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EAM und Avacon nehmen das modernisierte Umspannwerk Borgholz in Betrieb

18.10.2017

Avacon-Vorstand Dr. Stephan Tenge (r.) und EAM-Geschäftsführer Thomas Bremer (2. v. r.)
Avacon-Technikvorstand Dr. Stephan Tenge (r.) und EAM-Geschäftsführer Thomas Bremer (2. v. r.) eröffnen gemeinsam das Umspannwerk

Für die Energiewende: Mit dem technischen Neubau des Umspannwerks tragen die Energieversorger den veränderten Ansprüchen der Energiewende Rechnung und investieren in die Versorgungssicherheit.

Nach einem kompletten technischen Neubau ist heute das Umspannwerk Borgholz der EnergieNetz Mitte, dem Netzbetreiber der EAM, und der Avacon in Betrieb genommen worden. Es dient nun der weiteren Netzstabilisierung in der Region. Im Beisein von Landrat Friedhelm Spieker und Borgentreichs Bürgermeister Rainer Rauch schalteten EAM-Geschäftsführer Thomas Weber und Avacon-Vorstand Dr. Stephan Tenge den Transformator des Umspannwerks ein und nahmen damit das Umspannwerk ans Netz. Insgesamt investierten die Unternehmen gut neun Millionen Euro in den Umbau der neuen Anlage.

 

Steigerung der Versorgungssicherheit

Der regionale Energieversorger EAM unterstützt die Energiewende durch moderne Leitungsnetze für die Versorgung der Kunden und für die Aufnahme regional erzeugter Energien. Im Umspannwerk Borgholz hat die EAM ein neues Schaltgebäude errichtet und darin eine neue Mittelspannungsschaltanlage installiert. „Das Besondere an der Anlage ist die ungewöhnliche Größe“, erläutert EAM-Geschäftsführer Thomas Weber. „Diese ist wegen der zahlreichen EEG-Einspeisungen in der Region – vor allem aus dem Bereich Windkraft – erforderlich und berücksichtigt auch einen weiteren Ausbau von erneuerbaren Energien.“ Für die neue Schaltanlage inklusive der Anschlussarbeiten hat die EAM rund 3,3 Millionen Euro investiert. Landrat Spieker lobte das gemeinsame Engagement der Energieversorger: „Die Region profitiert von diesem Neubau durch eine langfristig noch höhere Versorgungssicherheit.“ Das Umspannwerk Borgholz versorgt die Städte Borgentreich, Willebadessen sowie Teile von Bad Driburg, Brakel, Warburg und Trendelburg. Für die Arbeiten wurden regional ansässige Firmen beauftragt.

Reserveleistung für EEG-Einspeisung

Das neue Umspannwerk wurde errichtet, um die zunehmende Stromeinspeisung aus dezentralen regenerativen Erzeugungsanlagen im Landkreis Höxter aufnehmen zu können. Denn parallel zum rasanten Wachstum der Erzeugungsanlagen ist ein dynamischer Ausbau der Netzinfrastruktur erforderlich. Hierzu müssen neben der Verstärkung und dem Bau von neuen Leitungen auch zusätzliche Verbindungen zwischen dem Mittelspannungsnetz und dem vorgelagerten Hochspannungsnetz geschaffen werden, wie hier in Borgentreich. Avacon, als vorgelagerter Betreiber des 110-kV-Netzes, leitet die Energie dorthin, wo sie benötigt wird. Denn nicht alles, was in der Region erzeugt wird, wird auch dort verbraucht.

Mit der neuen Umspannwerksanlage in Borgentreich ist nun die Basis für den Anschluss weiterer dezentraler Erzeugungsanlagen – vor allem für Windkraftanlagen – geschaffen, denn die Leistungsfähigkeit der Anlage steigt durch die eingebaute modernste Technik um das Vierfache. Dafür hat Avacon rund sechs Millionen Euro investiert. „Man kann angesichts dieser Tatsache behaupten, dass der Bau des neuen Umspannwerks – mit Blick auf die wachsende Zahl dezentraler Erzeugungsanlagen – auch eine Investition in die Zukunft der Region ist“, erklärt Avacon-Vorstand Dr. Stephan Tenge.

 

EAM

Als Unternehmen mit einer mehr als 85-jährigen Tradition ist die 100 Prozent kommunale EAM der Profi-Partner für eine zuverlässige Energieversorgung in Deutschlands Mitte. Mit modernen Lösungen und nachhaltigen Produkten treibt das Unternehmen die Energiewende vor Ort voran – im Netzbetrieb, in der Erzeugung, im Vertrieb und im Dienstleistungsbereich. Rund 1,4 Millionen Menschen werden im Netzgebiet der EAM versorgt, das sich über weite Teile Hessens sowie über Südniedersachsen und Teile von Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Rheinland-Pfalz erstreckt.

Avacon

Die Avacon ist regionaler Netzbetreiber und Infrastrukturdienstleister in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Sachsen-Anhalt. Etwa 16 Millionen Einwohner im Netzgebiet von Avacon verlassen sich auf eine zuverlässige Versorgung mit Energie. Mit 65.000 Kilometern Hoch,- Mittel- und Niederspannungsleitungen sowie einem 20.000 Kilometer langen Erdgasnetz sorgt das Unternehmen dafür, dass die Energie dort ankommt, wo sie gebraucht wird. An 14 Standorten arbeiten rund 1.700 Mitarbeiter und 200 Auszubildende für Avacon.

 

Michaela Fiedler

Pressesprecherin Avacon AG

Schillerstraße 3
38350 Helmstedt

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