24/7 für Sie erreichbar

Wir sind jederzeit für Sie erreichbar. Wählen Sie hier Ihren gewünschten Kontaktkanal aus.

Avacon investiert in grüne Zukunft

28.02.2019

Sulinger Umspannwerk umfangreich modernisiert und in Betrieb genommen

Die Energiewende ist geprägt vom erfolgreichen Ausbau von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an unsere Stromnetze. Damit noch mehr regenerativ erzeugter Strom in die Netze aufgenommen werden kann, hat Avacon das Umspannwerk in Sulingen umfangreich erweitert und modernisiert. Damit liefert der regionale Energieversorger einen weiteren Beitrag zur Umgestaltung des deutschen Stromnetzes.

Bereits im Jahr 2016 begann die umfangreiche Erweiterung des Umspannwerks. Schritt für Schritt wurde die alte Anlage quasi wie bei einer Operation am offenen Herzen im laufenden Betrieb modernisiert. Zuerst entstand auf dem Gelände an der Diepholzer Straße eine neue 110-Kilovolt-Freiluftschaltanlage. Hinzu kam ein neues Betriebsgebäude, in dem sich auch eine neue 20-Kilovolt-Schaltanlage befindet. Nach und nach mussten insgesamt 26 Mittelspannungs-Kabelsysteme umgebaut und an die neue Anlage angeschlossen werden. Erst als das letzte Kabel umgelegt wurde und die neue Schaltanlage den Betrieb vollständig übernommen hatte, konnte die alte Anlage zurückgebaut werden.

Die Modernisierung des Umspannwerks ist damit technisch vollständig abgeschlossen. Zur feierlichen Inbetriebnahme der neuen Anlage trafen sich Landrat Cord Bockhop und Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb mit Avacon Technikvorstand Dr. Stephan Tenge. „Die umfangreiche Erneuerung des Umspannwerks ist mit Blick auf die wachsende Zahl dezentraler Erzeugungsanlagen eine Investition in die Zukunft der Region.“ erläuterte der Technikvorstand von Avacon die Vorteile der neuen Anlage.

Zum Gesamtnetzkonzept im Landkreis Diepholz gehören neben dem Umspannwerk in Sulingen der Ersatzneubau der 110-kV-Hochspannungsleitung zwischen Ohlensehlen und Bassum, der Neubau des 380-/110-kV-Umspannwerks in Ohlensehlen und die Modernisierung des Umspannwerks in Kirchdorf. „Durch die vier Neubauprojekte erhöht sich neben der Transportkapazität auch die Netzqualität und damit die Versorgungssicherheit in der Region“, fügte Tenge hinzu. In den vergangenen 6 Jahren hat Avacon mit diesen Projekten 32 Millionen Euro in den Netzausbau im Landkreis Diepholz investiert, davon 6 Millionen Euro in das Umspannwerk Sulingen. Insgesamt fließen jährlich über 150 Millionen Euro in den Netzausbau und die Netzsteuerung bei Avacon.

Das Alter des Umspannwerks Sulingen reicht bis in das Jahr 1953 und hatte seine Lebensdauer erreicht. „Der Ausbau mit einer neuen 110-/20-kV-Schaltanlage bringt es auf den neusten Stand der Technik.“ weiß Uwe Gehrke, der bei Avacon für den Betrieb des Umspannwerks verantwortlich ist.

Um die Versorgungssicherheit auch während der Bauphase zu gewährleisten, wurde ein 110-kV-Provisorium mit hohem Kostenaufwand für die Bauphase errichtet. Ein Teil des Umspannwerks blieb mit seinen zwei 110-/20-kV-Transformatoren am Netz und der Strom floss während der Bauarbeiten weiter. Der andere Teil wurde demontiert. An dieser Stelle entstand der nötige Platz für die neuen Anlagen. „Zu guter Letzt, bevor die Anlage ihren Betrieb aufgenommen hat, wurde sie einer Funktionsprobe unterzogen, und erst wenn sie alle Prüfungen bestanden hat, ist sie ein neuer Bestandteil im Avacon-Netz“, erklärt Projektleiter Janek Wefer.

Die übertragbare Leistung des modernisierten Umspannwerks steigt von bislang 150 Megawatt (MW) auf rund 380 MW. „Durch den Einbau der neuen Technik erhöhen sich die Leistungs- und Übertragungsfähigkeit des Stromnetzes und somit auch die Versorgungssicherheit. Mit anderen Worten, es kann jetzt mehr regenerativer Strom aus dem Netz aufgenommen und weiterverteilt werden“, erläutert Avacon-Kommunalreferent Hermann Karnebogen.

Die Modernisierung dient dem Zweck, das Stromnetz so auszubauen, dass der in immer größerem Umfang aus Wind, Sonne und Biomasse gewonnene Strom vom Netz aufgenommen und abtransportiert werden kann. Denn der Verbrauch vor Ort ist geringer als die Erzeugung. Allein im Jahr 2017 wurden im Landkreis Diepholz nur 55 Prozent des in das Avacon-Netz eingespeisten regenerativen Stroms verbraucht. Knapp 480 Millionen kWh mussten in verbrauchsstärkere Regionen transportiert werden.

Kirsten Fricke

Pressesprecherin für Nienburg und Syke

Schillerstraße 3
38350 Helmstedt

Tel.
0 53 51-1 23-3 20 59
Fax
0 53 51-1 23-4 03 61

1B265202-CD73-4A68-A662-936B947085C2 E-Mail schreiben EFC8E2F8-A920-4CB3-ACEA-DCB36C9592E6 vCard