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e-Home Familie Castens bereits 100.000 Kilometer elektrisch unterwegs

15.11.2017

Familie Castens und ihr Peugeot Ion, ein E-Fahrzeug
Cord und Annegret Castens sowie Avacon-Projektkoordinator Jens Thiekenheinrich (v.l.n.r.) neben deren E-Fahrzeug mit 100 tkm Fahrleistung.

Als Teilnehmer beim Avacon-Forschungsprojekt fing alles an

Lediglich sechs Jahre reichten dem Ehepaar Annegret und Cord Castens, um mit ihrem Elektroauto auf eine Fahrleistung von stolzen 100.000 Kilometern zu kommen. Die Erfahrungen, die sie sozusagen unterwegs sammelten, machten sie zu überzeugten E-Mobilisten. Ihren weißen Kleinwagen vom Typ Peugeot Ion haben sie längst ins Herz geschlossen. Dabei war die stetig gewachsene Begeisterung für E-Mobilität im Jahr 2011 noch gar nicht abzusehen, als sich das Ehepaar um eine Teilnahme am Avacon Forschungsprojekt e-Home bewarb, das der Energiedienstleister gerade in den Gemeinden Stuhr und Weyhe auflegte.

„Das e-Home Energieprojekt 2020 sollte die Energiezukunft vorweg nehmen. Wir wollten erforschen, wie in späteren Jahren das Zusammenspiel einer dezentralen Stromeinspeisung mit Elektromobilität, einem veränderten Nutzerverhalten und einer optimierten Netzinfrastruktur aussieht“, erläuterte Avacon-Projektkoordinator Jens Tiekenheinrich im Rahmen eines Pressetermins bei Ehepaar Castens. Der Energiedienstleister suchte damals Haushalte, die bereit waren, ihr Zuhause zu einem Musterhaus der Energie-Zukunft umzugestalten. Annegret und Cord Castens hatten Glück. Ihr Haus in Stuhr-Heiligenrode steht genau in einem der beiden Wohngebiete, die Avacon für das Forschungsprojekt ausgesucht hatte. Das Ehepaar war interessiert, überlegte nicht lange und bewarb sich. So kam es, dass im Frühjahr 2011 ihr Haus mit allerlei modernster Technik ausgestattet wurde.

Auf dem Dach wurde eine Solarstromanlage installiert. Einige Räume bekamen eine Klimaanlage. Ein intelligenter Stromzähler zeigt seitdem den aktuellen Stromverbrauch, bietet aber auch die Möglichkeit, das Verbrauchsverhalten auszuwerten. Etwas später kam noch ein Batteriespeicher dazu, der dafür sorgte, dass der tagsüber erzeugte Solarstrom nicht sofort in das Netz eingespeist werden muss, sondern zunächst aufgehoben und dann am Abend und in der Nacht selbst verbraucht werden kann. „Und natürlich gehörte gleich von Anfang an auch ein Elektroauto zur Ausstattung der Musterhaushalte“, erklärt Eileen Schöne vom Avacon-Kommunalmanagement am Standort Syke. Dort zählte es in den vergangenen Jahren zu ihren Aufgaben, das e-Home-Projekt mit zu betreuen und als Ansprechpartnerin für die Teilnehmer zur Verfügung zu stehen.

E-Mobilität bei Avacon früh ein Zukunftsthema

Aus Sicht der Avacon ist die Elektromobilität ein Thema, das im Rahmen der Energiewende eine wichtige Rolle spielen wird. Um frühzeitig zu erkennen, wo die Reise hingeht, sollten anhand der bei den Projektteilnehmern gesammelten Daten verschiedene Fragen beantwortet werden: Wie ändert sich das Mobilitätsverhalten, wenn man auf ein Elektroauto umsteigt? Wie funktioniert das Zusammenspiel aus dezentraler Erzeugung mittels einer Solarstromanlage auf dem eigenen Dach, innovativer Haustechnik und einem Elektroauto inklusive Ladestation in der Garage? Welche Anforderungen stellt eine wachsende Zahl von E-Fahrzeugen an das öffentliche Stromnetz?

32 Haushalte in Stuhr und Weyhe wurden auf diese Weise im Frühjahr 2011 – lange bevor man in der breiten Öffentlichkeit über E-Mobilität diskutierte – zu Testfahrern. Damals waren noch nicht allzu viele geeignete Modelle auf dem Markt. Um die Daten miteinander vergleichen zu können, sollten alle Haushalte mit dem gleichen Fahrzeug ausgestattet werden. Avacon entschied sich für die Anschaffung des Typs Peugeot Ion. Das kompakte Fahrzeug eignete sich gut als Zweitwagen, denn die meisten Haushalte hatten vor, ihre vorhandenen Erst-Fahrzeuge zu behalten.

