinkel

Pressesprecherin für Gardelegen, Lüneburg, Oschersleben, Salzwedel und Genthin

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