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Planungsergebnis für Neubau 110 kV-Leitung Kunrau-Tylsen liegt vor

14.05.2018

Zur Erhöhung der Versorgungssicherheit und der verbesserten Netzintegration Erneuerbarer Energien in der Altmark plant Avacon den Bau einer neuen Hochspannungsleitung von Kunrau nach Tylsen. Bereits im Frühjahr 2017 hatte das Unternehmen damit begonnen, über den geplanten Bau zu informieren und erste Planungen vorzustellen. Offen war die Frage, ob die Leitung als Freileitung oder Erdkabel gebaut wird. Entscheidend hierfür ist der Paragraph 43h des Energiewirtschaftsgesetzes. Dieser gibt vor, dass „Hochspannungsleitungen auf neuen Trassen mit einer Nennspannung von 110 Kilovolt oder weniger als Erdkabel auszuführen sind, soweit die Gesamtkosten für Errichtung und Betrieb des Erdkabels die Gesamtkosten der technisch vergleichbaren Freileitung den Faktor 2,75 nicht überschreiten und naturschutzfachliche Belange nicht entgegenstehen; [ ]“.

Auf Grund der vorläufigen Kostenbetrachtungen ging Avacon zuerst vom Bau einer Freileitung aus, hatte aber schon damals die Berechnung des Kostenfaktors zugesagt, um die Entscheidung über die Bauausführung treffen zu können. Das Ergebnis liegt nun vor.

„Wir haben die komplette Planung auf den Prüfstand gestellt und verschiedene Varianten miteinander verglichen. Zudem haben wir die Kostenermittlung mit Blick auf die möglichen technischen Ausführungen und Alternativen konkretisiert und die aktuellen Daten und Prognosen für den weiteren Zubau von Erneuerbaren Energien für die Region ausgewertet. Das hat deutlich mehr Zeit beansprucht als ursprünglich gedacht“, erläuterte Corinna Hinkel, Pressesprecherin von Avacon.

Doch nun sind die Arbeiten abgeschlossen und die Ergebnisse liegen vor. „Der ermittelte Kostenfaktor liegt bei 2,66. Damit fällt die Entscheidung für ein Erdkabel“, sagte sie.  „Unser im letzten Jahr abgeschätzter Kostenfaktor war, wie sich jetzt herausgestellt hat, zu hoch. Er entsprach dem damaligen Planungsstand und dieser entwickelt sich mit der Erarbeitung der Antragsunterlagen weiter“, führte sie aus.

Der im April 2017 auf einer Informationsveranstaltung in Beetzendorf vorgestellte Kostenfaktor beruhte noch auf Erfahrungswerten, die aus anderen Projekten abgeleitet wurden. „Im Zuge der Überarbeitung haben wir die für das Planfeststellungsverfahren notwendigen Berechnungen zur Ermittlung des Kostenfaktors zu marktaktuellen Preisen durchgeführt“, berichtete Hinkel weiter.

„Wir haben die Einwände und Bedenken der Gemeinden, der Bürgerinitiative und vieler Bürger sehr ernst genommen und die Anregungen, soweit möglich, in unsere Planungen integriert. So konnte durch eine optimierte Trassenanbindung bei Tylsen auch die Länge des Kabels verkürzt werden“, sagte die Pressesprecherin.

Avacon wird zeitnah mit der Ausführungsplanung beginnen und alle damit erforderlichen technischen wie natur- und umweltfachlichen Arbeiten starten.

Nach heutigen Stand geht der Netzbetreiber davon aus, dass die Planunterlagen für das einsystemige Erdkabel bis Ende 2019 erstellt werden. Ziel ist es, bis Ende 2020 den Planfeststellungsbeschluss durch das Landesverwaltungsamt Halle zu erhalten.

Wie im Herbst verabredet, stellte Avacon dem projektbegleitenden Kreis, dem die kommunalen Vertreter und die Vertreter der BI angehören, den aktuellen Planungsstand und das Ergebnis des Kostenvergleichs der beiden Bauweisen in einem erneuten Treffen vor.

Corinna Hinkel

Pressesprecherin Avacon AG

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38350 Helmstedt

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