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Für den Notfall gut gerüstet

07.02.2018

Avacon testet neues 110-kV-Notgestänge für Hochspannungsfreileitungen in Leese

Als regionaler Netzbetreiber sichert Avacon die zuverlässige Energieversorgung von 16 Millionen Menschen. Unwetterereignisse können diese sichere Versorgung stören, wie jüngst Orkantief Friederike zeigte. Der Sturm entwurzelte Bäume und beschädigte dadurch zahlreiche Hochspannungsfreileitungen. Eine solche Leitung zu reparieren, ist sehr aufwendig und dauert lange. Für diesen Fall hat Avacon für rund 2 Millionen Euro ein neues Notgestänge angeschafft.

Durch eine beschädigte Hochspannungsfreileitung droht ein Versorgungsausfall für meist mehrere tausend Haushalte in der Region. Das neue transportable Notgestänge kann eine lädierte Freileitung übergangsweise ersetzen. Es handelt sich dabei sozusagen um ein Provisorium für beschädigte Hochspannungsleitungen. Solch ein Notgestänge lagert in Leese im Landkreis Nienburg/Weser, mitten im Avacon-Netzgebiet. Innerhalb von ca.48 Stunden kann es von dort aus zum Einsatzort in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen oder Hessen transportiert werden.

Am 6. und 7. Februar 2018 wurden die neuen 10 bis 15 Meter hohen Portalmaste auf dem Gelände der Raiffeisen AG in Leese erstmalig zu Schulungszwecken aufgebaut. Gemeinsam verschafften sich Monteure, Meister und Projektleiter von Avacon einen Überblick über das neue Equipment, damit im Notfall alle Abläufe sitzen. Bei einem Gewicht von knapp zwei Tonnen pro Mast mit zusätzlichen Montageteilen sind mehrere Lkw nötig, um das Gestänge schnellstmöglich zur Schadensstelle zu transportierten.

Vor Ort erschweren umgestürzte Bäume, unwegsames Gelände oder schlechte Witterungsverhältnisse häufig die Reparaturen. „Nach dem Sturm müssen wir uns erst einen Überblick verschaffen. Wir schauen uns die Hochspannungsfreileitungen genau an und prüfen, wo Bäume im Weg liegen und was repariert werden muss.“ weiß Dieter Lassan, zuständiger Projektleiter im Bereich Freileitungsbau bei Avacon. „Bevor eine provisorische Ersatzleitung aufgestellt werden kann, muss der neue Leitungsverlauf um den Schadensbereich herum genau festgelegt werden. Dafür achten Leitungsplaner und Statiker auf Hindernisse im Gelände wie Straßen oder Waldstücke. Dafür müssen oftmals individuelle Lösungen gefunden werden.“ ergänzt Avacon-Leitungsplaner Yannick Heisler.

Das neue Notgestänge von Avacon kann auf einer Stecke von bis zu sechs Kilometern als einsystemige Hochspannungsfreileitung eingesetzt werden. Zum Repertoire gehören rund 50 provisorische Masten. Mit 1.000 Ampere kann das neue Notgestänge in etwa die gleiche Stromstärke transportieren, wie eine herkömmliche 110-kV-Hochspannungsfreileitung.

Ist die defekte Leitung repariert, wird das Notgestänge wieder abgebaut, anschließend gesäubert und nach umfangreicher Prüfung wieder eingelagert. Sollten Teile beschädigt sein, werden diese ausgetauscht, um auf den nächsten Störungsfall bestmöglich vorbereitet zu sein.

Dabei ist die Technik für Avacon nicht neu: Seit den 1970er Jahren existieren sogenannte Störgestänge im Unternehmen, die bei kleineren Störungen eingesetzt werden können. Allerdings nur mit wesentlich geringeren Abständen zwischen den provisorischen Masten und daher deutlich aufwendiger als das neue Notgestänge.

Kirsten Fricke

Pressesprecherin Avacon AG

Schillerstraße 3
38350 Helmstedt

Tel.
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Fax
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