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Avacon untersucht mit Lüneburgern das Energienetz der Zukunft

09.02.2018

Innovatives EU-Projekt startet

Wie kann Strom aus Erneuerbaren Energien besser genutzt und mit dem Verbrauchsverhalten der Kunden in Einklang gebracht werden? Und das möglichst ohne zusätzlichen Netzausbau? Diese und andere Fragestellungen untersucht das EU-Projekt Interflex. Mit dem Ziel, die Energienetze „smarter“ zu machen, werden in fünf Ländern durch Unternehmen und Forschungseinrichtungen Großprojekte zu lokalen Stromnetz-Lösungen durchgeführt.

In Deutschland ist Avacon Projektpartner: Untersuchungsregion ist der Lüneburger Raum. Dazu suchte Avacon im vergangenen Herbst Teilnehmer. „Wir benötigen Kunden, die entweder eine PV-Anlage, einen Batteriespeicher, eine Elektroheizung, eine Wärmepumpe oder ein Elektrofahrzeug betreiben. Das sind Haushaltskunden mit steuerbaren Anwendungen, deren Steuerungsmöglichkeiten wir untersuchen möchten“, sagt Thorsten Gross, Interflex-Projektleiter bei Avacon.

Das Interesse der Lüneburger war groß. 200 Teilnehmer benötigt Avacon für die Untersuchungen. 357 Interessenten haben sich gemeldet. Die teilnehmenden Kunden bekommen ein intelligentes Messsystem inklusive einer Steuerbox. Die Avacon-Leitstelle wird um ein Steuerungselement erweitert, das diese Geräte ansprechen und deren Daten verarbeiten kann. Ziel ist es, dass Avacon eine große Menge kleiner Einheiten steuern kann. Dadurch wird die Netzführung effizienter und stärker automatisiert. „Wir erwarten, dass durch eine weiter verbesserte Netzführung auch der notwendige Netzausbau verringert werden kann. Schon heute kommt bei uns Netzoptimierung vor Netzausbau, aber das Projekt wird uns noch einmal einen Schritt voran bringen“, ist sich der Avacon-Fachmann sicher.

„Wir überprüfen nun die technische Eignung der Kundenanlage“, berichtet Gross. „Nicht alle Anlagen sind ohne weiteres steuerbar und leider haben wir nicht überall ein ausreichend starkes  LTE-Funksignal. Dann ist das Mobilfunksignal, über das der Datenaustausch erfolgt, zu schwach“, schildert er die Probleme. Einige Ortschaften will Avacon daher im Projekt mit Powerline-Kommunikation ausrüsten, um auch die Eignung dieser Technik der Datenübertragung zu testen.

Parallel dazu wird von einer Schweizer Softwarefirma eine spezielle Steuerungssoftware für die Avacon-Netzleitstelle entwickelt. An das Avacon-Netz sind bereits heute mehr als 40.000 dezentrale Anlagen zur Erzeugung von Strom  aus Erneuerbaren Energien angeschlossen. Dazu kommen noch eine Vielzahl elektrischer Heizungen, Warmwasserboiler und andere schaltbare Geräte. Aufgabe des Interflex-Projektes ist es, die lokale Erzeugung von grüner Energie und den Verbrauch vor Ort zu koordinieren und dafür die vielen Anlagen zeitgleich und bedarfsgerecht zu steuern. Die zu entwickelnde Software übernimmt die Rechen- und Steuerungsfunktion, die manuell nicht  leistbar wäre.

In der kommenden Woche soll mit dem Einbau der ersten Geräte beim Kunden begonnen werden. Mit der Installation der Steuerungssoftware im Mai startet die Testphase.

Verbunden mit dem Aufruf zur Projektteilnahme war auch ein Gewinnspiel. Verlost wurden unter den Teilnehmern ein E-Bike und fünf  iPads. Die glücklichen Gewinner  freuen  sich nicht nur über ihren Gewinn sondern auch auf den Start des Projektes.

Kirsten Fricke

Pressesprecherin für Nienburg und Syke

Schillerstraße 3
38350 Helmstedt

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