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Netzbetreiberprojekt „Connect+“ geht in die Entwicklungsphase

15.07.2020

Kernziele der nun angelaufenen dritten Projektphase von Connect+ sind die IT-Umsetzung der Anwendungsfälle für den Datenaustausch und der Aufbau einer geeigneten Betriebsinfrastruktur für die Umsetzung neuer Redispatch-Regeln, die ab Oktober 2021 gelten. Um diese gesetzlichen Anforderungen fristgerecht erfüllen zu können, entwickelt das Netzbetreiberprojekt „Connect+“ einen für alle Marktteilnehmer nutzbaren „Single Point of Contact“ (SPoC). Für den neuen Redispatch-Datenaustausch steht damit ein einheitlicher Datenweg an der Schnittstelle zwischen dem Einsatzverantwortlichen (Dienstleister für Marktteilnehmer und Anlagenbetreiber) und den Netzbetreibern zur Verfügung. Das ITSystem für den Austausch der Daten, die das Postverteilkonzept betreffen, kann von allen Einsatzverantwortlichen genutzt werden. Netzbetreiber, die keine anderen geeigneten ITSysteme zur Verfügung haben, können das IT-System zusätzlich für den Datenaustausch zwischen Netzbetreibern (sog. Netzbetreiberkoordinierungskonzept bzw. „NKK“) nutzen. 

Die Grundlage für die nun zu entwickelnde Software bildet ein Bestandssystem, das bereits ähnliche Funktionalitäten erfüllt und von der Projektgemeinschaft weiterentwickelt wird. Im Anschluss daran erhalten diejenigen Netz- und Anlagenbetreiber, die das System anwenden werden, ausreichend Zeit, um eigene Prozesse fristgerecht an das Connect+ System anzubinden.  

Transparenz gegenüber allen Unternehmen, die dieses IT-System nutzen werden, ist für das Projekt zentral. Neben der Interaktion in Webinaren und der eingerichteten Konsultationskreise „Netzbetreiber“ sowie „Markt und Anlagen“ erhalten interessierte Unternehmen zudem die Möglichkeit, sich über Praxistests frühzeitig in die Entwicklungsphase einzubringen, sobald die Software einen entsprechenden Reifegrad und Funktionsumfang erreicht hat. 

In den ersten beiden Projektphasen wurden seit Juni vergangenen Jahres die Anforderungen für den automatisierten Austausch von Stamm- und Planungsdaten zwischen 

  • Einsatzverantwortlichen und Netzbetreibern (sog. Postverteilkonzept bzw. „PVK“)
  • sowie auch zwischen Netzbetreibern untereinander (sog. Netzbetreiberkoordinierungskonzept bzw. „NKK“) erarbeitet. 

Ab dem 1.10.2021 gelten die neuen Regelungen zum Redispatch, die vergangenes Jahr mit dem Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG 2.0) verabschiedet wurden. Weitere Hintergründe zum Projekt finden Sie hier.  

Grundlage für die operative Umsetzung bilden die im Rahmen des BDEW-Projekts „Redispatch 2.0“ erarbeiteten Prozesse (BDEW RD 2.0). Die konzeptionelle Weiterentwicklung der Datenaustauschprozesse wird auch zukünftig in enger Verzahnung mit der Branche erfolgen.  

Gemeinsames Kernziel der Projektpartner ist es, den Einsatzverantwortlichen und Netzbetreibern ein effizientes, sicheres und möglichst anwenderfreundliches Tool für den Redispatch-Datenaustausch zur Verfügung zu stellen. Die Systematik eines SPoC wird in diesem Zusammenhang insbesondere auf die Kommunikation zwischen Netz- und Anlagenbetreibern einzahlen. 

Hintergrund: 

Der Bundestag hat am 04.04.2019 die Novelle des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes („NABEG 2.0“) verabschiedet. Ziel des NABEG ist die Schaffung eines einheitlichen Regimes zur Engpassmanagement-Optimierung. Während das Instrument des Redispatch bisher nur für konventionelle Erzeugungsanlagen galt, die an das Netz der ÜNBs angeschlossen sind (oft als „Redispatch 1.0“ bezeichnet), wird der Redispatch nun insbesondere auf Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und KraftWärme-Kopplung (KWK) ausgeweitet, die in der Regel an die Verteilnetze angeschlossen sind. Die bisherigen Regelungen zum Einspeisemanagement von EEG und KWKG wurden daher aufgehoben und in ein einheitliches Redispatch-Regime – das sog. „Redispatch 2.0“ – in die §§ 13, 13a und 14 EnWG überführt. Damit fallen ab dem 01.10.2021 alle Anlagen zur Erzeugung oder Speicherung elektrischer Energie ab einer Nennleistung von 100 kW ebenfalls unter den Redispatch.  

Ziel ist es, bereits absehbare Engpässe im Stromnetz zu beheben bzw. möglichst erst gar nicht entstehen zu lassen. Die Regelungen des NABEG sind demnach potentiell für alle 890 VNB und weiterhin die vier ÜNB in Deutschland relevant. Dies erfordert zukünftig eine intensivere Koordination zwischen den Netzbetreibern bei der Planung und Ausführung der Einspeisemaßnahmen (Redispatch-Leistungen) sowie zwischen Netzbetreibern und Anlagenbetreibern (Lieferanten), Direktvermarktern, Energieversorgern, Einsatzverantwortlichen, Aggregatoren etc. (zusammen „Marktteilnehmern“). Da ein Redispatch-Abruf regelmäßig zwischen mehreren Netzbetreibern koordiniert werden muss, ist ein Informationsaustausch zwischen den Netzbetreibern und Marktteilnehmern sowie zwischen den Netzbetreibern untereinander nötig. Die dafür in dem Zeitrahmen neu zu entwickelnden und umzusetzenden Prozesse stellen für die Gesamtheit der Netzbetreiber eine Herausforderung dar.  

Um den Herausforderungen von höherem Koordinierungsbedarf sowie transparenterem Datenaustausch zwischen den Netzbetreibern und Markteilnehmern im Rahmen der Umsetzung des NABEG 2.0 zu begegnen, wurde das Gemeinschaftsprojekt Connect+ am 6. Juni 2019 ins Leben gerufen. 

Im Projekt Connect+ wollen die Netzbetreiber gemeinsam einheitliche Lösungen zur Datenverteilung entwickeln. Damit soll der Datenaustausch zwischen Marktteilnehmern und Netzbetreibern beim Engpassmanagement koordiniert werden. Die zentrale Datenverteilung soll einen einheitlichen Weg für Datenlieferungen zwischen Netzbetreibern sowie Marktteilnehmern sicherstellen.  

Als Projektpartner haben sich die vier Übertragungs- und derzeit 17 Verteilnetzbetreiber zusammengefunden (Link zum Partnernetzwerk).  

In dem Projekt ist ein intensiver Austausch mit betroffenen Marktteilnehmern vorgesehen. Zu diesem Zweck werden die Konsultationskreise „Netzbetreiber“ und „Markt & Anlagen“ eingerichtet, um die Einbindung weiterer Netzbetreiber und betroffener Marktteilnehmer (Anlagen-betreiber, Direktvermarkter etc.) sicherzustellen. Zudem werden der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) sowie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und die Bundesnetzagentur (BNetzA) ins Projekt eingebunden. Sie sollen über die aktuellen Fortschritte und die Ergebnisse des Projekts informiert werden und sich mit den Projektpartnern austauschen können. 

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