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Innovatives Avacon-Projekt startet den Realbetrieb

18.09.2018

Im EU-Projekt Interflex wird mit Hilfe von 200 Lüneburgern das Energienetz der Zukunft untersucht

Wie kann Strom aus Erneuerbaren Energien besser genutzt und mit dem Verbrauchsverhalten der Kunden in Einklang gebracht werden? Und das möglichst ohne zusätzlichen Netzausbau? Diese und andere Fragestellungen untersucht Avacon im Rahmen des EU-Projektes Interflex mit aktiver Unterstützung von 200 Lüneburgern. Dazu suchte Avacon im vergangenen Herbst Teilnehmer, die entweder eine PV-Anlage, einen Batteriespeicher, eine Elektroheizung, eine Wärmepumpe oder ein Elektrofahrzeug betreiben. Denn das sind Haushaltskunden mit steuerbaren Anwendungen, deren Steuerungsmöglichkeiten im Projekt untersucht werden.

Die teilnehmenden Kunden bekommen ein intelligentes Messsystem (Smart Meter) inklusive einer Steuerbox. Die ersten Geräte sind eingebaut. Die Avacon-Leitstelle wird mit einer Software, den sogenannten Smart Grid Hub, ausgestattet, die diese Geräte ansprechen und deren Daten verarbeiten kann. 

Mit der nun erfolgten Einführung des Smart Grid Hub startet das Projekt in den Realbetrieb: Erstmals steht eine Software zur Verfügung, die die bei Pilotkunden in Lüneburg eingebauten Steuerboxen schalten kann. Das System ermöglicht, den erneuerbaren Strom besser in das Netz zu integrieren und den eingespeisten Grünstrom optimal vor Ort zu verbrauchen. Dadurch können sowohl die zeitweise Abschaltung von Erzeugungsanlagen als auch der Bedarf an teurem Netzausbau minimiert werden. Der Smart Grid Hub wertet die Einspeisung und den Verbrauch aller Haushalte im Netz aus, die mit einem intelligenten Messsystem ausgestattet sind, und ermittelt die Auslastung des Netzes. Werden zum Beispiel Engpässe erkannt, versucht der Smart Grid Hub in der Region den Verbrauch mit der Einspeisung zu synchronisieren.

Die Vorteile des Smart Grid Hubs liegen auf der Hand: der vor Ort erzeugte Strom kann auch vor Ort verbraucht werden, die dezentralen Netze werden grüner und autarker, durch freiwerdende Transportkapazitäten wird das Stromnetz entlastet und die regionale Grünstromquote kann gesteigert werden.

An das Avacon-Netz sind bereits heute mehr als 40.000 dezentrale Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien angeschlossen. Das entspricht einer Leistung von 11 Steinkohlekraftwerken und die Grünstromquote im Netzgebiet steigt kontinuierlich weiter an. 

Um die Klimaziele der Bundesregierung zu erfüllen - den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis 2020 auf mindestens 35 Prozent und 2050 auf gut 80 Prozent zu erhöhen, müssen Lösungen her. Und dazu gehört das EU-weite Interflex-Projekt, in dessen Rahmen Avacon forscht und mit Hilfe der 200 Lüneburger praxisbezogene Lösungen testet. 

Insgesamt fünf Länder in Europa wollen im Rahmen von Interflex die Energiewelt etwas smarter zu machen, indem sie neue Wege zur Flexibilisierung und Optimierung der Stromversorgung auf lokaler Ebene aufzeigen. In einer Laufzeit von drei Jahren wird in unterschiedlichen Projekten getestet, wie das Zusammenspiel von Erneuerbaren Energien und Verbraucherverhalten besser in Einklang gebracht werden kann.

Corinna Hinkel

Pressesprecherin für Gardelegen, Lüneburg, Oschersleben, Salzwedel und Genthin

Schillerstraße 3
38350 Helmstedt

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