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Avacon und E.ON starten gemeinsames Innovationsprojekt

04.05.2020

Reallabor „TransUrban.NRW“ für konsequenten Klimaschutz

In neuen Stadtquartieren CO2-arm heizen und eine Perspektive für Städte entwickeln, deren Fernwärmesystem auf Kohlekraftwerken basiert: So kann die Wärmeversorgung einen bedeutenden Beitrag dafür leisten, dass Städte und Gemeinden in Deutschland ihre Klimaschutzziele erreichen. E.ON treibt den Übergang klassischer fossiler Fernwärmesysteme zu intelligenten CO2-armen Energielösungen voran und realisiert gemeinsam mit der Regionalgesellschaft Avacon Natur sowie Partnern aus der Forschung, von kommunalen Unternehmen und der Immobilienwirtschaft das Reallabor „TransUrban.NRW“. Das Projekt ist ein Sieger des Ideenwettbewerbs „Reallabore der Energiewende“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und startet jetzt als Modellvorhaben in Quartieren in Nordrhein-Westfalen.

Dekarbonisierung, Dezentralisierung, Digitalisierung oder demographischer Wandel sind nur einige der Megatrends, die einen gesamtgesellschaftlichen, tiefgreifenden Wandel herbeiführen. Diese Veränderungen entwickeln sich immer schneller und häufiger, getrieben durch Globalisierung und neue digitale Technologien. Dabei geht es um nichts weniger, als zusammen eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft für alle zu schaffen. Damit einher geht der Umbau der Energieversorgung hin zu einer CO2-freien Welt. Entscheidend dafür ist nicht nur der Ausbau erneuerbarer Energien, sondern die ganzheitliche Gestaltung urbaner Energieversorgung. Mit dem Förderprojekt TransUrban.NRW zeigen E.ON und Avacon, wie eine innovative und nachhaltige Wärmewende in Städten und Quartieren gelingen kann.

„Wir freuen uns gemeinsam mit der Expertise von unseren Partnern aus der Forschung, von kommunalen Unternehmen und Projektentwicklern „TransUrban.NRW“ zu realisieren und somit einen wesentlichen Beitrag zur CO2-Reduktion in der Wärmeversorgung zu leisten. Wir sehen ein hohes Potential von neuen Formen der Zusammenarbeit mit unseren lokalen Partnern, insbesondere in Strukturwandelregionen. Durch gemeinsames Handeln können wir neue Geschäftsmodelle entwickeln, innovative Technologien zur Anwendung bringen  und die urbane Energiewende weiter gestalten “, erklärt Marten Bunnemann, CEO der Avacon AG. „Gerade jetzt in den schwierigen Zeiten wollen wir gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und weiterhin stark in den nachhaltigen Umbau der Energieversorgung investieren“, ergänzt er.

Als Technologie kommen Niedertemperaturnetze der neuesten Generation zum Einsatz, wie zum Beispiel die Lösung ectogrid, die E.ON in Schweden entwickelt hat und im Rahmen von TransUrban.NRW erstmalig in Deutschland umsetzt. Während klassische Fernwärmenetze häufig mit Temperaturen von mehr als 100 Grad Celsius betrieben werden, genügen den so genannten LowEx-Netzen heute 10 bis 40 Grad Celsius. Das verringert die Energieverluste und ermöglicht die Einbindung von erneuerbaren Energien wie Geothermie oder die Nutzung von Abwärme, die in großem Um-fang auf niedrigem Temperaturniveau zur Verfügung stehen. Im Zusammenspiel mit Wärmepumpen werden bei Bedarf höhere Temperaturen oder Kühlenergie erzeugt. Durch TransUrban.NRW werden diese Innovationen schneller in den Markt gebracht und durch Skaleneffekte wettbewerbsfähig.

Weiterer wesentlicher Innovationsschritt ist die Auslegung des Niedertemperatur-Netzes als ein Tauschplatz für Energie, bei dem alle angeschlossenen Akteure miteinander interagieren. Möglich macht das eine intelligente Vernetzung, die den Wärme- und Kältebedarf der Gebäude ausbalancieren kann und so die Effizienz im Netz erhöht. Hierbei wird die bei der Kälteerzeugung anfallende Abwärme wieder in den Energiekreislauf zurückgeführt und steht zur Deckung des Wärmebedarfs an anderer Stelle zur Verfügung. Das funktioniert, als ob ein Kühlschrank die auf der Rückseite abgegebene Wärme auffangen und in einen Heizkreislauf einspeisen würde. Dadurch werden aus den Verbrauchern so genannte Prosumer, die sowohl Energie nutzen als auch bereitstellen. 

Corinna Hinkel

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