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Vierzig Zylinder für Salzwerk Bernburg

01.09.2016

Neues Blockheizkraftwerk:

Mit einem Blockheizkraftwerk (BHKW) der neuesten Generation nimmt das esco-Salzwerk Bernburg eine besonders umweltfreundliche Energieanlage in Betrieb, in der gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt werden. Das Gemeinschaftsprojekt von esco und Avacon Natur GmbH ergänzt die bestehende Energieversorgung und wird fast 30 Prozent Erdgas als Primärenergie einsparen.

„Die sparsame und hochwirksame Nutzung der wertvollen Ressource Erdgas entlastet nicht nur die Umwelt jedes Jahr um rund 6.500 Tonnen Kohlendioxid und dient damit dem Klimaschutz, sie reduziert auch unsere „Energierechnung“ und stärkt damit unsere Wettbewerbsfähigkeit – so sieht nachhaltiges Wirtschaften bei esco aus,“ sagte Dr. Markus Cieslik, der Leiter des Salzwerkes Bernburg, bei der gemeinsamen Inbetriebnahme mit Avacon-Vorstand Dr. Stephan Tenge.

Avacon und ihre Vorgängerunternehmen arbeiten seit Jahrzehnten mit dem K+S-Konzern und esco erfolgreich zusammen. Denn Bergbauunternehmen und Energieversorgungsunternehmen haben eins gemeinsam: Basis Ihrer Geschäftstätigkeit sind langfristige Investitionen. Da aber die technische Entwicklung ständig voranschreitet und sich Rahmenbedingungen stetig ändern, benötigen beide Unternehmen permanente Verbesserungsprozesse. „Wir freuen uns sehr darüber, durch dieses innovative KWK-Projekt die Zusammenarbeit mit unserem Projektpartner esco weiter ausbauen und vertiefen zu können. Durch die hervorragende Teamarbeit mit unserem Kunden konnte die KWK-Anlage in kürzester Zeit geplant und gebaut werden, noch bevor sich die energierechtlichen Rahmenbedingungen für KWK-Anlagen änderten“, sagte Alfred Schaper, Geschäftsführer der Avacon Natur GmbH.

Erdgas wird effizient genutzt

Die Anlage, die innerhalb von knapp elf Monaten auf dem Werksgelände entstanden ist, besteht aus zwei mit Erdgas betriebenen Motoren, deren Leistungsdaten sich sehen lassen können: Mit 40 Zylindern und mehr als 120 Litern Hubraum erzeugen sie insgesamt 3 Megawatt (MW) Strom und 3 MW Wärme. Allein die jährliche Strommenge würde ausreichen, um 6.000 Privathaushalte zu versorgen. Während die Stromproduktion von angeschlossenen Generatoren übernommen wird, stammt die erzeugte Wärme jeweils zur Hälfte aus der Motorkühlung und der Restwärme der Abgase. In Form von Dampf und Warmwasser wird sie in die Versorgungsnetze des Werkes eingespeist.

Die Kombination von Strom- und Wärmeerzeugung macht es möglich, die eingesetzte Primärenergie Erdgas fast vollständig zu nutzen. Mit einem Wirkungsgrad von mehr als 86 Prozent ist das BHKW konventionellen Kraftwerken, die die Wärme nicht nutzen können, haushoch überlegen. Zum Vergleich: der Wirkungsgrad bei Gaskraftwerken beträgt weniger als 50 Prozent, bei Braunkohle ca. 44 und bei Kernkraftwerken rd. 33 Prozent.

Mit diesem hohen Wirkungsgrad wird das neue BHKW gemäß Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz als „hocheffiziente Anlage“ eingestuft. Die mit dem Bau der Anlage verbundene Steigerung der Energieeffizienz ist daher eine besonders geeignete Maßnahme, um die in der K+S Gruppe konzernweit gesetzten Ziele im Rahmen eines zertifizierten Energiemanagements nach DIN EN ISO 50001 zu erfüllen.

Das technische und energiewirtschaftliche Konzept der KWK-Anlage Bernburg wurde bereits in einem vergleichbaren Projekt mit der Zuckerindustrie von der Avacon Natur erfolgreich umgesetzt. Die Erfahrungen aus dieser Anlage konnten in erheblichen Umfang für das komplexe KWK-Projekt in Bernburg genutzt werden. Aufgrund der guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und des fast identischen technischen Konzeptes der Referenzanlage entschied sich esco, von Avacon Natur eine KWK-Anlage in Bernburg bauen und betreiben zu lassen.

Da Avacon Natur über Rahmenverträge zur Beschaffung von KWK-Anlagen verfügt, konnte diese die Anlagenkomponenten sehr schnell und ohne zeitaufwendige Lieferanten-Neuausschreibung beschaffen und somit esco eine kurze Gesamtumsetzungszeit des Projektes garantieren.

Über esco und das Salzwerk Bernburg

esco - european salt company ist der größte europäische Salzanbieter und Teil des globalen Produktionsnetzwerks des Geschäftsbereichs Salz der K+S Gruppe mit Standorten in Europa sowie Nord- und Südamerika.

Mit einer jährlichen Produktionskapazität von rund 9,7 Millionen Tonnen Festsalz und Salz in Sole bietet esco ihren Kunden ein vollständiges Sortiment an hochwertigen Salzprodukten - vom Industriesalz über Gewerbe- und Pharmasalze bis zu Speisesalz und Auftaumitteln für den Winterdienst. Zu dem in Hannover ansässigen Unternehmen gehören rund 20 Produktions- und Vertriebsstandorte in Deutschland, Polen, Tschechien, Schweden, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Italien, Spanien und Portugal.

Das Salzwerk Bernburg ist mit einer Produktionskapazität von rund 2,8 Mio. Tonnen Stein- und Siedesalz sowie 1,4 Mio. Tonnen Salz in Sole der größte deutsche Standort der esco. Zur Produktpalette gehören neben Speise-, Futtermittel- und Gewerbesalzen vor allem Auftausalze sowie Produkte zur Wasserenthärtung. Der Betrieb, in dem rund 430 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind, blickt inzwischen auf eine mehr als 100jährige Geschichte zurück.

Über Avacon Natur

Avacon Natur unterstützt Privat- und Gewerbekunden, Industrieunternehmen und kommunale Einrichtungen bei der Umsetzung zukunftsfähiger Energielösungen. Dafür entwickelt die 100 prozentige Avacon-Tochter ökologisch und ökonomisch sinnvolle dezentrale Energielösungen, die gezielt auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten sind. Darunter fallen innovative Technologien wie die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), die Nutzung Erneuerbarer Energien oder die passgenaue Versorgung mit Wärme, Kälte, Druckluft, Dampf oder Strom.

Avacon Natur ist ein nach ISO 14001, DIN ISO 50001 und OHSAS 18001 zertifiziertes Unternehmen. Wesentliches Ziel der Norm DIN ISO 50001 ist, die energiebezogene Leistung und die Energieeffizienz kontinuierlich zu verbessern und Energieeinsparungen zu erzielen. Dies geschieht durch einen systematischen Ansatz, der im Unternehmen zu einem Aufbau von Systemen und Prozessen führte. Dadurch kann Avacon Natur einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten, u.a. durch die dauerhafte Reduzierung von CO2-Emissionen.

Corinna Hinkel

Pressesprecherin Avacon AG

Schillerstraße 3
38350 Helmstedt

Tel.
0 53 51-1 23-3 36 01
Fax
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