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Avacon baut provisorische Leitung für Stromversorgung im Kreis Alfeld auf

22.02.2018

Orkan Frederike hat beim Netzbetreiber Avacon merkliche Spuren hinterlassen. Der Sturm hat etwa so viele Bäume umgerissen, wie sonst in einem halben Jahr geschlagen werden. Das hat auch Avacon zu spüren bekommen. Aktuell werden die Sturmschäden an den Hochspannungsleitungen durch umgestürzte Bäume beseitigt. In Südniedersachsen waren Leitungsabschnitte so stark beschädigt, dass sie sogar komplett ausgefallen waren. Doch auf solche Not-Situationen ist Avacon vorbereitet: Mit transportablen, provisorischen Leitungen können schadhafte Freileitungen ersetzt und Ausfälle bis zum Neubau überbrückt werden.

Diese so genannten Notgestänge werden zurzeit südlich von Alfeld bei Varrigsen aufgebaut. Dort traf der Orkan etliche Bäume, die mit voller Wucht in die Leitung stürzten, was zu einer Deformation eines Mastes geführt hatte. Der beschädigte Mast wurde verstärkt, um die Stromversorgung erstmal aufrecht zu erhalten.

Der neue Mast wird standortgleich errichtet. Für die Demontage des beschädigten Mastes und den Neubau brauchen wir daher ausreichend Baufreiheit. Deshalb baut Avacon die vier provisorischen Maste mit der nötigen Distanz dort auf, um die Stromversorgung während der Bautätigkeit zu sichern. Je zwei Maste werden im Abstand von rund 300 Metern in die bestehende Leitung integriert. Zur Verbindung dieser Maste werden sechs Zentimeter dicke Baueinsatzkabel, vergleichbar mit Verlängerungskabeln, von Mast zu Mast verlegt. Klingt einfach, doch der Aufwand dafür ist gewaltig. 

Bei einem Gewicht von knapp zwei Tonnen pro Mast mit zusätzlichen Montageteilen sind mehrere Lastwagen nötig, um die Teile dorthin zu transportieren, wo sie gebraucht werden. Vor Ort erschweren umgestürzte Bäume, unwegsames Gelände oder schlechte Witterungsverhältnisse häufig die Reparaturen. „Wir mussten die Leitungstrasse erst von zahlreichen umgefallenen Bäumen befreien, bevor wir überhaupt loslegen konnten,“ erklärt Avacon-Baustellenverantwortlicher Bruno Manuel.

Um Sofortmaßnahmen bei Versorgungsunterbrechungen wie hier in Varrigsen zu ergreifen, hat Avacon rund zwei Millionen Euro für diese komplexe, transportable Hochspannungsleitung investiert. „Unser Notgestänge kann auf einer Stecke von bis zu sechs Kilometern als Hochspannungsfreileitung eingesetzt werden, das sind rund 50 provisorische Masten. Mit 1.000 Ampere kann es in etwa die gleiche Stromstärke transportieren, wie eine herkömmliche 110-kV-Hochspannungsleitung,“ betont Ulrich Herrmann, Projektleiter dieser Baustelle.

Das Provisorium lagert zentral in Leese im Landkreis Nienburg, mitten im Avacon-Netzgebiet. So kann es innerhalb von 48 Stunden jeden Einsatzort im Avacon-Netz erreichen.

 

Avacon ist regionaler sowie überregionaler Netzbetreiber in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen und Teilen Nordrhein-Westfalens. Das Avacon-Stromnetzgebiet umfasst über 55.000 Quadratkilometer und erstreckt sich von der Nordseeküste bis Südhessen. Über Hoch-, Mittel- und Niederspannungsleitungen von rund 66.000 km Länge sowie ein mehr als 20.000 km langes Erdgasnetz werden rund 16 Millionen Menschen mit Energie versorgt.

Kirsten Fricke

Pressesprecherin für Nienburg und Syke

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