Ehepaar Castens fährt am liebsten elektrisch

Und so kam auch Ehepaar Castens zu seinem weißen Elektroflitzer, den immer noch das e-Home-Logo ziert, auch wenn das Projekt im Sommer dieses Jahres nach sechs Jahren Laufzeit planmäßig beendet wurde. Annegret und Cord Castens ging es wie nahezu allen Teilnehmern. Sie freundeten sich schnell mit dem neuen Fahrzeugkonzept an. Von Berührungsängsten keine Spur. Ganz im Gegenteil: Statt der von Avacon erwarteten 6.000 Kilometer legten die 32 teilnehmenden Haushalte über alle Jahre gerechnet durchschnittlich mehr als 10.000 Kilometer elektrisch zurück. Dabei war zu erkennen, dass die Werte im Laufe der Jahre sogar kontinuierlich wuchsen. Ein gutes Zeichen und ein starkes Indiz für die Alltagstauglichkeit der neuen Fahrzeuge. Zudem zeigte sich, dass diese überwiegend an der hauseigenen Ladebox aufgetankt wurden. Dabei wurde auch in größerem Maße selbst erzeugter Strom genutzt.

Ehepaar Castens war mit dem weißen Flitzer so zufrieden, dass es ihn im Jahr 2014 selbst erwarb. Nach drei Jahren liefen damals die Leasingverträge für alle Peugeot Ion aus und Avacon hatte den Projektteilnehmern angeboten, die Ions zurückzunehmen und einen Leasingvertrag für einen Nisan Leaf  – ein neu auf den Mark gekommenes größeres Fahrzeug mit mehr Reichweite und Komfort – abzuschließen. Der Ion konnte aber auch ohne Nachfolgefahrzeug zurückgegeben oder aber erworben werden. Den Castens war ihr Ion so ans Herz gewachsen, dass sie nicht lange überlegten, ihn kauften und so quasi zum Familienmitglied machten. „Für uns ist es das perfekte Fahrzeug für jeden Weg nach Bremen und Umzu. Und bei der Parkplatzsuche kommt uns die überschaubare Größe des E-Flitzers auch entgegen“, zeigen sich Annegret und Cord Castens sehr zufrieden.

Inzwischen ist das Ehepaar bei mehr als 100.000 gefahrenen Kilometern angelangt. Damit sind sie die Kilometerkönige unter allen e-Home-Projektteilnehmern und elektrische Vorreiter im Alltag. Mit den Fahreigenschaften, der Zuverlässigkeit und der Wirtschaftlichkeit ihres Stromers sind sie sehr zufrieden.

Auch Avacon steigt um auf Elektromobilität

Als Netzbetreiber sieht sich Avacon in einer besonderen Verantwortung. Neben der Aufgabe, die Stromnetze im Rahmen der Energiewende für die Einspeisung Erneuerbarer Energien auszubauen, will das Unternehmen auch dazu beitragen, die netzseitigen Voraussetzungen für E-Mobilität zu verbessern. Avacon bietet daher auch die Installation von Ladeinfrastruktur an. Bei der Entwicklung und Umsetzung von Ladelösungen arbeitet das Unternehmen eng mit E.ON Drive zusammen. Unter diesem Markennamen hat der E.ON-Konzern  seine gesamte E-Mobilitäts-Kompetenz gebündelt.

„Die Unterstützung der E-Mobilität umfasst aber auch die eigene praktische Anwendung der neuen Antriebstechnik“, sagt Jens Tiekenheinrich. „Um auch selber weiterhin praxiserprobter Vorreiter in der zu sein, hat der Avacon-Vorstand beschlossen, dass wir unsere gesamte Firmenflotte bis zum Jahr 2025 nahezu vollständig auf E-Fahrzeuge umstellen werden.“

Avacon hat bereits im Jahr 2009 die ersten Elektroautos angeschafft, um eigene Erfahrungen zu sammeln, sowie in verschiedenen Forschungsprojekten wichtige netztechnische Erkenntnisse gewonnen. Bei den Fahrzeug-Praxiseinsätzen sind bis heute viele verschiedene Fabrikate zum Einsatz gekommen. Gut erkennbar ist dabei der technische Fortschritt, der im Laufe der Zeit bei den Fahrzeugen erzielt werden konnte, vor allem in Hinsicht auf Komfort und Reichweite.

Elektromobilität ist allerdings auch erklärungsbedürftig. „Wir wollen E-Mobilität vorleben“, so Eileen Schöne. „Nur so kann es gelingen, die Menschen zu erreichen, zu interessieren und hoffentlich – wie beispielsweise Ehepaar Castens – auch für die neue Form der Mobilität zu begeistern.“

 

Mehr zum e-Home Energieprojekt finden Sie hier.

Ralph Montag

Pressesprecher Avacon AG

Schillerstraße 3
38350 Helmstedt

Tel.
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