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Leitungskontrolle aus der Vogelperspektive

15.03.2018

Avacon startete in dieser Woche die routinemäßige Leitungskontrolle in der Region Hannover. Per Helikopter werden im Gebiet östlich und nördlich der Landeshauptstadt in diesem Jahr rund 400 Kilometer Hochspannungsleitungen auf mögliche Schäden untersucht. Ein großer Vorteil der Leitungsbefliegung ist, dass Avacon innerhalb kurzer Zeit einen Überblick über das Freileitungsnetz erhält.

Neben dem Piloten fliegen zwei Avacon‐Mitarbeiter mit, die die eigentliche Kontrolle durchführen. Aus der Luft sind viele Schäden leichter erkennbar als vom Boden. Die Spezialisten suchen nach Seilschäden, defekten Isolatoren oder Schäden am Mastgestänge. Sie achten auf Bäume, die zu nahe an Leitungen heranwachsen, Vogelnester auf Masten, auf Bebauungen in Mastnähe, Plastikplanen oder sonstige Fremdkörper in den Leitungen. Die Mängel werden von den Mitarbeitern erfasst, nach der Rückkehr ausgewertet und später durch Monteure behoben.

Für Piloten ist die Leitungsbefliegung immer wieder eine Herausforderung, da sie zum Teil sehr langsam und nahe an die Masten und Leitungen heranfliegen müssen. Bei einer Fluggeschwindigkeit von 20 bis 25 Stundenkilometern und einem Abstand von 5‐10 Metern erkennen die Mitarbeiter auch kleinste Schäden.

Die Hochspannungstrassen werden im Vierjahres‐Rhythmus mit dem Helikopter beflogen. Dazwischen gehen Avacon‐Mitarbeiter die Leitungen zu Fuß ab und prüfen vom Boden aus. Hierbei werden Schäden am Mastfuß oder Fundamenten notiert.

Schon seit etwa 20 Jahren werden Freileitungen vom Hubschrauber aus kontrolliert. Es ist eine sinnvolle und schnelle Ergänzung zur Inspektion durch Ablaufen der Leitungen und Absteigen der Maste. „Durch die regelmäßigen Kontrollen garantieren wir die Versorgung mit Strom im Netzgebiet. Mögliche Störungsursachen können wir so frühzeitig erkennen und beseitigen“, erklärt Sven Rose, verantwortlich für die Flugabwicklung bei Avacon.

Jährlich investiert Avacon in die Inspektion aus der Luft 65.000,‐ Euro.

Corinna Hinkel

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